
Steter Tropfen höhlt den Stein, auch auf U21-Stufe. Unter diesem Motto muss in Thun die Belagerung der Färöer Inseln durch die Schweizer Nati in der zweiten Halbzeit gesehen werden. Und in der 77.Minute kommt sie dank Winsley Boteli doch noch zum erlösenden 1:0. Weil die U21-Nati mit diesem Tor ihr sechstes Spiel in der EM-Qualifikation gewinnt, darf sie sich neu als Dritte mit elf Zählern und den nun punktgleichen Isländern weiter Hoffnungen auf den zweiten Platz machen, der für die Playoffs berechtigte.
Mit der Absetzung von Sascha Stauch nach der peinlichen Niederlage im vergangenen November gegen Luxemburg und der Ernennung von Alex Frei zum neuen Nationaltrainer der jungen Schweizer ist so etwas wie Aufbruchstimmung entstanden. Frei, mit 42 Toren Rekordtorschütze der A-Nati, liegt der Nachwuchs bekanntlich sehr am Herzen. Was das spärliche Publikum dann aber in der Stockhorn Arena zu sehen bekommt, ist in der ersten Halbzeit magere Kost.
Erste Halbzeit wenig berauschend
Gegen defensive Gäste tun sich die jungen Schweizer schwer. Zwar sind sie optisch überlegen und beginnen mit den Talenten Cheveyo Tsawa, Bruno Ogbus oder Sascha Britschgi gefällig. Doch klare Chancen bleiben Mangelware. Zum Beispiel kann sich Giacomo Koloto im Angriff nicht so wie beim FC Basel entfalten.

Der Gesamteindruck wird in der zweiten Halbzeit besser. So müsste in der 53.Minute Koloto im Nachsetzen die Führung erzielen. Kurz darauf trifft Liam Chipperfield zum 1:0, doch das eigentlich reguläre Tor zählt nicht, weil der Linienrichter ein Abseits gesehen haben will. Es ist eine Art Initialzündung für einen Sturmlauf der U21-Nati. Spät wird dieser durch den eingewechselten Boteli belohnt. Weil die Schweizer nicht so eiskalt vor dem Tor sind wie in früheren Jahren ihr Trainer Frei. Und weil der beste junge Mann des Spiels im Färinger Tor steht. Am Dienstagabend geht es gegen Estland weiter, wieder in Thun. Der nächste Sieg ist absolute Pflicht.


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