Schrillende Sirenen und fragende Blicke: Am Montag geht um zirka 11.30 Uhr im Luzerner Regierungsgebäude an der Bahnhofstrasse der Alarm ab. Alle Personen müssen das Gebäude verlassen. Davon ebenfalls betroffen: der Luzerner Kantonsrat, der während seiner Septembersession tagt.

Zusammen mit den übrigen Verwaltungsangestellten verlassen die Kantonsrätinnen und Kantonsräte sowie der Gesamtregierungsrat das Gebäude und laufen in ordentlicher Manier vor das Theater, den Evakuationssammelpunkt. Dort warten sie, bis das Gebäude nach der Übung wieder freigegeben wird. Wie es später heisst, hat es sich um eine Übung gehandelt. Diese findet einmal im Jahr statt, um die Evakuationsabläufe sicherzustellen. Bis anhin fand diese jeweils zu Zeitpunkten statt, in denen der Kantonsrat nicht tagte. Heuer wurde die Übung für einmal während der Session durchgeführt – damit auch überprüft werden kann, ob dies mit tagenden Kantonsrätinnen und Kantonsräten klappt. Dem Anschein nach hat dies alles hervorragend funktioniert.

Auswirkungen auf den Ratsbetrieb
Die jähe Unterbrechung hat natürlich auch Auswirkungen auf den Ratsbetrieb. Infolge des Alarms musste das Parlament gezwungenermassen eine halbe Stunde früher Mittag machen. Dadurch konnte das Geschäft «Programm Gesamtmobilität 2027–2030», das seit 9 Uhr besprochen wurde, noch nicht abgeschlossen werden. Mitglieder des Kantonsrats wollen deshalb am Nachmittag Ordnungsanträge einreichen, damit die Botschaft, die eigentlich nur für den Vormittag eingeplant ist, doch noch heute abgeschlossen werden kann. (sfr)





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