Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat im vergangenen Jahr einen Geschäftserfolg von 26 Millionen Franken erzielt. CEO Margrit Koch und Bankratspräsident Toni Hofer stellten das Jahresergebnis am Dienstag in Sarnen vor. «Wir konnten die Bilanzsumme um knapp 1 Prozent auf 6,1 Milliarden Franken ausweiten», sagte Margrit Koch.
Die Kundenausleihungen hätten sich Ende 2024 auf 4,4 Milliarden Franken belaufen. «Vier Milliarden davon sind Hypotheken», so Koch. Die Zunahme der Kundenausleihungen von 4,8 Prozent, rund 200 Millionen Franken, widerspiegle das Vertrauen der Kundinnen und Kunden. Dieses Vertrauen zeige sich auch bei den Kundengeldern. «In diesem hart umkämpften Markt weisen wir ein Volumen von 3,5 Milliarden und ein Wachstum von 1,6 Prozent aus», sagte die Bankchefin.
Depotvolumen nahm um 9,9 Prozent zu
Den Bruttoerfolg habe die OKB auf Vorjahresniveau bei 70 Millionen Franken halten können. Was sich nicht ganz so entwickelt habe, wie man es sich erhofft habe, sei der Zinsertrag. Der Bruttoertrag im Zinsengeschäft sei gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 50,4 Millionen Franken gesunken. Gründe dafür seien die Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank und entsprechend tiefere Zinserträge sowie die herausfordernde Situation bei der Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt.
Freude bereite das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, das 10,7 Millionen Franken zum Geschäftserfolg beitrage. Ein wichtiger Ertragspfeiler, der 2024 die Erwartungen übertroffen habe. Positiv auf den Ertrag im Anlagegeschäft hätten sich die Neugeldzuflüsse sowie die positive Entwicklung der Märkte ausgewirkt, wie die OKB in einer Medienmitteilung festhält. Der Bank sei es gelungen, das Depotvolumen um 9,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken zu steigern.
Der Geschäftsaufwand liege mit 36,6 Millionen Franken aufgrund von Investitionen in Strategieprojekte sowie der Teuerung um 2,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit einer weitsichtigen, auf strategische Initiativen ausgerichteten Ausgabendisziplin sei die Bank trotz Wachstum, Teuerung und regulatorischer Vorgaben effizient unterwegs, so die Mitteilung weiter.
Kanton Obwalden erhält 8,7 Millionen Franken
«Als Gewinnausschüttung und für die Abgeltung der Staatsgarantie liefern wir dem Kanton Obwalden 8,7 Millionen Franken ab», sagte Margrit Koch. Das entspreche rund 220 Franken pro Obwaldnerin und Obwaldner. Die Bank zahlt zudem pro Partizipationsschein 30 Franken Dividende aus, was einer Rendite von 2,5 Prozent entspricht.
Das Eigenkapital vor Gewinnverteilung per Ende 2024 beläuft sich laut der Medienmitteilung auf 559,5 Millionen Franken. Das entspreche 9,2 Prozent der Bilanzsumme und bestätige, dass die OKB eine gut kapitalisierte und sehr stabile Bank sei. Einhergehend mit ihrem Wachstum habe sie ihre Reserven geäufnet und das Fundament weiter gestärkt.
Mit Blick auf 2025 sprach Margrit Koch von einer positiven Grundstimmung. Die OKB werde dieses Jahr die Umsetzung ihrer Strategie 2022+ abschliessen. «Drei strategische Ziele stehen weiterhin im Vordergrund», hielt sie fest. Für die Kundinnen und Kunden soll echter Mehrwert erzielt werden. «Weiter möchten wir persönlich und digital überzeugen sowie die Erträge sicherstellen und diversifizieren, damit wir die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft etwas reduzieren können.»
Bedeutendste Hypothekarbank im Kanton Obwalden
Die OKB werde ihren eingeschlagenen, nachhaltigen Wachstumspfad fortsetzen. Die konsequente und weitsichtige Kostendisziplin soll in Übereinstimmung mit den strategischen Investitionen und Ausgaben im Rahmen der Strategieumsetzung eingehalten werden.
Bankratspräsident Toni Hofer hielt am Dienstag fest, das Geschäftsergebnis zeige, dass gut gearbeitet worden sei. Insbesondere habe die OKB ihre Marktstellung als bedeutendste Hypothekarbank im Kanton Obwalden weiter stärken können. Hofer sieht als zentrale Faktoren für den erfolgreichen Geschäftsgang, dass die OKB eine klare Strategie verfolge und eine konsequente Kundenorientierung habe. Dazu würden alle der über 200 Mitarbeitenden beitragen.



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