Im Restaurant Geissmatt an der St.-Karli-Strasse weht bald ein neuer Wind: Nach einer öffentlichen Ausschreibung vermietet die Stadt Luzern das Lokal neu an die Corian Group AG, wie sie am Freitag mitteilt.

Die Corian Group mit Inhaber Fabian Dumitrache stellte laut Mitteilung «ein Konzept mit hochwertiger, regionaler und nachhaltiger Küche vor und überzeugte auch durch die Verbundenheit mit dem Quartier». Die Neueröffnung des Restaurants Geissmatt ist im Frühling 2026 geplant.
Sharing-Konzept mit alpinen Klassikern
Gemeinsam mit der Luzerner Agentur Hurrah wird ein Konzept erarbeitet, «das alpine Klassiker und moderne Schweizer Küche ins Zentrum stellt – gedacht zum Teilen, Entdecken und gemeinsamen Geniessen». So beschreibt es Fabian Dumitrache in einer eigenen Mitteilung. Regionalität, Saisonalität und handwerkliche Qualität stünden dabei im Fokus. So werde es etwa Spezialitäten der Metzgerei Doggwiler und von Chäs Barmettler geben.
«Als ich das erste Mal im ‹Geissmättli› zu Gast war, fühlte ich mich sofort zuhause in dieser warmen, gemütlichen Atmosphäre» wird Dumitrache zitiert. Er wohnt mit seiner Familie in der Altstadt und setzt sich als Vorstandsmitglied im Quartierverein aktiv für das Quartier ein.

Dumitrache ist im Raum Luzern als Gastronom bereits bestens bekannt. So betreibt er das «Bündnerland» in der Eisengasse und das «Mister Cordon» in der Mall of Switzerland. Zurückgezogen hat sich Dumitrache dagegen kürzlich vom Central in Kriens. «Finanziell läuft es nicht so gut, wie wir uns das vorgestellt haben», sagte er im Dezember zu dieser Zeitung.
Vier Bewerbungen gingen bei der Stadt ein
«Im Ausschreibungsverfahren gingen vier Bewerbungen ein. Das ist laut Adrian Haldi, Immobilien-Bewirtschafter bei der Stadt Luzern, «im normalen Rahmen». Von den vier Bewerbungen hätten zwei nahezu alle Kriterien erfüllt. Man muss dazu wissen: Seit der Entgegennahme eines SP-Postulats durch den Stadtrat Ende November 2024 schaut die Stadt bei der Vergabe von Pachtverträgen für ihre Restaurants noch genauer hin – zum Beispiel, ob das kulinarische Angebot eine regionale und nachhaltige Küche anbietet sowie eine ausgewogene Klimabilanz aufweist.
Das Restaurant Geissmatt wurde ab 2010 bis Ende 2025 von Mary und Bruno Rampinelli laut Mitteilung der Stadt erfolgreich geführt. Das bisherige Wirtepaar wolle in Zukunft kürzertreten, woraufhin die Stadt als Eigentümerin den Restaurantbetrieb öffentlich ausgeschrieben hatte. Mary und Bruno Rampinelli werden in der Mitteilung von Dumitrache wie folgt zitiert: «Wir freuen uns sehr, das ‹Geissmättli› an Fabian Dumitrache zu übergeben. Wir kennen uns schon lange und wissen, dass er unsere Werte, die Liebe zur Qualität und die Verbundenheit zur Luzerner Altstadt, teilt.» (hor)



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