
Nur knapp hat der Kanton Zug einen neuen Rekord beim Ertragsüberschuss verfehlt. Angesichts der Höhe des Betrags dürfte sich der Ärger darüber jedoch in Grenzen halten. Für das Jahr 2025 kann der Kanton Zug nämlich einen satten Überschuss von 429,4 Millionen Franken vorweisen, wie die Finanzdirektion am Mittwoch mitteilt – im Rekordjahr 2023 waren es sogar 461,3 Millionen Franken.
Der Überschuss ergibt sich aus einem Ertrag von 2,4 Milliarden Franken und einem Aufwand von 2 Milliarden Franken. Beim Ertrag liegt der Kanton dabei um 157 Millionen Franken (7 Prozent) höher als budgetiert. Grund dafür sind die höheren Fiskalerträge, insbesondere bei den natürlichen Personen. Dieser Posten liegt 100 Millionen Franken über dem Budget. Finanzdirektor Heinz Tännler führt die Mehreinnahmen auf Steuerdeklarationen für frühere Jahre sowie «neu zugezogene steuerstarken Personen und erfreuliche Entwicklungen bei bereits Ansässigen».
Dem steht ein Aufwand gegenüber, der um 41,1 Millionen Franken (2 Prozent) tiefer als budgetiert ausgefallen ist. Grund dafür seien hauptsächlich Minderaufwände beim Transferaufwand und den Abschreibungen, heisst es in der Mitteilung. Auch beim Personalaufwand sowie Sach- und übriger Betriebsaufwand seien tiefere effektive Kosten angefallen. Für Tännler ein Beweis für die «hohe finanzielle Disziplin» sowie den «gezielten und bedarfsgerechten Einsatz der Mittel».
Eigenkapital beläuft sich auf 3 Milliarden Franken
In der Investitionsrechnung wurden insgesamt 204,7 Millionen Franken verbucht, womit das Budget um 8,4 Millionen Franken unterschritten wird. Zu den grossen Projekten des vergangenen Jahres zählen etwa der Durchbruch beim Tunnel Städtlerwald als Teil der Umfahrung Cham-Hünenberg, der Baustart der Provisorien für den neuen Hauptstützpunkt der Zugerland Verkehrsbetriebe AG sowie den Neubau des Rettungsdienstes und der Verwaltung in der Stadt Zug. In der Mitteilung erwähnt werdenauch die Instandsetzung des Theilerhauses in Zug und die Inbetriebnahme des Provisoriums der neuen Kantonsschule in Rotkreuz. Die Investitionen konnten dabei vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Auch die weiteren Kennzahlen sind aus Sicht des Kantons erfreulich: Das Finanzvermögen hat zugenommen und beläuft sich auf 3,4 Millionen Franken. Das Verwaltungsvermögen nimmt durch die Investitionen und die Abschreibungen um 98,7 Millionen Franken auf 664,5 Millionen Franken zu. Das Eigenkapital beläuft sich per Jahresende auf 3 Milliarden Franken. Tännler schreibt von einer «solide Vermögens- und Finanzlage», dank der künftige Investitionen finanziert, aber auch finanzieller Spielraum für kommende Herausforderungen beibehalten werden könne.
+++Update folgt+++




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