Hergiswil dürfe sich normalerweise auf ergiebige Quellen und Trinkwasser in bester Qualität verlassen, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Die aktuelle Wetterlage stelle die Versorgung jedoch vor eine Herausforderung: Das natürliche Angebot an Quellwasser nehme kontinuierlich ab, während die Nachfrage (insbesondere durch die hohen Temperaturen) eher ansteigen werde. Ziel der aktuellen Schritte sei es, eine kritische Versorgungssituation von vornherein zu vermeiden.
Der Gemeinderat habe zur Entschärfung der Situation mehrere konkrete Schritte eingeleitet. Ein zentrales Element sei die Aktivierung des Wasserbezugs aus Nachbargemeinden, um die eigenen, schwindenden Quellen zu entlasten. Parallel dazu würden alle nicht zwingend benötigten Dorfbrunnen abgestellt.
Laufende Baustellen seien angewiesen worden, ihren Verbrauch umgehend zu minimieren. Die Bewässerung gemeindeeigener Grünflächen, insbesondere der Sportplätze, werde auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Für den Fall einer weiteren Verschärfung habe die Gemeinde zudem bereits die kantonale Bewilligung eingeholt, um Grünflächen mit Seewasser bewässern zu können. Die entsprechende Umsetzung werde in Koordination mit der Feuerwehr vorbereitet.
Achtsamer Umgang mit der Ressource Wasser
Da der private Verbrauch einen wesentlichen Anteil am Gesamtwasserverbrauch habe, sei die Mithilfe der Bevölkerung entscheidend. Der Gemeinderat bittet alle Haushalte, den Wasserkonsum in den nächsten Tagen bewusst zu hinterfragen und möglichst zu reduzieren.
Insbesondere Tätigkeiten wie das ausgiebige Giessen von Gärten und Rasenflächen, das Befüllen von privaten Pools oder auch besonders langes Duschen benötigten sehr viel Wasser. Ein bewusster Verzicht auf solche grossen Verbraucher könne die Situation spürbar entlasten. Gemeindevizepräsident Christoph Keller betont: «Mit einem achtsamen Umgang mit der Ressource Wasser können wir alle dazu beitragen, die Versorgungslage zu entspannen. Wir appellieren an die gemeinsame Verantwortung für unser Trinkwasser.» Die Situation werde täglich überwacht. Die weitere Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen werde ausschlagegebend sein, ob der Gemeinderat weitere Massnahmen ergreifen müsse. (zvg)



Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.