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Vor wenigen Monaten noch undenkbar: Murat Yakin holt Noah Okafor zurück ins Schweizer Nationalteam

Weil Filip Ugrinic verletzt absagen muss, kehrt Noah Okafor erstmals seit Ende 2024 zur Schweizer Nati zurück. Seither stand sich der Stürmer selber im Weg, nun der Sinneswandel.
Noah Okafor macht wieder mit sportlichen Leistungen von sich reden - der Lohn ist das erste Nati-Aufgebot seit Ende 2024.
Bild: Danny Lawson

Im November noch giftet Noah Okafor in Richtung Murat Yakin: «Für mich ergibt das keinen Sinn. Ich kann sagen, es macht mich traurig, weil sie mir nicht einmal schreiben oder anrufen, um zu sehen, wie es mir geht.» Grund für das aufsehenerregende Interview mit «The Athletic» ist Okafors damalige Nicht-Nomination für die letzten Nati-Spiele im vergangenen Jahr, statt ihm rückt YB-Profi Christian Fassnacht als Offensiv-Alternative ein. Seine Statistenrolle im Klub, seine Formschwankungen und das teamschädigende Verhalten während der EM 2024 blendet Okafor in seiner Verbandskritik aus.

Vier Monate später: Okafor ist zurück im Schweizer Nationalteam! Er erbt den Platz von Filip Ugrinic, der verletzt abgesagt hat. Eine Geste vom Nati-Coach, die im November noch undenkbar schien. Doch Anfang dieses Jahr besuchte Yakin mit einer Verbandsdelegation Okafor in der englischen Stadt Leeds, wo der Stürmer seit dieser Saison unter Vertrag steht. Und gute Leistungen zeigt. Das Gespräch war fruchtbar, Okafor soll Demut und Reue an den Tag gelegt haben. Der Beraterwechsel nach dem Skandal-Interview dürfte einen grossen Anteil am Sinneswandel des 25-Jährigen haben.

Nati-Coach Murat Yakin (links) und Noah Okafor hatten das Heu zuletzt nicht mehr auf der gleichen Bühne, nun kommts zur Wiedervereinigung.
Bild: PETER KLAUNZER

Nun darf sich Okafor (24 Länderspiele, zwei Tore) erstmals seit November 2024 wieder im Schweizer Nati-Dress präsentieren. Hinterlässt er in den Testspielen gegen Deutschland (27. März) und Norwegen (31. März) charakterlich und sportlich einen guten Eindruck, darf er sich grosse Hoffnungen auf ein WM-Ticket im Sommer machen. Denn eines war während Okafors Turbulenzen stets unumstritten - sein grosses Talent.

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