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Kalte Orte in der Stadt Luzern

Betagte sollen bei Hitzewellen in die Kirche, ins Museum und zum Bäcker

Alte Menschen sind besonders gefährdet, wenn es im Sommer extrem heiss wird. Die Stadt kümmert sich nun speziell um diese Menschen.

7700 Bewohnerinnen und Bewohner, die über 75 Jahre alt sind und nicht in einer Institution wohnen, erhalten Post von der Stadt Luzern: Im Schreiben werden sie über ein präventives Angebot zum Schutz vor Hitzewellen informiert. Neu in diesem Jahr: Erstmals präsentieren die Behörden eine Stadtkarte mit kühlen Räumen, die von der älteren Bevölkerung bei Hitze aufgesucht werden können.

Stadt definiert 36 «Cool Spots»

Konkret sind 36 kühle Räume und weitere Aufenthaltsorte angegeben und auf einer Karte eingezeichnet, die bei Hitze als Rückzugsorte dienen können. «Es handelt sich dabei um Innenräume, die eine kühle oder angenehme Temperatur aufweisen», teilt die Stadt am Mittwoch mit. So finden sich auf dieser Liste viele Kirchen, aber auch Museen, Bibliotheken und sogar der Standort der Confiserie Bachmann im Tribschen, vermerkt allerdings mit dem Zusatz «konsumpflichtig». Mit dieser Liste der kühlen Räume zum Schutz vor Hitzewellen erfüllt die Stadt einen politischen Auftrag nach einem Vorstoss.

Für die Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz sei es gerade in Zeiten der Klimakrise wichtig, die Stadtluzerner gut über die Hitzeproblematik zu informieren; Setz wird in der Mitteilung so zitiert: «Mit der neuen Karte der kühlen Rückzugsräume werden insbesondere diejenigen Personen auf die Hitze sensibilisiert, die am meisten darunter leiden.»

Hitzetage mit Temperaturen von 30 Grad und mehr können insbesondere für ältere Menschen zu ernsthaften gesundheitlichen Belastungen führen, warnt die Stadt Luzern. Wer möchte, kann sich ab dem dritten aufeinanderfolgenden Hitzetag einmal täglich durch das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Luzern anrufen lassen. Der bereits etablierte Anrufdienst richtet sich an über 75-Jährige, die in ihrem Alltag auf sich allein gestellt sind und nicht auf Familie, Bekannte oder Nachbarschaft zählen können. Der Anruf erfolgt durch eine freiwillige Person des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Kanton Luzern, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch weiter.

Die Stadt Luzern orientiert sich bei den Hitzewarnungen am Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz. Hitzewarnungen erfolgen demnach bei drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einem Mittelwert der Tages- und Nachttemperaturen von 25 Grad Celsius und mehr (Stufe 3). Die Stadt rechnet damit, dass in den nächsten Jahren Hitzetage mit Höchsttemperaturen über 30 Grad Celsius etwa fünfmal häufiger vorkommen als in der Periode 1961 bis 1990. «Diese Entwicklung wird sich in Zukunft fortsetzen. Je nach Fortschreiten des Klimawandels können Hitzetage sogar mehr als zehnmal häufiger werden», schreibt die Stadt weiter und beruft sich dabei auf Meteo Schweiz als Quelle.

041 208 77 77 (Stadt Luzern)
041 329 19 90 (Stadt Kriens)

Kühle Rückzugsorte für Betagte
  • Alterszentrum St. Anna
  • Confiseur Bachmann, Standort Tribschen
  • Elisabethen Park
  • Franziskanerkirche
  • Hofkirche
  • im Bergli
  • Jesuitenkirche
  • St. Anton Kirche
  • St. Johannes Kirche
  • St. Karl Kirche
  • St. Michael Kirche
  • St. Paul Kirche
  • St. Philipp Neri Kirche
  • St. Theodul Littau
  • Kunstmuseum Luzern
  • Neubad
  • Peterskapelle
  • Ref. Kirche Weinbergli
  • Ref. Lukaszentrum Steinhof
  • Luzern Viva Luzern Staffelnhof
  • Zentral- und Hochschulbibliothek
  • Bibliothek Ruopigen
  • Bourbaki
  • Der MaiHof
  • Ref. Kirche Littau-Reussbühl
  • Tertianum Bellerive Vicino Littau
  • Vicino Neustadt
  • Vicino Schönbühl
  • Vicino Wesemlin
  • Vicino Würzenbach
  • Viva Luzern Dreilinden
  • Viva Luzern Eichhof
  • Viva Luzern Rosenberg
  • Viva Luzern Wesemlin
Die Stadt informiert die Betagten auch über Verhaltensregeln bei Hitze mit diesem Merkblatt.
Bild: Stadt Luzern

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