Nations League

Dank Oblak-Geschenk und Ndoye: Die Schweiz gewinnt gegen Slowenien mit 2:1

Die Schweizer Nati siegt auch im dritten Spiel der Nations League. Der Aufstieg in die Liga A rückt näher.

Drei Spiele. Drei Siege. Die Schweizer Nati fliegt durch den Herbst. Das 2:1 über Slowenien ist der nächste Beweis für eine Reife des Teams, die mittlerweile niemanden mehr überrascht. Nicht ganz so beschwingt wie noch die 3:0-Auswärtssiege in Nordmazedonien und Schottland. Aber doch souverän.

Nach der Hälfte der sechs Nations-League-Partien zeichnet sich für die Schweiz der Gruppensieg bereits ab – und damit verbunden der Wiederaufstieg in die Liga A. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Slowenien und Schottland bereits.

Harte Gangart der Slowenen

Das 2:1 auf dem schrecklichen Rasen von Luzern ist am Ende auch ein erdauerter Sieg. Gegen zähe Slowenen. Die nicht davor zurückschrecken, mit Sechserkette zu verteidigen. Und ihre vom Kampf geprägte Darbietung mit einigen rüden Fouls zu garnieren.

Wie schon in Schottland bekommt vor allem Johan Manzambi die Körperlichkeit des Gegners zu spüren.  «Zum Glück ist noch alles ok, auch mein Knie», sagt Manzambi nach dem Spiel zu SRF. Und weiter: «Ich weiss mittlerweile, mein Knie ist gesund. Ich denke nicht mehr an die Verletzung.» An der WM verpasste er Achtel- und Viertelfinal.

In der zweiten Hälfte verpassen es die Schweizer, ein Tor oder auch zwei nachzulegen. Häufig sehen die Angriffe zwar gefällig aus. Aber so richtig gefährlich wird es eben doch zu selten. Einmal scheitert Freuler knapp. Einmal Amdouni. Und einmal kommt der eingewechselte und mit warmem Applaus empfangene Boteli knapp zu spät. Ganz zum Schluss braucht es deshalb noch eine Parade von Kobel, um den Sieg zu sichern. Danach lassen sich die Schweizer von den Fans feiern.

Matchwinner des Abends ist damit Dan Ndoye. Sein 2:1 in der 39. Minute ist bereits die Entscheidung. Das Publikum in der mit 15'240 Zuschauern ausverkauften Arena unterhält sich derweil ein bisschen selbst. Und setzt zwischendrin zu Sprechhören an für Granit Xhaka und Breel Embolo. Die beiden fehlen bekanntermassen nach ihren Covid-Zertifikats-Vergehen. Auch ein Plakat gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino wird gezeigt.

Das frühe Gegentor ist kein Schock

Dabei beginnt die Partie mit einem kleinen Schock für die Schweizer. 90 Sekunden sind erst gespielt, als der Ball hinter Gregor Kobel liegt. Vipotnik trifft aus der Drehung nach einem schnellen Gegenstoss. Weil Elvedi zu weit weg ist von seinem Gegenspieler. Und Athekame das Offside aufhebt.

Doch die Nati lässt sich davon kaum beeindrucken. Sie nähert sich dem Slowenen-Tor Stück für Stück. Ohne Hast und ohne Nervosität macht sie sich auf, den Rückstand zu korrigieren. Und darf sich bald über ein Geschenk freuen. Jan Oblak, hochdekorierter Torhüter von Atlético Madrid, lässt in der 10. Minute einen Ball durch seine Hände flutschen, den er in den nächsten 1000 Fällen 1000 Mal hält. Freuler steht am Ursprung des Treffers, der ein Eigentor von Janza ist.

Danach spielt die Schweiz mit dem Selbstvertrauen weiter, das sie sich in den letzten Monaten wie selbstverständlich angeeignet hat. Dass das Tor von Ndoye, wieder eingeleitet von Freuler, bereits der resultatmässige Höhepunkt ist, bleibt am Ende eine Randnotiz.

Luzern. - 15'240 Zuschauer. - SR Kruzliak (SVK). - Tore: 2. Vipotnik 0:1. 10. Janza (Eigentor) 1:1. 38. Ndoye 2:1.
Schweiz: Kobel; Athekame (87. Bajrami), Elvedi, Akanji, Rodriguez (67. Britschgi); Jashari, Freuler; Aebischer (67. Sow), Manzambi, Ndoye (87. Rieder); Amdouni (77. Boteli).
Slowenien : Oblak; Karnicnik, Drkusic (46. Brekalo), Bijol, Zec, Janza; Matko (65. Begic), Zabukovnik, Lovric (65. Gnezda Cerin), Sturm (89. Horvat); Vipotnik (78. Celar).
Bemerkungen: Schweiz ohne Itten (überzählig). Verwarnungen: 23. Vipotnik, 27. Zec, 29. Drkusic, 40. Aebischer, 58. Bijol, 80. Janza.

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)