Wirtschaft

Obwaldner Kantonalbank mit erfreulichem Halbjahresergebnis

Die Obwaldner Kantonalbank hat ihren Geschäftserfolg im ersten Halbjahr 2026 um 3,9 Prozent auf 15,86 Millionen Franken gesteigert. Besonders das Hypothekar- und Anlagegeschäft entwickelte sich positiv.

Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass die Obwaldner Kantonalbank (OKB) im ersten Halbjahr 2026 operativ erfolgreich gearbeitet hat. Die Geschäftsleitung und der Bankrat der OKB zeigen sich in einer Mitteilung der Bank erfreut über das Halbjahresergebnis: «Dank des grossen Engagements unserer Mitarbeitenden und der anhaltenden Nachfrage nach unseren Dienstleistungen konnten wir im ersten Halbjahr 2026 ein gutes Ergebnis erzielen. Besonders freut mich die positive Entwicklung im Hypothekargeschäft und im Anlagegeschäft. Gleichzeitig investieren wir gezielt in unsere Beratungsqualität und in die Zukunftsfähigkeit der Bank. Mit der Strategie 2030, die wir im vierten Quartal lancieren werden, schaffen wir die Grundlage für die weitere Ausrichtung und den langfristigen Erfolg der OKB», wird CEO Margrit Koch zitiert.

Im Gebäude der OKB in Sarnen blickt man auf ein positives Halbjahr zurück.
Bild: Obwaldner Kantonalbank

Solides Wachstum im Kerngeschäft

Die Bilanzsumme stieg per Ende Juni 2026 um 5,6 Prozent auf 6,64 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen nahmen um 1,9 Prozent auf 4,63 Milliarden Franken zu. Über 93 Prozent des Ausleihungsvolumens entfallen auf Hypothekarforderungen, die sich auf 4,32 Milliarden Franken belaufen. Die effektiven Kundengelder lagen mit 3,54 Milliarden Franken leicht unter dem Wert von Ende 2025. Das Eigenkapital stieg auf 581,73 Millionen Franken und stärkte die Kapitalbasis der Bank.

Das Zinsengeschäft blieb die wichtigste Ertragsquelle der OKB. Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft bewegte sich mit 27,28 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau.

Einen wichtigen Beitrag zum guten Halbjahresergebnis leistete das Anlagegeschäft. Das Depotvolumen wuchs um 7,1 Prozent auf 2,52 Milliarden Franken. Entsprechend erhöhte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 9,9 Prozent auf 6,19 Millionen Franken. Der Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg um 12,4 Prozent.

Auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft entwickelte sich positiv und verbessert sich auf 3,17 Millionen Franken (+22,8 Prozent). Der übrige ordentliche Erfolg nahm um 7,3 Prozent auf 3,06 Millionen Franken zu.

Damit erhöhte sich der Bruttoerfolg um 3,5 Prozent auf 39,69 Millionen Franken. Nach Abschreibungen und Rückstellungen resultierte ein Geschäftserfolg von 15,86 Millionen Franken. Gleichzeitig stärkte die Obwaldner Kantonalbank ihre Reserven für allgemeine Bankrisiken mit einer Zuweisung von 8,98 Millionen Franken. Der Halbjahresgewinn beträgt 6,88 Millionen Franken.

Margrit Koch: «Wir investieren gezielt in unsere Beratungsqualität und in die Zukunftsfähigkeit der Bank.»
Bild: Obwaldner Kantonalbank

Gezielte Investitionen in die Weiterentwicklung

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 3,4 Prozent auf 20,41 Millionen Franken. Der Personalaufwand stieg um 1,3 Prozent, der Sachaufwand um 6,9 Prozent. Die höheren Kosten stehen im Zusammenhang mit Investitionen in die Weiterentwicklung der Kundenberatung sowie mit zusätzlichen regulatorischen Anforderungen.

Für die zweite Jahreshälfte geht die OKB aus heutiger Sicht gemäss Mitteilung von einem unveränderten Zinsumfeld aus. Da unter anderem Dividendenerträge aus Beteiligungen überwiegend im ersten Semester anfallen, erwartet die Bank für das zweite Halbjahr ein tieferes Ergebnis als in den ersten sechs Monaten. (rwi/zvg)

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