Erstfeld

Die Gemeindewerke erzielen ein solides Ergebnis in bewegten Zeiten

Die Gemeindewerke Erstfeld blicken auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz rückläufiger Erträge bewegt sich das Betriebsergebnis mit 1,61 Millionen Franken im langjährigen Vergleich auf gutem Niveau.

Sinkende Marktpreise und eine unterdurchschnittliche Stromproduktion der eigenen Kraftwerke prägten das vergangene Geschäftsjahr der Gemeindewerke Erstfeld. Insgesamt resultierte ein Betriebsgewinn von 1,61 Millionen Franken. Den grössten Beitrag dazu leistete wiederum die Elektrizitätsversorgung mit einem Ergebnis von 1,54 Millionen Franken, wie es in der Mitteilung der Gemeindewerke Erstfeld heisst. Obwohl Produktions- und Absatzzahlen sanken und deutlich tiefere Erträge als im Rekordjahr 2024 erzielt wurden, sei das finanzielle Ergebnis der Elektrizitätsversorgung gegenüber vergleichbaren Jahren vor der Stromkrise 2021 sehr erfreulich.

Die Kraftwerkzentrale Ripshausen in Erstfeld
Bild: zvg

Auch im Dienstleistungsbereich entwickelte sich das Geschäft anspruchsvoller: Umsatz und Gewinn fielen tiefer aus und führten zu einem Betriebsergebnis von 111’598 Franken. Hauptgrund dafür sei die schweizweit rückläufige Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, die sich auch bei den Gemeindewerke Erstfeld bemerkbar machte. Die Wasserversorgung trug mit 57’992 Franken zum Gesamtergebnis bei. Die regelmässigen Trinkwasseranalysen bestätigten auch im Jahr 2025 eine einwandfreie Wasserqualität.

Versorgung langfristig sichern

Die Konzession des Kantons Uri zum Betrieb der Kraftwerke der Gemeindewerke Erstfeld am Bockibach läuft Ende 2040 aus. Da diese Kraftwerke ein zentrales Element der Erstfelder Stromversorgung sind, beabsichtigen die Gemeindewerke Erstfeld, die entsprechende Konzession auch nach 2040 wieder zu erlangen. Die entsprechenden Abklärungen laufen und im August 2025 wurde die Anfrage um Wiedererteilung der Konzession beim Kanton Uri eingereicht. Gleichzeitig arbeiten die Gemeindewerke daran, die Kraftwerke langfristig weiterzuentwickeln, «um den Betrieb über das Jahr 2040 hinaus effizient und zukunftsorientiert sicherzustellen», wie es in der Mitteilung heisst.

Dank tieferer Energiekosten konnten die Stromtarife per 1. Januar 2026 leicht gesenkt werden. Aufgrund langfristiger Energie-Bezugsverträge sei das Risiko von hohen Preisschwankungen für Strom mittelfristig trotz unsicherer geopolitischer Lage überschaubar. Hingegen bleiben die Anforderungen im Netzbereich aufgrund sinkender Netzabsätze hoch. Als Betreiberin kritischer Infrastruktur sehen sich die Gemeindewerke Erstfeld zudem sowohl in der Strom- als auch in der Wasserversorgung mit steigenden Anforderungen bezüglich Sicherheit, Verfügbarkeit und regulatorischer Vorgaben konfrontiert. Ziel bleibe es, die Bevölkerung von Erstfeld auch künftig zuverlässig, sicher und wirtschaftlich mit Energie und Wasser zu versorgen. (zvg)

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