Luzern

EWL senkt Strompreise für 2027

Gute Nachricht für Konsumentinnen und Konsumenten: Die Stromtarife der EWL werden übersichtlicher und günstiger.

Der Stadtluzerner Energieversorger EWL vereinfacht 2027 die Tarifstruktur. Künftig wird es für Privathaushalte nur noch zwei Stromprodukte geben: Naturstrom Schweiz und Naturstrom Europa. Beide Varianten werden grösstenteils aus Wasserkraft hergestellt, sowie zu einem kleinen Anteil aus Solar, Wind und Biomasse. Die europäische Variante ist dabei leicht günstiger: Haushalte in der Stadt Luzern zahlen dafür 25,19 Rappen/kWh, während der Naturstrom Schweiz 25,84 Rappen/kWh kostet.

Im EWL-Einzugsgebiet ausserhalb der Stadt Luzern – also in Teilen von Kriens, Malters und Schwarzenberg – liegen die Tarife generell um rund 1 Rappen tiefer. Dies, weil die Stadt Luzern auf den Strompreis noch spezielle Klima- und Konzessionsgebühren erhebt.

Neuer Einheitstarif für den ganzen Tag

Vereinfacht wird auch das System mit Tages- und Nachttarif. Grundsätzlich gilt ab 2027 ein Einheitstarif unabhängig von der Uhrzeit. Es ist aber weiterhin möglich, unter dem Namen «EWL NetzFlex» vergünstigten Nachtstrom zu beziehen – im Gegenzug zahlt man dann tagsüber etwas mehr als beim Einheitstarif. Auch wenn er vorläufig noch angeboten wird, so ist der Nachttarif doch ein Auslaufmodell. Eingeführt worden war er in Zeiten, als es nachts einen Überschuss an Strom gab, weil die AKW immer gleich viel Strom produzierten. Inzwischen verlagert sich der Überschuss immer mehr in die Mittagszeit, wenn die Solaranlagen auf Hochtouren laufen. Bei der CKW wurde der niedrige Nachttarif bereits 2025 ganz abgeschafft.

Unter dem Strich bedeutet die neue EWL-Tarifstruktur eine Senkung der Strompreise. EWL rechnet vor, dass ein typischer Vierpersonenhaushalt in der Stadt Luzern 2027 knapp 100 Franken pro Jahr weniger bezahlen wird als bisher. Grund für die sinkenden Kosten ist einerseits die Extragebühr «Stromreserve», die der Bund für 2027 stark reduziert. Weiter schreibt EWL von «Überdeckungen aus den Vorjahren», die man nun an die Kundinnen und Kunden weitergeben wolle.

Erhöht wird hingegen die Gebühr für die Strommessung: Jeder Haushalt im EWL-Gebiet zahlt neu eine Messpauschale von 92.40 Franken pro Jahr. Das sind 6 Franken mehr als bisher. (rk)

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