
Das alljährlich mit Spannung erwartete, bestgehütete Geheimnis der Zunft zu Safran wurde beim Jahresbot im Hotel Schweizerhof am Samstag kurz nach 19 Uhr gelüftet: Die Zünftler wählten den in Horw wohnhaften Stefan Hug-Meyer zum Zunftmeister und Fritschivater 2026.
Begleitet wurde der 52-Jährige beim anschliessenden Medientermin von seinem Vater Josef «Pepi» Hug – ein Auftritt mit Symbolkraft. Denn das Zunftmeisteramt liegt offensichtlich in der Familie, ja den Hugs vielleicht gar in den Genen: «Pepi» Hug amtierte 1999 als Zunftmeister, der Grossvater präsidierte die Zunft 1967, der Urgrossvater bereits 1922. Vier Generationen Hug haben damit Zunftgeschichte mitgeschrieben.

Entsprechend kam die Wahl für den Neugewählten nicht ganz überraschend. «Ich wusste, es könnte einmal so weit kommen», sagte Stefan Hug. Gleichzeitig sei ihm bewusst, welche Verantwortung das Amt mit sich bringe. «Ich freue mich darauf, die Zunft und ihre Grundwerte würdig vertreten zu dürfen.» Auf die Frage, wie er sich nach der Wahl fühle, antwortete der Neugewählte mit einem Augenzwinkern: «Mindestens 500 Gramm schwerer – wegen der Zunftinsignien.» Der Respekt vor dem Amt sei aber deutlich grösser als das zusätzliche Gewicht. Rund 250 Termine wird der Fritschivater in diesem Jahr wahrnehmen.
Begleitet und unterstützt wird er dabei von seiner Frau Sibylle Hug-Meyer. «Ohne den Rückhalt der Familie ist dieses Amt kaum zu bewältigen.» Er blicke mit grossem Respekt, aber auch mit viel Freude auf das Amtsjahr.

Stefan Hug ist seit 2005 Mitglied der Zunft zu Safran und engagierte sich seither in verschiedenen Funktionen und Kommissionen. Die Wahl zum Zunftmeister erfolgt traditionsgemäss durch den amtierenden Zunftmeister und dessen beiden Vorgänger – ein streng gehütetes Verfahren. Der Auserwählte erfährt erst am Bot von seiner Wahl.
Ein Zahnarzt und passionierter Imker
Beruflich ist Hug als Zahnarzt tätig: Nach dem Medizinstudium und der Promotion an der Universität Bern spezialisierte er sich auf die Zahnmedizin und führt heute eine eigene Zahnarztpraxis in Kriens. Der zweifache Vater ist zudem passionierter Imker.
Hat die Zunft zu Safran auch in Erwägung gezogen, aufgrund der tragischen Ereignisse in Crans-Montana den Jahresbot allenfalls zu verschieben? Eine Verschiebung der Versammlung sei diskutiert worden, erklärte Adriano Gerussi von der Informationskommission. Da es sich beim Bot im Grunde genommen um eine Generalversammlung und nicht um einen Unterhaltungsanlass handle, habe man schliesslich am Datum festgehalten. «Wir haben aber in der Versammlung innegehalten und der Opfer würdevoll gedacht», sagte Gerussi.



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