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Verpasste Chance: GC kann aus FCZ-Niederlage keinen Profit schlagen

Der FC Zürich geht in Lausanne mit 3:0 unter. Im anderen Auftaktspiel der Relegation Group verliert GC gegen den FC Luzern mit 1:2.
Hängende Köpfe bei den Spielern nach der nächsten Niederlage von GC.
Bild: Freshfocus

Bevor sich der FC Thun am Samstagabend (Spielbeginn 20:30 Uhr) gegen Lugano zum Schweizer Meister küren kann, standen in der Super League am anderen Tabellenende zwei weitere Spiele auf dem Programm. In der ersten von fünf Runden der Relegation Group ging es für die beiden Stadtzürcher Vereine um den Klassenerhalt.

Die Grasshoppers, die sich nach dem ernüchternden Ausscheiden im Schweizer Cup gegen Stade Lausanne-Ouchy wieder dem Abstiegskampf widmen mussten, empfingen im Letzigrund den FC Luzern. Sie starteten mit einer 7-Punkte-Hypothek auf den vom FCZ belegten 10. Platz in die Partie.

FCZ auch unter Bernegger ohne Punkte

Zeitgleich trat der FC Zürich in Lausanne an. Für Interimscoach Carlos Bernegger, der bis Ende Saison den Mitte April entlassenen Dennis Hediger ersetzt, ist die Zielsetzung klar: Unbedingt vermeiden, dass der FCZ den Barrageplatz von GC erbt und den direkten Klassenerhalt schaffen.

Auch unter Interimstrainer Carlos Bernegger findet der FC Zürich nicht zum Siegen zurück.
Bild: Keystone

Schon früh zeichnete sich allerdings ab, dass der FCZ zum dritten Mal in Folge verlieren und ohne wichtige Punkte nach Zürich zurückkehren wird. In der 7. Spielminute brachte Morgan Poaty Lausanne-Sport in Führung. Daraufhin avancierte FCZ-Verteidiger David Vujevic zum Pechvogel. Erst reagierte er nach einem Zuspiel von Goalie Yannick Brecher viel zu spät und verursachte das 2:0 durch Nathan Butler-Oyedeji. Dann fälschte er in der 40. Minute einen Distanzschuss von Jamie Roche unhaltbar ins eigene Netz ab.

Im zweiten Durchgang konnte der FCZ keine Reaktion zeigen. Es blieb beim 3:0.

GC gibt einmal mehr Führung aus der Hand

Eine Chance also für GC, näher an den FC Zürich aufzurücken und dem Stadtrivalen nochmals Druck aufzusetzen. Ein Sieg wäre aber auch wichtig für die eigenen Fans gewesen, die ihre Unzufriedenheit nach dem Cup-Ausscheiden kundtaten. In der Startphase der Partie blieb die Kurve leer, zu sehen war ein Banner mit der Aufschrift «Mir hend jetzt au eifach mal kei Lust».

Für GC-Captain Amir Abrashi und seine Mannschaft wäre ein Sieg gegen Luzern eine grosse Erlösung gewesen.
Bild: Keystone

Als die GC-Fans in der Pause einen Blick auf den Totomat warfen, dürfte beim einen oder anderen ein Hoffnungsschimmer aufgekeimt sein. Während der FCZ mit 3:0 hinten lag, führte GC gegen Luzern nach einem Treffer von Imourane Hassane mit 1:0. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Differenz zwischen GC und dem FCZ nur noch vier Punkte.

Doch in der zweiten Halbzeit trat das ein, was man jüngst so oft erlebt hat. GC gab die Führung aus der Hand. Der eingewechselte Kevin Spadanuda erzielte in der 57. Minute den Ausgleich. Dabei blieb es nicht. 10 Minuten vor Schluss traf Spadanuda ein zweites Mal und besiegelte den 1:2-Sieg für den FC Luzern. Es waren Punkte 22 und 23, die GC in der laufenden Saison aus einer Führung verspielte.

Doppeltorschütze Kevin Spadanuda.
Bild: Freshfocus

Damit versäumen die Grasshoppers den Anschluss an den FCZ und bleiben weiterhin sieben Punkte hinter dem Stadtrivalen. Eine verpasste Chance.

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