Jedes Jahr ein neuer Übernachtungsrekord: Die Stadt Luzern erlebt seit einiger Zeit einen wahren Tourismus-Boom. Das Erfreuliche daran: Mit jeder zusätzlichen Übernachtung fliessen auch mehr Kurtaxen-Gelder in die Stadtkasse. Letztes Jahr nahm die Stadt 4,5 Millionen Franken an Kurtaxen ein. Das Geld ist in erster Linie für die Aktivitäten der Organisation Luzern Tourismus vorgesehen. Von den Kurtaxen fliessen zudem maximal 0,5 Millionen Franken in einen separaten Veranstaltungsfonds. Damit werden Grossanlässe wie Fumetto, das Lilu-Festival oder der SwissCityMarathon unterstützt.
Diese Obergrenze von 0,5 Millionen soll nun gestrichen werden. Das fordert die SP in einem Postulat im Stadtparlament. Die SP begründet dies damit, dass wegen der steigenden Übernachtungszahlen immer mehr Geld zur Verfügung steht – der Veranstaltungsfonds könne davon aber nicht profitieren, solange die 0,5 Millionen-Grenze besteht. Es sei insbesondere auch im Interesse der lokalen Bevölkerung, dass Veranstaltungen stärker gefördert werden.
Der Stadtrat ist offen für die Idee, wie er in seiner Antwort auf das Postulat schreibt. Eine Streichung des 0,5-Millionen-Deckels werde im Rahmen der neuen Leistungsvereinbarung mit der Luzern Tourismus AG geprüft. Die neue Leistungsvereinbarung gilt für die Jahre 2028-2031 und ist aktuell in Erarbeitung. (rk)




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