
Es bleibt dabei: Neue Wettkampfformate bei Olympischen Winterspielen liegen den Schweizer Athletinnen und Athleten. Das war 1998 in Nagano so, als es im Snowboard erstmals um Olympiamedaillen ging und Gian Simmen in der Halfpipe triumphierte. Und es war auch 2010 in Vancouver der Fall, als Mike Schmid zum ersten Olympiasieger im Skicross wurde.
In diesem Jahr war es an Marianne Fatton, diese Reihe fortzusetzen. Am Donnerstag gewann sie die olympische Premiere im Ski-Mountaineering-Sprint. Und am Samstag sicherte sich die 30-Jährige gleich nochmals eine Medaille. Dieses Mal Silber in der Mixed-Staffel gemeinsam mit Jon Kistler.
Auch in der Staffel, in der Sportlerinnen und Sportler aus zwölf Nationen in Zweierteams jeweils zwei Runden pro Geschlecht absolvieren mussten, überzeugte Fatton mit schnellen Wechseln und einer hohen Pace in den Aufstiegen. «Es ist unglaublich, was Marianne hier zeigte», sagte Kistler.
Bleibt die Sportart im Olympia-Programm?
Die Frau von der Schweizer Alpen-Club-Sektion Neuenburg kam in der zweiten Ablösung sogar noch einmal knapp an die führende Französin Emily Harrop heran. Doch Thibault Anselmet war dann etwas zu stark für Jon Kistler. Rang zwei war für das Schweizer Team trotzdem eine starke Leistung. Zumal das Duo das favorisierte Team aus Spanien (Ana Alonso Rodriguez/Oriol Cardona Coll) deutlich auf Rang drei verweisen konnte.

Ob Ski Mountaineering bei der nächsten Austragung zum olympischen Programm gehören wird, ist offen. Die Sprint-Wettbewerbe stiessen bei Traditionalisten auf Kritik. Romain Ducret, ein Wegbereiter im Schweizer Ski-Mountaineering-Sport, sagte zu Watson: «Das hat nichts mit unserem Wettkampfsport zu tun. So wie es jetzt ist, hätte ich es vorgezogen, wenn es gar nicht in das olympische Programm aufgenommen worden wäre.»
Fatton und Kistler dürfte das egal sein. Sie haben bei der Olympia-Premiere einer Sportart einmal mehr für Schweizer Erfolge gesorgt.


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