Der Kanton Luzern lockert die Massnahmen gegen die Waldbrandgefahr. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage wird die Gefahrenstufe per sofort von «gross» auf «erheblich» zurückgesetzt. Das teilte der Kanton am Donnerstag mit. Damit gilt neu noch ein bedingtes Feuerverbot.
Zur Entspannung beigetragen hätten die Niederschläge, die höhere Luftfeuchtigkeit und die kühleren Temperaturen. Allerdings seien die Regenmengen regional unterschiedlich ausgefallen. Vor allem im nördlichen Kantonsteil sei weiterhin grosse Vorsicht geboten, da die Waldböden nur oberflächlich befeuchtet worden seien.
In der Mitteilung wird deshalb dazu aufgerufen, ausschliesslich fest eingerichtete Feuerstellen zu benutzen. Feuer sollen nie unbeaufsichtigt bleiben und vor dem Verlassen vollständig gelöscht werden. Bei starkem Wind wird vom Entfachen eines Feuers abgeraten. Zudem dürfen keine Raucherwaren oder Streichhölzer achtlos weggeworfen werden.
Noch keine Entspannung für Bäume
Der aussergewöhnlich trockene und heisse Sommer wirke nach, schreibt der Kanton. Für tief wurzelnde Bäume und das Grundwasser bedeute der jüngste Regen noch keine nachhaltige Entspannung. Bereits gefallenes Laub könne rasch wieder austrocknen. Entsprechend bestehe weiterhin die Gefahr, dass Grillfunken, Raucherwaren oder Feuerwerkskörper Brände auslösen.
Die Lockerung erfolgte in Absprache mit dem Feuerwehrinspektorat der Gebäudeversicherung Luzern sowie den Zentralschweizer Kantonen. Das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe war Ende Juni eingeführt und Anfang August auf das gesamte Freie ausgeweitet worden. Ende August wurde es erstmals gelockert. Laut Kanton hielt sich die Bevölkerung weitgehend an die Vorgaben. Grössere Brände blieben aus. (sfr)



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