Flüchtlingswesen

Kanton Luzern sucht Wohnungen für Geflüchtete

Dem Kanton Luzern gehen die Zweitunterbringungsplätze aus. Liegenschaftsbesitzer sind dazu aufgerufen, freie Wohnungen zu melden.

Der Kanton Luzern befindet sich im Asyl- und Flüchtlingswesen weiterhin in der besonderen Lage. Weil die bestehenden Unterkünfte stark ausgelastet sind und in den kommenden Jahren zahlreiche Wohnplätze wegfallen, sucht der Kanton «dringend» zusätzlichen Wohnraum für Geflüchtete, heisst es in einer Meldung am Mittwoch. Insbesondere Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen werden aufgerufen, freie Objekte oder Zwischennutzungen zu melden. Aktuell betreut der Kanton 5800 Menschen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich, zwischenzeitlich waren es 6000.

Monatlich weist der Bund Luzern rund 100 weitere Asylsuchende zu, saisonbedingt dürfte diese Zahl in den kommenden Monaten steigen. Eine erneute Notlage oder eine Zuweisung auf die Gemeinden sei derzeit jedoch kein Thema, heisst es weiter.

Besonders knapp sind Wohnungen für die Zweitunterbringung. Deshalb bleiben Betroffene heute durchschnittlich zwölf statt vier bis sechs Monate in Kollektivunterkünften. Das belaste die Unterkünfte und erschwere die Integration, schreibt die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen. Gleichzeitig gehen bis Ende Jahr rund 100 und bis Ende 2027 weitere 500 Wohnplätze verloren, weil befristete Mietverträge und Zwischennutzungen verloren gehen. (rem)

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