Finanzen

Deutlich besser als erwartet: Neuheimer Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von rund 4,4 Millionen Franken

Der budgetierte Ertragsüberschuss wurde bei weitem übertroffen. Grund dafür sind unter anderem markant höhere Steuererträge.
Die Gemeinde Neuheim aus der Vogelperspektive.
Bild: Jakob Ineichen (Neuheim, 27. 1. 2026)

Die Jahresrechnung 2025 der Einwohnergemeinde Neuheim schliesst mit einem Gewinn von rund 4,4 Millionen Franken und damit deutlich besser ab als budgetiert. Der budgetierte Ertragsüberschuss von 842’200 Franken wurde damit um rund 3,5 Millionen Franken übertroffen. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung, den gesamten Ertragsüberschuss dem Eigenkapital zuzuweisen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der «sehr erfreuliche Abschluss» sei Ausdruck einer positiven Entwicklung. «Neuheim gewinnt weiter an Attraktivität als Wohn- und Lebensraum. Die wirtschaftliche Dynamik wirkt sich direkt auf die Steuererträge aus.» Gleichzeitig würden mit dem Wachstum die Anforderungen steigen. So würden die Aufgaben vielfältiger, Prozesse komplexer und Erwartungen höher. «Der aktuelle Ertragsüberschuss zeigt jedoch, dass die Gemeinde diese Entwicklung derzeit gut bewältigt und finanziell solide aufgestellt ist.»

Grund für das positive Ergebnis sind unter anderem markant höhere Steuererträge. Bei den natürlichen Personen ergibt sich laut Mitteilung eine Zunahme von knapp 44 Prozent, bei den juristischen Personen sind es rund 2 Prozent. Das heisst: Neuheim gelang es offenbar, vermögende Zuzüger anzuziehen. Auch die Grundstückgewinn- sowie die Erbschafts- und Schenkungssteuern fallen höher aus als erwartet.

Die Tabelle zeigt die Kennzahlen der Gemeinde Neuheim.
Bild: zvg

Der Beitrag aus dem Zuger Finanzausgleich (ZFA) beträgt rund 8,6 Millionen Franken und liegt damit erneut auf einem hohen Niveau. Neuheim gehört schon lange zu den Nehmer-Gemeinden. «Der Finanzausgleich ist für Neuheim von zentraler Bedeutung», schreibt der Gemeinderat. Man gehe mit diesen Mitteln verantwortungsvoll um. «Das zeigt sich insbesondere beim Steuerfuss, der bewusst nur zurückhaltend und im Sinne des Finanzausgleichs angepasst wird.»

Aufwand insgesamt unter Budget

Der Gesamtaufwand blieb unter den budgetierten Werten. Der Personalaufwand (inklusive Schule) beträgt 8,8 Millionen Franken und liegt damit leicht unter dem Budget. Die geplante Aufstockung der Personalressourcen wurde gemäss Mitteilung grösstenteils umgesetzt. Der Sach- und übrige Aufwand beträgt 4,2 Millionen Franken und liegt 327’310 Franken unter Budget. Die Gründe für den tieferen Aufwand seien unter anderem eine vermehrte interne Leistungserbringung dank zusätzlicher Personalressourcen sowie eine Verschiebung oder Verzögerung einzelner Projekte.

Die Nettoinvestitionen – sie belaufen sich auf knapp 3 Millionen Franken – konnten vollständig ohne zusätzliche Verschuldung finanziert werden. Das Eigenkapital beträgt per Ende letztes Jahr 23,9 Millionen Franken, was einem Pro-Kopf-Vermögen von 3431 Franken entspricht.

Entsprechend zeigt sich der Neuheimer Gemeinderat zufrieden mit der Finanzsituation: Das Ergebnis bestätige «die Attraktivität der Gemeinde sowie die Wirkung einer vorausschauenden Finanzpolitik». Gleichzeitig sei klar: Wachstum bringe Verantwortung. «Die Gemeinde wird ihre Strukturen, Ressourcen und Leistungen weiterhin gezielt weiterentwickeln, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.»

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