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Kanton Uri

Josef Schuler leitet neu den Verein Tourismus Isenthal

An der Generalversammlung standen personelle Veränderungen und ein umfassender Rückblick auf ein arbeitsreiches Vereinsjahr im Zentrum.

Nach elf engagierten Jahren trat Präsident Bruno Imholz aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein langjähriger Einsatz für Infrastrukturprojekte, den Isenthaler Handwerksmarkt, neue Wanderwege und die regionale Vernetzung mit Uri und Nidwalden wurde mit grossem Applaus verdankt. Für eine zweijährige Übergangszeit liess sich Vizepräsident Josef Schuler fürs Präsidium verpflichten.

Der Lions Club Herrliberg arbeitete im September 2025 am Picknickplatz des Rundwegs Gitschenen und übernahm einen Teil der Kosten.
Bild: zvg

Verabschiedet wurde an der Versammlung im Hotel Urirotstock Aktuar Jürg Annen. Mit Applaus neu in den Vorstand gewählt wurden Luzia Bissig und der ehemalige Gemeindepräsident Patrick Zurfluh. Damian Sües, Geschäftsleiter von Nidwalden Ost und Tanja Müller von Uri Tourismus lobten den vorbildlichen Einsatz des Vereins.

Wandern entlang der lebendigen Traditionen

Im Jahresbericht zeigte Josef Schuler die Meilensteine des Vereinsjahrs auf: Mit positiven Zahlen konnte das NRP-Naturwegprojekt «Urner Sagenweg» abgeschlossen werden. Nach jahrzehntelanger Aufbauarbeit verfügt Isenthal nun über zehn Themenwege, meist entlang von Kleinseilbahnen - und sie bieten Wandergästen eine Erlebnisregion, die Traditionen und Naturwerte verbindet. Tatkräftig unterstützt wurde das Sagenprojekt durch die Neue Regionalpolitik, die Urner Kantonalbank, die Dätwyler Stiftung und den Verein Schweizer Wanderwege. Die Eröffnung erfolgte im Mai 2025 -im Rahmen des nationalen Festivals der Natur – zusammen mit dem Verein Urner Wanderwege und im Beisein von Arne Dunkers, Leiter des Klimahauses Bremerhaven. Das Museum zeigt Isenthal und die Auswirkungen des Gletscherschwunds im Urirotstockgebiet.

Dank der Dätwyler Stiftung konnte für Isenthaler Vereine der Kurs «Fit für die digitale Vereinsarbeit» durchgeführt werden.
Bild: zvg

Ein weiterer Höhepunkt war die Neueröffnung des ehemaligen Restaurant Tourist als Coworking-Guesthouse «dasco.ch». Es richtet sich an Zielgruppen wie Firmen oder digitale Nomaden und verbindet Arbeiten und Freizeit, auch Gemeinschaft und Austausch. Bis Juni 2026 wird ein Hochschulprojekt zur besseren Vermarktung abgeschlossen.

Viel Arbeit steckte der Verein in den Unterhalt des 120 Kilometer langen Wanderwegnetzes. Mehrere Freiwilligentage, ein Lions-Club-Arbeitstag und die intensive Oktoberwoche mit Lernenden der Feller AG wurden geleistet. Ein besonderes Erlebnis war der Gemeinschaftstag mit den Schulkindern zur Sanierung des Bärenwegs. Mit dem neu eröffneten Harder-Fussgängertunnel am Weg der Schweiz konnte die Sicherheit, aber auch die Attraktivität des viel begangenen Wegs erhöht werden.

Auch die Publikumsveranstaltungen der Isenthaler Vereine und der Dorf- und Bergrestaurants bereicherten das Gästejahr.

SRF-Kulturplatz: Was bringt Bergkultur?

Erstmals publizierte der Verein einen digitalen Sommer- und Winterveranstaltungskalender, der in touristischen und kantonalen Agenden aufgeschaltet wurde. Die Zusammenarbeit mit Uri und Nidwalden Tourismus wurde intensiviert. Nach der vereinbarten Auflösung des Vereins Tourismusregion Klewenalp (VTRK) schloss die Gemeinde eine neue Leistungsvereinbarung mit Nidwalden Tourismus «Juiz!» ab.

Zusammen mit Lehrpersonen und Schulkindern erneuerte der Vorstand den beliebten Isenthaler Bärenweg. Er liegt am Sagenweg oberhalb des Dorfs.
Bild: zvg

Ein weiterer Höhepunkte war der Auftritt der Jungformation «Chlitalsträssler» in der SRF-Sendung «Potzmusig». Erfreulich war auch der halbstündige Dokumentarfilm über die Kulturarbeit der IG Maisander Gitschenen im Sendegefäss SRF-Kulturplatz. Rund 250 Wanderfreunde aus der ganzen Schweiz beteiligten sich an der nationalen Bergkampagne «26 Summits». Auf den 26 Schweizer Berggipfeln konnte man Punkte sammeln und Preise gewinnen, für Uri war dies der Aussichtsberg Schartihöreli.

Für Isenthal war es im Juni eine Ehre, rund 80 Gönner und Gönnerinnen der Patenschaft für Berggemeinden ein reiches kulturelles Tagesprogramm zu bieten. Der Tourismus im Bergtal lebt seit jeher von seiner Ruhe und Ursprünglichkeit, aber ebenso von viel Engagement und starken Partnerschaften. Dazu gehört der Mut, neue Wege zu wagen.

Im strukturschwachen Bergtal mit wenig wirtschaftlichen Betrieben ist der naturnahe Tourismus ein wirtschaftlicher Faktor. Er ist aber künftig auf mehr Wertschöpfung und Mehrtagesgäste angewiesen. Der Verein macht sich Sorgen, dass die dringende Transformation der Isleten verhindert werden könnte. Mit dem nun ergänzten Vorstand - und einer klaren strategischen Ausrichtung - wird sich der Verein weiterhin für Zukunftsprojekte und mehr Entwicklung im Tal einsetzen. (zvg/mu)

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