Landwirtschaft

Bauern sollen mehr Geld für die Bekämpfung der Ammoniak-Emissionen erhalten

Der Kantonsrat beauftragt die Regierung gegen deren Willen, die Landwirtschaft für Massnahmen zur Reduktion der Ammoniak-Belastung zu unterstützen. Woher das Geld kommt, ist offen.

Für einmal ist es die SVP, die mehr Unterstützung vom Staat fordert. In einem Postulat forderte Thomas Hodel (Schötz), die Landwirtschaft bei der Finanzierung von Massnahmen zur Reduktion der Ammoniakemissionen zu unterstützen. Das Gas entsteht in der Tierhaltung, etwa wenn sich Kot und Urin vermischen.

Lösungen gegen die Ammoniakbelastung sind teuer.
Bild: Patrick Huerlimann (Merlischachen, 3. 4. 2023)

Hodel stellte sich auf den Standpunkt, dass der Kanton die Regeln mache und dafür auch aufkommen müsse. Bisher seien es Bauernfamilien, die die Hauptlast tragen würden.

Die Argumente sorgten auch bei GLP und Grünen für Sympathien. Nur bei der Finanzierung sahen es die beiden Parteien anders. So verlangte Laura Spring (Grüne) im Gegensatz zum Postulanten zusätzliche Mittel und keine Umverteilung von Geldern. Sie plädierte für eine teilweise Erheblichkeitserklärung. Davon riet FDP-Regierungsrat Fabian Peter wie auch von einer generellen Überweisung des Vorstosses ab: «Das würde uns Millionen kosten.» Die Warnung verfehlte ihr Ziel. Eine hauchdünne Mehrheit von 55 zu 53 Stimmen machte die teilweise Erheblichkeit zur Tatsache.

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