Nach Starkregen

«Relativ grosser Abbruch»: In Horwer Mergelgrube rutschen 2000 Kubikmeter Material ab

Aufgrund des Regens kam es zu einem Murgang in einer stillgelegten Lehmgrube in der Gemeinde Horw.
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Eine grosse Staubwolke zeugt vom Murgang.
Bild: Leserbild: Urs Vock (Horw, 2. 6. 2026)

Am Dienstag kam es in der stillgelegten Mergelgrube Grisigen in Horw zu einem Murgang, wie die Gemeinde auf Anfrage bestätigt. «Aufgrund der Luftbilder ist von einer Grössenordnung von 2000 Kubikmeter auszugehen», erklärte Gemeinderätin und Sicherheitsvorsteherin Astrid David Müller (SVP) nach Rücksprache mit dem Geologen, der das Gebiet am Mittwochvormittag inspizierte. Das sei ein «relativ grosser Abbruch».

Der «letzte Auslöser» dafür sei der Regen gewesen. Aufgrund der Topografie habe es in dieser Gegend schon mehrmals kleinere und mittlere Abbrüche gegeben, erklärt die Sicherheitsvorsteherin weiter. «Die Wand lockert sich nach und nach auf».

Keine weiteren Massnahmen

Als Sofortmassnahmen wurden am Dienstag die Schwendelbergstrasse und der Wanderweg mit einem Absperrband gesperrt. Die Polizei und Feuerwehr waren vor Ort. Gemäss Angaben der Feuerwehr wurden «weder Personen noch Tiere verletzt». Diese temporären Absperrungen seien nach der Begutachtung durch den Geologen wieder entfernt worden.

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Der Murgang hat deutlich sichtbare Spuren im Gelände hinterlassen.
Bild: Leserbild: Urs Vock (Horw, 2. 6. 2026)

«Weitere Massnahmen sind nicht notwendig», erklärt David Müller. Es bestehe keine Gefahr, «ein allfälliger Abbruch» könne «problemlos aufgefangen werden», denn die ehemalige Grube als Auffangraum sei sehr gross. «Das Areal der Grube ist abgesperrt, da ein Zutrittsverbot besteht.» Das Areal gehört der AGZ Ziegeleien AG. Bis 2001 wurde dort Mergel abgebaut, mittlerweile wird die Grube renaturiert.

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