Unterricht im Spital

Luzerner Kantonsrat beschliesst Beitritt zur Spitalschulvereinbarung

Kinder und Jugendliche erhalten auch im Spitalbett Schulunterricht, wenn es ihre Gesundheit zulässt. Mit dem Beitritt zu einer interkantonalen Vereinbarung regelt der Kanton Luzern nun, wer für die Kosten aufkommt.

Luzern tritt der interkantonalen Spitalschulvereinbarung (ISV) bei: Das hat der Kantonsrat bei der Erstberatung am Montag mit 88 gegenüber 26 Stimmen beschlossen. Die ISV regelt, welcher Kanton die Kosten übernimmt, wenn Kinder und Jugendliche während eines Spitalaufenthalts schulisch unterrichtet werden. Die zusätzlichen Kosten werden für Luzern auf rund 45'000 Franken pro Jahr beziffert. Dafür wird laut der Regierung der Unterricht in den Spitälern harmonisiert.

Gegen den ISV-Beitritt sprach sich die SVP aus. Sie befürchtete mehr Bürokratie, aber weniger Leistungen für erkrankte Kinder. Zu Diskussionen führte auch, dass der Unterricht nicht mehr ab dem ersten, sondern frühestens ab dem siebten Spitalaufenthaltstag startet. (avd)

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