Kanton Luzern

Weniger Lachgas: Landwirtschaftsbetriebe setzen Massnahmen um

Das klimaschädliche Treibhausgas soll reduziert werden. Während acht Jahren setzen teilnehmende Landwirtschaftsbetriebe verschiedene Massnahmen um.

Ein neues Projekt will Lachgasemissionen auf Landwirtschaftsbetrieben um 20 Prozent reduzieren. Das schreibt der Kanton Luzern in einer Mitteilung. Teilnehmende Betriebe sollen dabei ihr Produktionsniveau und die Bodenfruchtbarkeit aufrechterhalten können. Dafür stehen ihnen verschiedene Massnahmen aus den Bereichen Düngung, Fütterung und Boden zur Verfügung. Beispielsweise der Einsatz von Pflanzenkohle oder das Ausbringen von Hofdünger mittels Verschlauchung.

Die Betriebe setzen die Massnahmen ab 2027 während insgesamt acht Jahren um. Dabei wird untersucht, welche sich in der Praxis bewähren. Das Projekt umfasst die Wahlkreise Sursee sowie Hochdorf und wird von der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope wissenschaftlich begleitet. Das Bundesamt für Landwirtschaft und der Kanton Luzern unterstützen es finanziell. Interessierten Betrieben steht die Anmeldung zum Projekt offen.

Lachgas ist ein stark klimaschädliches Treibhausgas, das rund 300-mal stärker als CO2 wirkt, schreibt der Kanton. In der Landwirtschaft entsteht Lachgas vor allem nach der Stickstoffdüngung im Boden. Bei Bodenverdichtungen sind die Bedingungen für die Entstehung von Lachgas besonders günstig. Ein effizienter Einsatz von Stickstoff und ein möglichst schonender Umgang mit dem Boden sind deshalb wichtige Ansatzpunkte, um Lachgasemissionen zu reduzieren. (fmü)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)