«Daily Mail»: Schlechtester Achtelfinal der K.O.-Phase
Die «Daily Mail» schreibt, die Schweiz habe mit dem Sieg im Penaltyschiessen gegen Kolumbien zum ersten Mal seit 72 Jahren den Einzug in einen WM-Viertelfinal geschafft. Die Zeitung bezeichnet den Achtelfinal als den mit Abstand schlechtesten der bisherigen K.O.-Runde.
«Guardian»: Eher ein Schach- als ein Fussballspiel
Der «Guardian» bezeichnet den Schweizer Achtelfinalsieg als hart erkämpften Erfolg nach einem mehr als zweistündigen, taktisch geprägten Spiel. Die Zeitung lobt den historischen Viertelfinaleinzug der Schweiz, spart aber nicht mit Kritik an der Partie, das sie eher als Schach- denn als Fussballspiel beschreibt.
«The Sun»: Schlaftablette
«The Sun» bezeichnet den Schweizer Achtelfinal gegen Kolumbien als «Schlaftablette» und kritisiert die Partie als langweiliges, torloses Unentschieden. Die Partie sei das komplette Gegenteil der Partie Argentinien – Ägypten gewesen.

«Bild»: Schweiz gewinnt Elfer-Drama
Die «Bild» schreibt nach dem Schweizer Achtelfinalsieg gegen Kolumbien: «Jetzt steht der letzte Viertelfinalist fest! Die Entscheidung fällt im Elfer-Krimi!» Weiter hält das Blatt fest: «Die Schweiz durchbricht einen Fluch. Bei fünf ihrer sechs vergangenen WM-Teilnahmen scheiterten die Eidgenossen im Achtelfinale. Nun gelingt endlich mal wieder der Schritt ins Viertelfinale.»
«L'Équipe»: Die Schweiz landet den grossen Coup
«L'Équipe» schreibt, die Schweiz habe sich nach einem hart umkämpften, wenn auch nicht gerade glanzvollen Achtelfinal im Penaltyschiessen gegen Kolumbien durchgesetzt. Die französische Sportzeitung lobt Gregor Kobel als «MVP» und ist überzeugt, dass die Nati im Viertelfinal gegen Weltmeister Argentinien die fussballerischen Mittel hat, um den Weltmeister zu fordern.

«Gazzetta dello Sport»: Grottenschlechtes Spiel
Die «Gazzetta dello Sport» bezeichnet den Achtelfinal als grottenschlechtes Spiel, das von beiden Teams mit wenig Tempo und vielen Fehlern bestritten worden sei. Gleichzeitig lobt sie die Schweiz, die unauffällig immer weiterkomme und sich den Viertelfinal gegen Argentinien verdient habe.
«Kronen-Zeitung»: Kleines Sommermärchen
Die «Kronen-Zeitung» spricht von einem «kleinen Sommermärchen» und schreibt, die Schweiz habe erstmals seit 1954 wieder den Viertelfinal einer WM erreicht. Den Achtelfinal gegen Kolumbien beschreibt das Blatt als «Achtelfinal-Krimi inklusive Elfmeter-Schiessen», in dem die Nati die «Cafeteros» im Penaltyschiessen «mattsetzte».
«Marca»: Vom Aussenseiter zum Titelkandidaten
Die spanische «Marca» schreibt, die Schweiz habe den kolumbianischen Traum beendet. Die Zeitung sieht die Nati nach dem Penaltysieg vom Aussenseiter zum Titelkandidaten aufgestiegen und bezeichnet den Achtelfinal als ausgeglichenes, hartes und sehr körperbetontes Spiel, das nicht wegen seiner Qualität in Erinnerung bleiben werde.
«New York Times»: Schweiz behält die Nerven
Die «New York Times» hebt hervor, dass die Schweiz im Penaltyschiessen die Nerven behielt. Die Zeitung bezeichnet Gregor Kobel nach seiner Parade gegen Cucho Hernández als den Matchhelden.
«El Tiempo»: Glück war nicht auf der Seite Kolumbiens
«El Tiempo», die grösste Tageszeitung in Kolumbien, spricht von einem harten Abschied Kolumbiens an der WM. «Erneut stand das Glück nicht auf unserer Seite», so die Zeitung. Sie zieht Parallelen zum WM-Aus im Penaltyschiessen 2018 gegen England. Die Schweiz wird als taktisch diszipliniert beschrieben.

«El Espectador»: Die Höchststrafe für Kolumbien
«El Espectador» sieht im WM-Aus vor allem eine verpasste historische Chance für Kolumbien. Die Zeitung spricht von der Höchststrafe und erinnert an das erneute Scheitern im Penaltyschiessen, wie bereits 2018 gegen England. Die Schweiz wird vor allem als Gegner wahrgenommen, der Kolumbien den Weg in den Viertelfinal versperrt.

NZZ: Nati spielt beste WM seiner Geschichte
Die Schweizer Nati habe «einen Gegner von einem anderen Kaliber als die bisherigen Widersacher» ausgeschaltet, schrieb «NZZ online». Die Schweizer seien als «leichte Aussenseiter» in diese Partie gestiegen. In dem ruppigen und zähen Abnutzungskampf habe es in der Offensive an Ideen gefehlt, kritisierte das Blatt die ereignislosen ersten 90 Minuten des Spiels. Vor allem die Absenz des verletzten Johan Manzambi habe die Schweiz spürbar geschwächt. «Eine Schweizer Niederlage hätte fraglos Personaldiskussionen ausgelöst», meint die Zeitung. Aber: «Wer gewinnt, hat immer recht.»

Tamedia-Titel: Nächster historischer Akt
«Der nächste historische Akt der Schweizer an dieser Weltmeisterschaft ist geschafft», schrieben die Tamedia-Titel online. Sie erinnern an das letzte Duell gegen den Viertelfinal-Gegner und amtierenden Weltmeister Argentinien. An der WM 2014 in São Paulo war es Blerim Dzemaili, der nach einem Treffer der Argentinier kurz vor dem Ende der Verlängerung den Ausgleich knapp verpasste. Natürlich sei Argentinien mit seinem achtfachen Ballon-d'Or-Gewinner Lionel Messi auch gegen die Schweiz wieder der Favorit. «Aber diese WM hat wiederholt gezeigt, wie wenig das zählt. So bietet sich der Schweiz die Chance, ein weiteres grosses Kapitel ihrer Fussballgeschichte zu schreiben.»
SRF: Nerven aus Drahtseilen
Die Schweiz habe «Nerven aus Drahtseilen» bewiesen, schrieb SRF auf seinem Newsportal. «Der Jubel im Schweizer Lager kannte keine Grenzen, während Ruben Vargas die Kolumbianer ins Tal der Tränen stürzte.» Eine Überraschung gegen den Titelverteidiger Argentinien scheine nun nicht ausgeschlossen, denn sowohl gegen Kap Verde (3:2 n. V.) als auch gegen Ägypten (3:2 nach 0:2 Rückstand) hätten die Argentinier Mühe bekundet. Superstar Messi sei zwar in Topform, habe an dieser WM jedoch auch schon zwei Penaltys verschossen. (rem/sda)






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