Die von der Luzerner Mitte lancierte Gesetzesinitiative «Gegen Fangewalt» findet auch in der Kommission Justiz und Sicherheit (JSK) des Kantonsrates wenig Anklang. Das Volksbegehren verlangt zusätzliche Massnahmen gegen Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen. Der Kantonsrat hatte die Initiative im September 2025 für teilungültig erklärt und dem Regierungsrat Zeit für einen Gegenentwurf eingeräumt.
Dieser setzt dabei auf ein breites Massnahmenpaket im Polizeigesetz, den sogenannten «Luzerner Weg». Künftig sollen Veranstalter stärker in die Pflicht genommen, Prävention und Dialog ausgebaut sowie Videoüberwachung bei Fanmärschen und beim Einlass gesetzlich verankert werden. Auch bauliche Sicherheitsmassnahmen und ein Konzept für die An- und Rückreise von Gästefans sind vorgesehen.
Auf national zu regelnde Punkte wie obligatorische Identitätskontrollen beim Einlass verzichtet der Gegenvorschlag. Wie es in einer Mitteilung der JSK heisst, sieht die Kommission es gleich wie der Regierungsrat. Die JSK lehne die Initiative grossmehrheitlich ab und beantragt dem Kantonsrat, dem Gegenvorschlag zuzustimmen. Der Kantonsrat wird die Vorlage in der März-Session beraten. (sfr)



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