Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) kann in allen Bereichen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. «Besonders stolz bin ich auf das nachhaltige Wachstum in unserem Kerngeschäft», hielt CEO Margrit Koch am Donnerstag am Bilanz-Medientalk fest. «Sowohl bei den Kundenausleihungen als auch bei den Kundengeldern konnten wir im vergangenen Jahr zulegen.» Koch sieht darin einen Vertrauensbeweis der Kundinnen und Kunden.

Sie beleuchtete einige der Zahlen genauer. So stieg die Bilanzsumme um 3,5 Prozent auf 6,3 Milliarden Franken. «Das Eigenkapital konnten wir nach Gewinnverwendung per 31. Dezember 2025 auf 565,9 Millionen Franken steigern.» Die Eigenkapitalquote der Bank betrage 9,0 Prozent. «Das zeigt, dass wir sehr solide und stabil aufgestellt sind.»
Die Obwaldner Kantonalbank sei das wichtigste Kreditinstitut im Kanton, so Margrit Koch. «Wir konnten unsere führende Position weiter stärken und bei den Hypothekarforderungen ein Wachstum von 4,7 Prozent beziehungsweise 190 Millionen Franken erzielen.» Parallel dazu seien auch die Spargelder um 0,7 Prozent gestiegen.
Zinsengeschäft entwickelte sich positiv
Auch die Erfolgszahlen hätten sich sehr positiv entwickelt. Der Bruttoerfolg sei über alle Ertragsfelder hinweg um 7,3 Prozent gestiegen. «Die wichtigste Ertragsquelle ist für uns das Zinsengeschäft. Dort erzielten wir 52,3 Millionen Franken, was einem Anstieg von 3,8 Prozent entspricht.»
Die Obwaldner Kantonalbank verfolge eine restriktive Risikopolitik bei der Kreditvergabe. «Wir prüfen kontinuierlich, welche Risiken wir eingehen wollen», sagte Koch. Dennoch habe die Bank ein nachhaltiges und gesundes Wachstum erzielen können. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft habe um 7,9 Prozent zulegen können und 11,5 Millionen Franken Ertrag gebracht. Das Depotvolumen sei um 14,8 Prozent gestiegen.

Das Börsenjahr sei volatil gewesen, sagte die OKB-CEO. Verluste habe man beim Handelsertrag verbuchen müssen, der um rund 12 Prozent zurückging, insbesondere aufgrund von Fremdwährungsverlusten beim US-Dollar und beim Euro. Positiv hätten sich hingegen die eigenen Finanzanlagen entwickelt.
Der Geschäftsaufwand der OKB ist um 9,2 Prozent gestiegen. «Wir haben strategische Investitionen getätigt», so Margrit Koch. Die Kantonalbank habe in den vergangenen Jahren die Strategie 2022+ unter dem Titel «Midänand Berge erklimmen» umgesetzt. Dazu gehörten Gipfelprojekte wie das Vorsorgeangebot mit einer eigenen Marke oder das OKBuddy-Programm für die junge Zielgruppe. Gut unterwegs sei man in unterschiedlichen Bereichen auch bei der Nachhaltigkeit, führte Margrit Koch auf.
Die Cost-Income-Ratio – das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag – weist die OKB mit 53,4 Prozent aus. «Für eine eher kleinere Kantonalbank ist das ein sehr guter Wert», betonte Margrit Koch. Man habe die Kosten im Griff, was für die Zukunft zuversichtlich stimme.
Die OKB konnte den Geschäftserfolg um rund 7 Prozent auf 27,8 Millionen Franken steigern. Gut 13 Millionen habe man den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen. «Daraus resultiert ein Jahresgewinn von 14,7 Millionen», sagte sie. Das seien ebenfalls knapp 7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Höhere Ablieferung an den Kanton
Zufrieden mit dem Geschäftsjahr sei auch der Bankrat, sagte Präsident Toni Hofer am Donnerstag. Mit Blick auf das Geschäftsjahr hielt er fest, dass die Bank ihre Strategie konsequent verfolge. «Das ist eine wichtige Basis, gerade auch bei der Kundenorientierung.» Es sei eine permanente Herausforderung, die Kundinnen und Kunden ins Zentrum zu stellen. «Das gelingt nur mit einem starken OKB-Team.»
Gefreut hat den Bankratspräsidenten auch, dass für 2025 mehr an den Kanton Obwalden abgeliefert werden könne. So flössen 9,2 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie in die Kasse des Kantons. Das seien 577'000 Franken mehr als im Jahr zuvor.
Margrit Koch machte einen Ausblick auf das laufende Jahr. «Wir wollen das OKB-Team weiter stärken, das Kundenerlebnis ausbauen, in die Digitalisierung investieren, Prozesse optimieren und die Kostendisziplin wahren», zählte sie die Ziele auf. Zudem arbeite man gemeinsam mit dem Bankrat an einer neuen strategischen Ausrichtung. Im dritten Quartal soll die neue Strategie verabschiedet werden.



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