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Obwalden

Kantonalbank und Kantonspolizei informieren über aktuelle Betrugsmaschen

Digitale Betrugsversuche nehmen rasant zu. Um ihre Kundinnen und Kunden sowie die Obwaldner Bevölkerung bestmöglich zu schützen, hat die Obwaldner Kantonalbank gemeinsam mit der Kantonspolizei Obwalden einen Informations- und Präventionsanlass durchgeführt.

Kriminelle nutzen zunehmend neue Technologien und psychologische Manipulation, um Vertrauen zu erschleichen und Menschen gezielt unter Druck zu setzen. Betroffen sind Menschen aller Altersklassen. Aktuelle Fälle zeigen, dass sich Betrüger als Bankmitarbeitende oder Behörden ausgeben, Telefonnummern manipulieren oder über Kleinanzeigenplattformen und Zahlungslinks an vertrauliche Daten gelangen.

«Als Bank der Obwaldnerinnen und Obwaldner nehmen wir diese Entwicklung sehr ernst», wird Dominic Wolf, Leiter Multikanal bei der Obwaldner Kantonalbank (OKB), in einer Mitteilung zum gemeinsamen Informations- und Präventionsanlass von OKB und Kantonspolizei zitiert. «Unser Ziel ist klar: Mehr Sicherheit und mehr Vertrauen im digitalen Alltag. Unsere Kundinnen und Kunden – und die Bevölkerung insgesamt – sollen wissen, wie sie sich im Alltag wirksam schützen können.»

Aufmerksamkeit ist der wichtigste Schutz

Am Informationsanlass vom vergangenen Mittwoch, 29. April, zeigte Stefan Bühlmann, Leiter des OKB-Kundencenters, anhand konkreter Beispiele, wie Betrugsversuche im Bereich Twint, Karten und E-Services ablaufen und welche Sofortmassnahmen im Ernstfall wichtig sind.

Rahel Reinhard, Teamleiterin Zahlungsverkehr bei der OKB, erklärte, wie die Bank präventiv gegen Betrugsversuche vorgeht und verdächtige Transaktionen zu erkennen versucht, um Zahlungen bei Betrugsverdacht möglichst rasch zu stoppen. Aus ihrer Erfahrung weiss sie, dass Täter besonders häufig mit psychologischem Druck, vorgetäuschter Autorität oder gezielter Verunsicherung arbeiten. Der wichtigste Schutz bleibe dabei die Aufmerksamkeit der Betroffenen selbst: bei unerwarteten Kontaktaufnahmen kritisch bleiben, im Zweifel auflegen und Rücksprache halten.

Fachpersonen der Kantonspolizei Obwalden gaben Einblicke in ihre Ermittlungs- und Präventionsarbeit. Christoph Fries, Leiter der Kriminalpolizei Obwalden, zeigte anhand der polizeilichen Kriminalstatistik auf, welche Cyberdelikte in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben. Ueli Nietlispach, Fachverantwortlicher IT-Ermittlungen, erläuterte verschiedene digitale Betrugsformen und gab zum Abschluss praxisnahe Tipps für mehr Sicherheit im digitalen Raum.

Nützliche Informationen online verfügbar

Die OKB sensibilisiert Ihre Kundschaft regelmässig über die verschiedenen Kanäle und arbeitet bei Vorfällen eng mit der Kantonspolizei Obwalden zusammen. Ergänzend stellt die Bank auf ihrer Website umfassende Informationen zur Verfügung – von Sicherheitstipps für E-Services über aktuelle Warnungen vor betrügerischen Anrufen bis hin zu einer Notfallseite, auf der E-Banking, Twint oder Karten schnell und sicher gesperrt werden können. (zvg)

Die Obwaldner Kantonalbank arbeitet bei Vorfällen eng mit der Kantonspolizei zusammen.
Bild: Pius Amrein

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