Der Kredit für das Projekt «Brickermatte 2030+» nahm in Spiringen die Hürde an der Gemeindeversammlung nicht. Damit der Bau eines neuen Alters- und Pflegezentrums auf der Brickermatte in Bürglen weiter geplant und konkretisiert werden kann, braucht es einen Projektierungs- und Wettbewerbskredit. Die benötigten 1,6 Millionen Franken werden gemäss Einwohnerzahlen auf die beteiligten Gemeinden aufgeteilt. Am Donnerstagabend, 21. Mai, wurde an der Gemeindeversammlung in Spiringen über 89'600 Franken abgestimmt. Dazu durfte Gemeindepräsident René Müller 87 Stimmberechtigte sowie vier Gäste begrüssen.
Der Gemeinderat erläuterte die steigenden Anforderungen in der Langzeitpflege und den zunehmenden Bedarf an Pflegeplätzen aufgrund der demografischen Entwicklung. Die bestehenden Alters- und Pflegeheime Rosenberg in Altdorf sowie Gosmergartä in Bürglen würden den künftigen Anforderungen nicht mehr genügen. Geplant ist ein modernes Zentrum mit Pflegeplätzen, betreutem Wohnen sowie spezialisierten Angeboten für Menschen mit Demenz. Trotz ausführlicher Informationen zu Machbarkeit, Finanzierung, Zeitplan und Zusammenarbeit mit dem kantonalen Projekt «Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri» wurde der Kredit von der Versammlung mit 35 Ja zu 47 Nein abgelehnt (5 Enthaltungen).
Einzelne Stimmbürger sprachen sich gegen den Kreditantrag aus. Das Projekt Brickermatte 2030+ sei zu überrissen und zu teuer. Es wäre sinnvoller, die bestehenden Pflegeheime in Bürglen und Altdorf zu sanieren und zu erweitern. Diese sollen den heutigen Anforderungen entsprechen und als Einzelzimmer angeboten werden.
Es wurde aber auch betont, dass nun lediglich über den Projekt- und Wettbewerbskredit abgestimmt werde. Es würden zwei Abstimmungen zum effektiven Projekt folgen. Es wäre ein schlechtes Zeichen der Gemeinde Spiringen, wenn die Versammlung das Kreditbegehren ablehne. Beantragt wurde aber auch, angesichts der fehlenden Alters- und Pflegezimmer dem Kreditbegehren zuzustimmen. Für die Behörden von Spiringen würde es sonst sehr schwierig, den Vorsorgeauftrag in der Gemeinde ausführen zu können.
Jahresrechnung schliesst mit kleinem Gewinn
Die Wahlen für die Amtsdauer 2026 – 2027 waren eine klare Sache. Philipp Schuler wurde einstimmig als Mitglied des Schulrats Schulen Schächental wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig erfolgten die Wahlen in die Wasserversorgungskommission Spiringen. Gewählt wurden Daniel Arnold als Brunnenmeister, Markus Arnold als Mitglied, Erwin Gisler als Präsident sowie Patrick Arnold als Brunnenmeister-Stellvertreter.
Die Versammlung genehmigte einstimmig die Bauabrechnung für die Erneuerung des Spielplatzes beim Primarschulhaus. Dank zahlreicher Spenden und Sponsorengelder konnten die Kosten deutlich reduziert werden. Die Schlussabrechnung fiel zudem tiefer aus als der bewilligte Kredit von 98'000 Franken.
Ebenfalls einstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung die Bauabrechnung für den Heizungsersatz im Primar- und Kreisschulhaus. Die neue Heizungsanlage konnte termingerecht in Betrieb genommen werden. Besonders erfreulich war laut Gemeinderat, dass das Projekt dank privater Spenden kostenneutral abgeschlossen werden konnte.
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Spiringen schloss mit einem Gewinn von rund 2249 Franken ab. Das Resultat fiel damit deutlich besser aus als ursprünglich budgetiert. Die Jahresrechnung wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt.
Breite Unterstützung für die Kunsteisbahn
Unter dem Traktandum Varia informierte der Gemeinderat ausführlich über den Stand des Projekts Kunsteisbahn Holzboden. Mit den noch zu erwartenden Unterstützungs- und Sponsoringbeiträgen kann die Finanzierung für den Bau der Kunsteisbahn Holzboden als gesichert betrachtet werden. Bedeutende Beiträge stammen unter anderem von: Gemeinde Spiringen, Kanton Uri, Korporation Uri, verschiedene Stiftungen, Urner Kantonalbank als Hauptsponsor und Namensgeberin der zukünftigen «UKB Arena Holzboden». Die Baubewilligung wurde am 12. Mai erteilt, der Baustart erfolgte am 18. Mai. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für den Betrieb der Anlage. Stellen für den Eismeister und die Gastronomie wurden bereits ausgeschrieben.



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