Die Stadt Luzern soll ein Netz an öffentlichen Ladestationen aufbauen. Das hat das Stadtparlament im vergangenen Herbst beschlossen. Jetzt geht’s an die Umsetzung. Der Stadtrat hat insgesamt 18 Standorte auf öffentlichem Grund definiert, auf denen er Ladesäulen installieren will.
Genauer gesagt: Die Stadt sorgt für die Erschliessung dieser Standorte. Den eigentlichen Bau der Ladesäulen und deren Betrieb will der Stadtrat Privaten überlassen. Dazu hat er jetzt eine Ausschreibung gestartet. Interessierte Firmen können sich um eine Konzession bewerben. Die Konzession ist zunächst für eine Dauer von 15 Jahren ausgelegt. An jedem Standort sollen mehrere Ladesäulen angeboten werden.
Das sind die Standorte auf öffentlichem Grund:
Rechtes Seeufer:
- Brüelmoos/Verkehrshaus: 24 Plätze, max. Gesamtleistung 420 kW.
- Schubertstrasse: 2 Plätze, 100 kW.
- Libellenstrasse: 2 Plätze, 80 kW.
- Parkplatz Utenberg: 2 Plätze, 50 kW.
- Bergstrasse: 2 Plätze, 20 kW.
Innenstadt:
- Säli-Schulhaus: 12 Plätze, max. Gesamtleistung 280 kW.
- Kreuzung Bleicher-/Bundesstrasse: 4 Plätze, 160 kW.
- Berglistrasse (Altersheim): 2 Plätze, 140 kW.
- Sempacherstrasse: 6 Plätze, 100 kW.
- Bireggstrasse: 6 Plätze, 80 kW.
- Winkelriedstrasse: 2 Plätze, 40 kW.
Allmend
- Eichwaldstrasse: 4 Plätze, max. Gesamtleistung 70 kW.
- Allmend/Schützenhaus: 2 Plätze, 20 kW.
- Eichmattstrasse: 2 Plätze, 20 kW.
Littau/Reussbühl:
- Schulhaus Matt: 6 Plätze, max. Gesamtleistung 170 kW.
- Täschmattstrasse: 6 Plätze, 170 kW.
- Friedhof Staffeln: 2 Plätze, 140 kW.
- Friedhof Littau: 4 Plätze, 100 kW.
In den Ausschreibungsunterlagen sind auch die Konditionen ersichtlich, zu denen die Stadt die Lade-Standorte abgibt. So wird pro installiertem Kilowatt Leistung eine jährliche Grundgebühr von 5 Franken fällig. Weiter zwackt die Stadt eine verbrauchsabhängige Gebühr von maximal 3 Rappen pro Kilowattstunde ab. Wie viel das Laden am Ende für die Autofahrenden kosten wird, hängt vom Preismodell des Betreibers ab. In der Innenstadt werden zudem noch Parkgebühren fällig – die Ladeplätze gelten nämlich offiziell als Parkplätze.
Wer den Zuschlag für die 18 Lade-Standorte erhält, wird die Stadt im kommenden Juli entscheiden. Naheliegend ist, dass sich die Energieversorger EWL und CKW bewerben werden, da diese bereits über ein Netz an Ladestationen verfügen. Aber auch andere Betreiber können sich melden.
Zu einem späteren Zeitpunkt will die Stadt weitere neun Standorte ausschreiben. Diese sind aber noch nicht definiert. Klar ist aber, dass diejenigen, die jetzt den Zuschlag erhalten, bei der zweiten Ausschreibung privilegiert behandelt werden.



Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.