In Baar entstehen neue Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen: Im Hochhaus an der Landhausstrasse 21 werden ab November insgesamt 21 Alterswohnungen mit Service bezugsbereit sein. Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die weitgehend selbstständig leben können, aber punktuell Unterstützung im Alltag wünschen. Das Hochhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Pflegezentrum Baar und zum Zuger Kantonsspital sowie in Gehdistanz zum Baarer Bahnhof.
Die Wohnungen sind Teil eines gemeinsamen Projekts der Gemeinde Baar und der Hauseigentümerin, der Stiftung Pflegezentrum Baar. Wie die Gemeinde Baar mitteilt, wurden die 2-Zimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von 52 bis 57 Quadratmetern altersgerecht und preisgünstig nach den Vorgaben des Wohnraumförderungsgesetzes realisiert. Der Bezug erfolgt gestaffelt ab November.
Kern des Konzepts ist die Kombination von eigenständigem Wohnen und einem flexiblen Serviceangebot. Im Grundpaket sind unter anderem Hauswartsdienstleistungen sowie die Nutzung von Angeboten im Pflegezentrum enthalten. Darüber hinaus können zusätzliche Leistungen wie Wohnungsreinigung oder Wäscheservice bei Bedarf dazugebucht werden. Auch interne Angebote wie Coiffeur oder Podologie stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern offen.
Wohnbegleitung ist zweimal pro Woche vor Ort
Ein wichtiger Bestandteil ist die sogenannte Wohnbegleitung: Diese ist gemäss Mitteilung zweimal pro Woche vor Ort und unterstützt die Mieterinnen und Mieter etwa bei der Organisation externer Dienstleistungen wie der Spitex. Zudem werden gemeinsame Aktivitäten gefördert und ein System aufgebaut, das sicherstellt, dass es den Bewohnern gut geht. Die Wohnbegleitung wird von Fachmitarbeitenden der Informationsstelle für Altersfragen «falter» übernommen. Verantwortlich für die Belegung der Wohnungen und die Wohnbegleitung ist die Gemeinde Baar.
Mit dem neuen Angebot verfolgt die Gemeinde ihre Altersstrategie weiter. Ziel ist es, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu ermöglichen und gleichzeitig die stationären Pflegeangebote zu entlasten. «Wohnungen mit Service sind ein zentraler Pfeiler unserer Strategie. Damit wird ein Angebot für jene ältere Menschen geschaffen, die zum Beispiel in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, aber noch weitgehend selbstständig wohnen können und keine stationäre Pflege benötigen», wird Gemeinderätin und Sozialvorsteherin Barbara Schmid-Häseli zitiert.
Interessierte können sich noch bis zum 15. Juni für eine der Wohnungen bewerben. Die Anmeldung erfolgt über die Informationsstelle «falter» oder direkt vor Ort. Nach Eingang der Bewerbung werden Gespräche geführt, um den individuellen Unterstützungsbedarf zu klären. Die Vergabe der Wohnungen ist ab Juli vorgesehen. (rh)
Weitere Informationen gibt es unter www.landhausstrasse.ch.





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