48 WM-Teams à 26 Fussballer, das ergibt eine Rekordzahl von 1248 WM-Spielern. Wir haben in diesem grossen Datenfundus gestöbert und viele Auffälligkeiten gefunden.
Debütanten und Dauergäste
Diese WM wird ein Turnier der Debütanten. Gleich fünf der 48 Teams sind zum ersten Mal überhaupt am Start. Brasilien hingegen als einziges Team lückenlos zum 23. Mal, wie folgende Grafik zeigt.

Dass überhaupt so viele Debütanten mittun können, hat auch mit der Erweiterung des Turniers auf 48 Teams zu tun. Es ist nicht die erste Aufstockung des weltweit beliebtesten Sportwettbewerbs. 1930 begann das Ganze in Uruguay mit 13 Teams und 18 Spielen. In diesem Jahr tragen die 48 Teams ganze 104 Partien aus.
Vier Nationalmannschaften im Milliarden-Klub
Vermutlich aber werden die Debütanten an der WM eine sportliche Nebenrolle spielen. Wer den Ton angeben dürfte, lässt sich anhand der Marktwerte der einzelnen Teams aufzeigen. Die Schätzungen von www.transfermarkt.ch gehen davon aus, dass an der WM Spieler im «Wert» von 17,5 Milliarden Euro am Start sein werden. Jedes Land stellt ein 26-Mann-Kader. Frankreich führt die Tabelle an. Nicht immer aber korrespondiert der Team-Wert mit dem aktuellen Fifa-Rang, der über die Ergebnisse der vergangenen Wochen und Monate ermittelt wird.

Als Direktvergleich zwischen dem wertvollsten Team Frankreich und der Schweiz (Rang 20) dient folgende Gegenüberstellung von Marktwerten und Alter der Spieler.
Die Grafik macht sehr deutlich: Die Schweizer Nationalmannschaft stellt das ältere Team als die Franzosen, zudem ist ihr Marktwert auch bedeutend geringer als der von Olise, Dembélé und Co.
Infos zu den Spielern erscheinen beim Antippen der Punkte.
Die wertvollsten Spieler
Absurd ist: Der Norweger Erling Haaland und der Spanier Lamine Yamal, die mit je 200 Millionen Euro aktuell wertvollsten Spieler, vereinen etwa so viel Wert wie die zwölf «günstigsten» WM-Teams zusammen.


Folgende Übersicht zeigt die Marktwerte aller Spieler in einer Rangliste. Mit der Suchfunktion kann nach Lieblingsspielern, Lieblings-Nationalmannschaften oder Lieblings-Klubs gesucht werden.
Zum Beispiel nach dem wertvollsten Schweizer: Johan Manzambi, der mit 50 Millionen Euro Marktwert aber nur auf Rang 73 aller WM-Fussballer liegt.
Wenig überraschend liegen die Offensivspieler vorn in dieser Tabelle. Folgende Grafik zeigt, welche Position im Durchschnitt am «wertvollsten» ist, bezogen auf alle WM-Spieler.
Die Grössten und Kleinsten
Kommen wir zur Körpergrösse. Das Klischee bestätigt sich auch unter WM-Spielern: Die Skandinavier sind gross. Zwischen Norwegen und Schweden an der Spitze liegt aber noch ein anderes Team: Jenes des Schweizer Gruppengegners Bosnien-Herzegowina.
Der grösste Spieler des Turniers ist Florian Wiegele. Österreichs Goalie ist mit 2,05 Metern laut «Bild» sogar der grösste Fussballer, der je an einer WM-Endrunde teilgenommen hat. Der 25-Jährige spielt für Viktoria Pilsen (CZE), muss im Österreicher Tor aber meist Alexander Schlager (RB Salzburg) den Vortritt lassen.

Auf der anderen Seite steht ein 160-Zentimeter-Mann. Ein Spieler mit dieser Körpergrösse muss technisch herausragend oder schnell sein. Ob das bei Panamas Yanis Cesar (30) der Fall ist, wird die WM zeigen. Der Rechtsaussen spielt in der chilenischen Liga und kommt auf 54 Spiele fürs Nationalteam.

Die Schweizer Nati fällt hier, wie auch in den anderen Zahlenkategorien, nicht mit Superlativen auf. Der kleinste Schweizer ist Ruben Vargas (1,79). Der grösste Schweizer ist Gregor Kobel (1,96).

Die Ältesten und Jüngsten
Auch in Sachen Altersdurchschnitt der Teams hält sich die Schweiz im Mittelfeld auf. Während die Elfenbeinküste und Iran die Superlative stellen.
Das ideale Fussballalter scheint derweil 27 zu sein. Zumindest ist ein grosser Teil der WM-Spieler in diesem Alter. Noch ist man fit, bereits ist man erfahren.
Mit 43 Jahren der älteste WM-Spieler ist der schottische Goalie Craig Gordon. Der Mann aus Edinburgh spielt in der schottischen Liga bei Heart of Midlothian - muss im Nationalteam aber Angus Gunn den Vortritt lassen.

Den ältesten Feldspieler der WM kennt jeder: Es ist Cristiano Ronaldo mit seinen inzwischen 41 Jahren. Wie der bald 39-jährige Lionel Messi wird er an seinen sechsten Weltmeisterschaften teilnehmen.
Der jüngste WM-Fussballer ist ein Mexikaner: Offensivspieler Gilberto Mora vom Club Tijuana ist erst 17 Jahre alt.

Auch in dieser Disziplin der Blick auf die Nati: Der älteste Schweizer ist Remo Freuler mit 34 Jahren, der jüngste Johan Manzambi mit 20 Jahren.


Die Super League an der WM 2026
Zwölf Spieler aus Schweizer Ligen sind an der WM mit dabei. Nur zwei dieser Super-League-Fussballer sind jedoch für die Schweizer Nati im Einsatz: Christian Fassnacht und Marvin Keller. Auffallend ist: Nicht nur Super-League-Teams wie YB (5) oder Lugano (2) stellen WM-Fahrer, sondern auch Nyon aus der Challenge League, mit Melvin Mastil (ALG). Zudem hat YB-Junior Keeto Thermoncy, der für Haiti antritt, bisher erst in der Promotion Leauge gespielt mit der U21.
Manchester City und Bayern München liefern am meisten WM-Power
Im weltweiten Klubvergleich ist YB mit fünf WM-Fahrern nur auf Rang 60 zu finden. Natürlich sind es die europäischen Topteams, welche die meisten WM-Teilnehmer in ihren Reihen haben. Manchester City schwingt mit deren 19 oben aus.
Suchen Sie die Platzierung ihres Lieblingsvereins in der Suchfunktion:
Alex macht das Rennen
Aus der Kategorie «Fun Fact» stammt diese Frage: Welcher Vorname kommt an der WM am häufigsten vor? Ahmed steht mit elf Nennungen zuoberst, David (9) und Kevin (8) folgen. Der gefühlte Spitzenreiter ist aber ein anderer Name. Alex (7) und Alexander (6) stehen beide ganz oben, dazu kommen drei Alexis, ein Alexandro, ein Alexandre, ein Aleksandar und ein Alexandr. Was den Schluss zulässt: Fussballer-Eltern, die ihrem Sohn gute Chancen auf eine WM-Karriere mitgeben wollen, nennen ihn am besten Alex. Die Alexanders machen schliesslich fast 2 Prozent aller WM-Teilnehmer aus.

Für die detaillierte Suche nach Spielern, Vornamen oder Klubs steht folgende Tabelle zur Verfügung:
Die Frühlingskinder
Zum Schluss: Nicht nur für den Namen, auch für die Zeugung des Fussballnachwuchses gibt es einen Tipp.
Noch immer zeigt sich das Problem, dass spät im Jahr Geborene es weniger oft in den Spitzenfussball schaffen als Frühjahrskinder. Der Schweizerische Fussballverband arbeitet längst an dieser Problematik, dies mit Erfolg: Die Schweizer Kader, gerade auch im Nachwuchs, weichen vom Effekt ab.
International aber zeigt sich dieses deutliche Bild:



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