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Team-Kombination

Odermatt reisst Weltmeister-Duo auseinander – von Allmen sagt: «Das ist schon okay»

In der Team-Kombination der Männer sind die Schweizer die Favoriten. Anders als an der WM fährt Loïc Meillard allerdings nicht mit Franjo von Allmen.
An der WM vor einem Jahr gewannen Loïc Meillard (links) und Franjo von Allmen Gold in der Teamkombination.
Bild: Anna Szilagyi/EPA

Fährt er oder fährt er nicht? Das war aus Schweizer Sicht die grosse Frage vor der Team-Kombination der Männer am Montag. Marco Odermatt liess die Antwort bis kurz vor Ablauf der Meldefrist offen. Erst am Sonntag sagte er ja. «Das Rennen passt dieses Mal besser in mein Programm», erklärte er.

An der Weltmeisterschaft vor einem Jahr war das anders. Dort fand die Team-Kombination nur zwei Tage vor dem Riesenslalom statt – und Odermatt nutzte die Zeit fürs Techniktraining. Und so war Odermatt nur Zuschauer, als seine Teamkollegen einen Schweizer Dreifachsieg feierten.

Das Format, bei dem zuerst ein Athlet eine Abfahrt bestreitet und im Anschluss ein Teamkollege einen Slalomlauf fährt, feierte vor einem Jahr Premiere. Franjo von Allmen siegte mit Loïc Meillard vor den weiteren Schweizer Duos Alexis Monney/Tanguy Nef und Stefan Rogentin/Marc Rochat. In diesem Jahr ist die Team-Kombination erstmals olympisch.

Die Schweizer Duos kennen sich kaum

Von Allmen wird allerdings nicht erneut mit Loïc Meillard starten. Denn obwohl er am Samstag Olympiasieger in der Abfahrt wurde, durfte er seinen Partner nicht wählen. Die Schweizer Duos wurden streng nach der Klassierung in der jeweiligen Weltcup-Startliste gebildet. Und da Odermatt in der Abfahrtswertung direkt vor Franjo von Allmen Platz eins belegt, erhielt er mit Meillard den besten Schweizer Slalomfahrer als Partner.

Marco Odermatt ist im Weltcup der beste Abfahrer.
Bild: Michael Buholzer/Keystone

«Das ist schon okay», befand von Allmen noch bevor er wusste, ob Odermatt in der Team-Kombination überhaupt antreten wird. Der Berner wird nun mit Tanguy Nef ein Duo bilden. Alexis Monney startet mit Daniel Yule. Das vierte Schweizer Team bilden Stefan Rogentin und Matthias Iten.

Ein voller Erfolg: An der WM 2025 gingen in der Team-Kombination alle Medaillen an die Schweiz.
Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone

Obwohl die Schweizer WM-Medaillengewinner von Saalbach noch heute gerne auf jenes erfolgreiche Rennen zurückblicken, hat es den Kontakt zwischen den Athleten nicht gross verändert. «Wir sehen uns nur selten», sagte Rogentin. Und als von Allmen gefragt wurde, wie gut er Tanguy Nef kenne, antwortete er: «Offen gesagt: kaum. Aber ich habe gehört, dass er ein cooler Typ sei.» Am Montag werden sie sich besser kennenlernen.

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