Jetzt wird die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens in der Emmer Mooshüsli-Badi konkret: Auf ihrer Website hat die Gemeinde das entsprechende Baugesuch und eine Mitteilung aufgeschaltet. Wie bereits bekannt, wird die Technik komplett ersetzt und das Becken instandgestellt.
Als der Einwohnerrat vor eineinhalb Jahren den nötigen Sonderkredit über 4,37 Millionen Franken durchwinkte (die Kosten werden nun mit rund 4,5 Millionen Franken angegeben), überwies er noch einen Antrag: Der Gemeinderat soll als Ersatz für die bestehende Rutschbahn «etwas Besonderes» prüfen. Zunächst hatte dieser eine Breitwellenrutsche vorgeschlagen, wie es sie etwa schon in der Littauer Zimmeregg-Badi gibt.
Nun ist klar: Emmen erhält etwas Besonderes. Gemäss Baugesuch ist ein «Racer Slide» geplant. Dabei handelt es sich um eine 74 Meter lange Rutschbahn mit drei Bahnen nebeneinander. Anders gesagt: Künftig können sich die Rutschenden ein Wettrennen liefern. Für ordentlich Tempo startet der «Racer Slide» rund 1,6 Meter höher als die heutige Rutschbahn, die übrigens weiterverkauft werden soll. Im Projektbeschrieb wird aber betont: «Sicherheit, ein hoher Nutzungswert sowie eine ausreichende Kapazität stehen im Vordergrund.» Pro Stunde kann die dreifache Rutsche von bis zu 720 Personen befahren werden. Diese landen am Schluss in einem separaten Landebecken. Eine ähnliche Rutschbahn steht seit letztem Jahr im Freibad von Visp VS.
Strömungskanal und Wasserfontänen
Neben der Rutschbahn erhält das Nichtschwimmerbecken noch weitere Attraktionen: Unter anderem einen Strömungskanal fast wie im Alpamare, Wasserfontänen und -pilze, eine Rutschbahn für die Kleinen und eine Flachwasserspielzone. Und: Das Becken wird mit einer Folie ausgekleidet.
Auch ausserhalb des Wassers wird investiert: Die Umgebung des Beckens wird neu gestaltet, bepflanzt und ökologisch aufgewertet. Ziel sei ein zeitgemässeres Erscheinungsbild mit geringerem Unterhaltsaufwand.
Bereit bis zur nächsten Badisaison
Die einzig schlechte Nachricht mit Blick auf das momentan sommerliche Wetter: In der eben gestarteten Badisaison müssen die Emmerinnen und Emmer noch mit dem Status quo leben – saniert werden soll das Becken ab kommendem Oktober, sodass es zur Badisaison 2027 bereit ist.
Damit wäre zumindest die erste Etappe der grossen Mooshüsli-Sanierung abgeschlossen. In weiteren Etappen will die Gemeinde auch noch ein neues Empfangsgebäude bauen sowie das Sprung-, 50-Meter- und Kinderplanschbecken sanieren. Ganz zum Schluss kommt Anfang der 2030er Jahre das Hallenbad an die Reihe. (hor)





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