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Fussball

Alex Frei hält die Schweizer Hoffnungen am Leben: Aber diese Leistung muss dem Nati-Rekordtorschützen zu denken geben

Der ehemalige Stürmer will die U21-Nati an die Europameisterschaft 2027 führen. Punktemässig ist der Einstand geglückt, spielerisch hat Alex Frei mit seinem Team noch viel Arbeit vor sich.

Im Stadion, wo die Schweizer U21-Nati die ersten zwei Spiele unter dem neuen Trainer Alex Frei absolvierte, geschieht in dieser Saison Wundersames: Als Aufsteiger wird der FC Thun in der Stockhorn-Arena schon bald den Meistertitel feiern - und fortan die Auszeichnung für die grösste Sensation der Schweizer Fussballgeschichte für sich beanspruchen.

Frei hoffte im Vorfeld der EM-Qualispiele gegen die Färöer-Inseln und Estland, dass die Aura der Hausherren seine Nati-Junioren inspirieren würde. Resultatmässig ist dies gelungen. Nach dem 1:0 am Freitag gegen die Färöer gewinnt Freis U21-Nati auch gegen Estland - mit 2:1. Statistisch hat Frei somit Teil 1 seiner Mission erfüllt: Die Schweizer auf Kurs auf Gruppenrang 2 hinter Frankreich zu halten, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt.

Zwei Spiele, zwei Siege: So richtig glücklich kann Alex Frei über die Leistungen der U21-Nati trotzdem nicht sein.
Bild: URS FLUEELER

Leistung gegen Estland muss Alex Frei zu denken geben

Aber es gilt auch einige Worte über die Leistung zu verlieren: Gegen beide Gegner muss es der Anspruch der Schweizer U21-Nati zu sein, besser zu spielen und deutlichere Siege einzufahren. Betrieben Frei's Spieler gegen die Färöer noch Chancenwucher, mussten sie gegen Estland froh sein, in der schwachen zweiten Halbzeit nicht in Rückstand zu geraten. Nach dem Ausgleich zum 1:1 führten die Balten die geschockten Schweizer auf dem Kunstrasen phasenweise vor und scheiterten zwei Mal am glänzend reagierenden FCZ-Goalie Silas Huber.

Dessen Klubkollege Cheveyo Tsawa gelang mit einem haltbaren Schluss aus 18 Metern schliesslich das erlösende 2:1 für die Schweizer. Für den ersten Treffer war wie gegen die Färöer Winsley Boteli besorgt. Der Stürmer ist aktuell von Bundesligist Mönchengladbach an den FC Sion ausgeliehen und hat sich bei den Wallisern einen Namen als Edeljoker gemacht.

Frankreich wohl unerreichbar für Alex Frei's U21-Nati

Die Schweiz liegt bei einer Partie mehr nun zwei Punkte hinter Tabellenführer und Favorit Frankreich. Als Gruppenzweite ist die Nati auf Kurs, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Weiter geht's in der Qualifikation erst im September. Die Schweiz trifft zuhause auf Luxemburg und auswärts auf Island. Dieses Spiel dürfte das Duell mit den Insel-Kickern um Gruppenrang 2 entscheiden. Und somit auch die Antwort auf die Frage liefern, ob sich die Entlassung von Sascha Stauch und die Einstellung von Alex Frei gelohnt hat.

Wer weiss, vielleicht ist sogar noch mehr möglich: Zum Abschluss steht Anfang Oktober dann das Auswärtsspiel in Frankreich an. Damit Frei's Team in dieser Partie die Favoriten noch abfangen kann, müssen sie in den nächsten zwei Partien das Punktemaximum holen und auf einen Ausrutscher der Franzosen hoffen.

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