Nachruf

Er war der Mann hinter dem «SportJournal»: René Leupi ist gestorben

Er hat den Zentralschweizer Sportjournalismus über Jahrzehnte mitgeprägt: Am vergangenen Samstag ist der Schötzer René Leupi im Alter von 72 Jahren an einem Krebsleiden gestorben.

René Leupi, eigentlich gelernter Automechaniker und danach Versicherungsagent, fand den Weg in den Sportjournalismus über die damalige LNN.

In der Folge machte er sich einen Namen als akribischer Sportredaktor beim Vaterland und bei der Luzerner Zeitung, wo er in den 1980er-Jahren die beliebte «SportJournal»-Zeitungsbeilage betreute, erneuerte und etablierte. Über viele Jahre hinweg war er mit dem Kürzel «le» als Hauptverantwortlicher des «SportJournal» der massgebende Ansprechpartner für alle Zentralschweizer Breitensportler und Breitensport-Vereine. Ja, der Breitensport und insbesondere der regionale Amateurfussball waren für ihn eine Herzensangelegenheit. Er prägte auch das damals jeweils im Sommer bei den regionalen Fussballklubs heiss begehrte «Kick-off»-Magazin.

Der Luzerner Hinterländer Leupi machte sich auch einen Namen als feinfühliger und detailverliebter redaktioneller Organisator sowie federführender Redaktor für die namhaften Luzerner Laufanlässe Stadtlauf und Marathon. Ende April und Ende Oktober galt es für ihn jeweils, aufwendige Arbeit mit Vorschau-Stories sowie Text- und Resultatbeilagen nach den Veranstaltungen zu bewältigen. Er arbeitete an solchen Tagen jeweils mindestens im 12-Stunden-Modus, nur um am nächsten Tag morgens um 7 schon wieder am Redaktionsschreibtisch zu stehen, um fehlende Resultate zu organisieren.

Ausserdem war er 16 Jahre lang minutiöser Präsident der Zentralschweizer Sportjournalistenvereinigung und seit 2025 deren Ehrenmitglied.

Leupi war in seiner Freizeit regelmässig bei 1.-Liga-Fussballspielen seines Jugend- und Herzensvereins FC Schötz anzutreffen, nicht ohne vor dem Anpfiff am Stammtisch einen zünftigen Jass hinzulegen. Jahrelang engagierte er sich zudem als Matchspeaker. Im Sommer war er gerne mit Kollegen auf seinem Indian-Scout-Motorrad in der Schweiz unterwegs; im Winter war er ein Herzblut-Fasnächtler – unvergessen bleiben seine traditionellen Auftritte im Februar, als er sich jeweils in der Redaktionsstube vor allen Journalistenaugen für die Luzerner Strassenfasnacht umzog und in immer wieder urkomisch-amüsant-originellen Kostümen stadtwärts zog.

René Leupi hinterlässt eine Lebenspartnerin, einen Bruder sowie eine Tochter und drei von ihm tief geliebte Enkelkinder. Wir Zentralschweizer Sportjournalistinnen und Sportjournalisten sind traurig, weil wir einen herzensguten und liebenswürdigen Arbeitskollegen und Freund verloren haben.

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