Die Generalversammlung wurde diesmal in einem etwas feierlicheren Rahmen durchgeführt: Rund 20 Mitglieder und Gäste des Vereins «Freunde des Kellertheaters im Vogelsang» trafen sich am Abend des 8. Mai vor der Jubiläums-GV zu einem gemütlichen Apéro mit Imbiss auf dem Vorplatz und in den Kellergewölben des Kleintheaters. Seit 50 Jahren unterstützen jährlich zahlreiche Spenderinnen und Spender den Betrieb der Altdorfer Kultur-Institution mit einem finanziellen Beitrag. Im vergangenen Jahr 2025 wurden 214 Spenden an den Förderverein überwiesen, die wiederum zu einem namhaften Unterstützungsbetrag für den Betrieb des Kellertheaters führten, wie die Rechnungsführerin Sandra Huber mitteilte. Die Rechnung 2025 wurde von der Revisorin und langjährigen Präsidentin Pia Marty geprüft, zur Annahme empfohlen und von der Versammlung gutgeheissen.
In Ergänzung zu den regulären GV-Traktanden, hatte Präsident Beat Furrer im Archiv des Gönnervereins gestöbert. Er stiess dabei auf Dokumente aus der Gründerzeit, welche nach 50 Jahren bereits als Relikte aus einer anderen Zeit angesehen werden können. Die Welt feierte das Ende des Vietnamkriegs. Abba oder Polo Hofer waren musikalisch angesagt und man rauchte (auch an Versammlungen) noch kräftig drauflos. Ein Kaffee kostete 80 Rappen und das BIP sank um 7 Prozent im Jahr 1975. Umso bemerkenswerter, dass der Förderverein bereits im ersten Jahr seines Bestehens grosszügige Spenden für das Kellertheater erhielt – mit einem (für die damalige Zeit erstaunlich hohen) Jahresbeitrag von 30 Franken pro Mitglied. Der Verein wurde gemäss Gründungsurkunde am Chilbi-Sonntag, 16. November 1975, «mit Wein und Chrapfen» feierlich getauft, wie eine Gründungsurkunde festhielt.
Das Ehepaar Kissling legte damals den Grundstein
Die an der GV 2026 anwesende, damalige Besitzerin der Liegenschaft, Annette Kissling-Muther, stellte im Jahr 1969 zusammen mit Ehemann Fridolin Kissling ihren Keller als Ort für Theatervorführungen zur Verfügung. Und bis heute werden die Kellergewölbe im «Vogelsang» von den langjährigen Besitzern Erich und Jeannette Megert dem Verein «Kellertheater im Vogelsang» zur Verfügung gestellt. Das Ehepaar Kissling legte damals den Grundstein für den bis heute beliebten und aussergewöhnlichen Kulturschauplatz. Annette Kissling bezeichnete das Altdorfer Kellertheater an der Versammlung als «Königin der Schweizer Kleintheater» – wie sie vor einiger Zeit einem Medienbericht entnehmen konnte. Anschliessend beschenkte sie die Jubiläumsversammlung mit einer kurzen Vorführung in Anlehnung an das Theaterstück «Alpärosä Edelwyss», welches 1969 im «Vogelsang» Premiere feierte – gefolgt von weiteren Schächentaler-Geschichten in der Art von «Chlüsers Rosmarie». (zvg)



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