Dass der Garten beim Haus der Musik in Altdorf auch ein stimmungsvoller Veranstaltungsort ist, zeigt die Reihe «Kultur im Garten» eindrucksvoll. Die Dätwyler Stiftung ermöglicht in diesem Sommer bereits zum sechsten Mal diese unkomplizierten Kulturerlebnisse in besonderer Atmosphäre. Die diesjährige Ausgabe verbindet neue Volksmusik, Mundartmusik und Literatur.
Urner Tigets-Soirée
Den Auftakt der Konzertreihe macht am Donnerstag, 30. Juli, die «Urner Tigets-Soirée» mit Hanspeter Müller-Drossaart und Peter Gisler. Im Zentrum des Programms stehen Texte aus dem Werk «Hiäsigs» von Hanspeter Müller-Drossaart. Der im Kanton Uri aufgewachsene Schauspieler zählt zu den profiliertesten Persönlichkeiten der Schweizer Kulturszene. Als Autor beschäftigt er sich mit Sprache, Dialekten, Heimat und den kleinen Beobachtungen des Alltags. Seine Geschichten und Gedichte bewegen sich zwischen Heiterkeit und Nachdenklichkeit und machen die sprachliche Vielfalt der Region auf eindrückliche Weise erlebbar.

Musikalisch ergänzt wird die Lesung durch Peter Gisler, der mit Kontrabass und Schwyzerörgeli eigene Akzente setzt. Literatur und Musik treten dabei in einen Dialog und eröffnen unterschiedliche Zugänge zu denselben Themen. So entsteht ein Abend, der sich zwischen Erzählkunst, Mundart und musikalischer Tradition bewegt.
Urschner Mundartmusik
Weiter geht die Konzertreihe am Mittwoch, 5. August, mit Chrigel Baumann und seiner Band. Der aus Andermatt stammende Mundartsänger ist seiner Heimat bis heute eng verbunden. Seine Lieder greifen Eindrücke aus der Bergwelt, aus Naturerlebnissen und aus dem Alltag auf und verbinden diese mit persönlichen Gedanken und Beobachtungen.

Nachdem Chrigel Baumann während vieler Jahre in verschiedenen regionalen Formationen mitgewirkt hatte, erfüllte er sich den langgehegten Wunsch, eigene Mundartlieder zu schreiben und zu veröffentlichen. Seine Musik steht in der Tradition des Schweizer Mundartschaffens und entwickelt daraus eine eigene Handschrift.
New Folk mit Simone Felbers «iheimisch»
Den Abschluss von «Kultur im Garten» gestaltet am Donnerstag, 13. August, die Formation «iheimisch» rund um die Luzerner Jodlerin, Songwriterin und Chorleiterin Simone Felber. Die charismatische Musikerin ist seit diesem Jahr neue Präsidentin des Hauses der Volksmusik in Altdorf und zählt zu den prägenden und kontroversesten Stimmen der neuen Schweizer Volksmusik. Gemeinsam mit den renommierten Instrumentalisten Adrian Würsch am Schwyzerörgeli, Rafael Jerjen am Kontrabass und Polina Niederhauser am Cello erkundet Simone Felber mit «iheimisch» die Potenziale des New Folk.

Die Musik von «iheimisch» verbindet Elemente der Schweizer Volksmusik mit Einflüssen aus Folk, Liedermacherkunst und zeitgenössischer Musik. Jodelgesang, Schwyzerörgeli, Cello und Kontrabass treffen auf neue Klangvorstellungen und schaffen einen Stil, der ebenso in der Tradition verwurzelt wie offen für neue Ausdrucksformen ist.
Die Konzerte finden bei trockener Witterung im Garten beim Haus der Musik an der Bahnhofstrasse 27 in Altdorf statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bei schlechtem Wetter werden die Veranstaltungen im angrenzenden Kirchgemeindehaus der Reformierten Kirche Altdorf durchgeführt. Die Konzerte dauern rund eine Stunde.


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