Der Emmer Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr bereits Interesse signalisiert. Nun gesellt sich die Mitte-Fraktion des Emmer Einwohnerrates hinzu: Per Postulat fordert sie den Gemeinderat auf, eine Verlängerung des Seilbahnprojekts «Citylink» von der Stadt Luzern bis zum Bereich Seetalplatz in Emmen zu prüfen.
Vorgesehen im Projekt ist eine Seilbahn vom Gebiet Ibach in Luzern via Luzerner Kantonsspital bis ins Stadtzentrum, die teilweise unterirdisch verlaufen soll. Damit soll der Strassenverkehr in der Stadt entlastet werden, unter anderem von Reisecars.
Die Mitte-Fraktion fordert nun, dass der Gemeinderat «die Chancen und Risiken sowie die Realisierungsmöglichkeiten» des Projekts prüft. Konkret will die Mitte wissen, ob und wie eine Verlängerung vom Ibach zum Seetalplatz realisierbar ist und welche Vorkehrungen nötig sind, damit sich die Gemeinde Emmen an Planungen und Diskussionen zum Projekt beteiligen kann. Weiter will die Fraktion wissen, ob sich die Seilbahn in den ÖV und dessen Tarifsystem integrieren liesse.
Schliesslich stellt die Fraktion noch die Frage, ob der Emmer Gemeinderat im Austausch mit den privaten Initianten des Projekts, der Stadt Luzern und industriellen Partnern des Projekts sei. Falls nicht, solle der Gemeinderat schnellstmöglich den Austausch suchen, damit die «einmalige Chance» der Gemeinde nicht entgehe.
Erst Ende August hatte die Bau-, Umwelt und Mobilitätskommission des Grossen Stadtrates von Luzern die Initiative «City Link Luzern» zur Annahme empfohlen. Der Luzerner Stadtrat hingegen lehnt das Projekt ab: Er findet es weder notwendig, noch zweckmässig. Er erachtet die Seilbahn als unverhältnismässig und sieht darin ein finanzielles Risiko, während die Kommission einen «innovativen Ansatz» zur Lösung der Carparkierung sieht.
Als Nächstes wird das Luzerner Stadtparlament über das Projekt befinden. Die Luzerner Stimmbevölkerung wird sich im kommenden Frühjahr an der Urne dazu aüssern können. (gwa)




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