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In Pista!

Olympia-Kolumne: Kein Bier ohne Zitrone

Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer wären Olympische Spiele nicht möglich. Unsere Top 3 der monotonsten Aufgaben. Und ein Dank.

Diesen Schrittzähler würde man gerne sehen. Sofern er denn einen hat. Auf jeden Fall läuft der Mann ständig hin und her – 50 Meter hoch und dann wieder 50 Meter zurück. Und das stundenlang. Wie die Löwen früher im Zoo. Aber wehe, es bleibt jemand stehen. «Avanti, avanti!», hallt es dann durch das Zielgelände in Bormio. Selbst die Frau mit Krücken rät er zur Eile.

Ohne die freiwilligen Helfer wären Olympische Spiele nicht möglich.
Bild: MICHAEL BUHOLZER/Keystone

Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer wäre kein sportlicher Grossanlass möglich. Selbst Olympische Spiele nicht. Und so sorgt der fleissige Läufer dafür, dass im engen Durchgang hinter den Medienstehplätzen kein Stau entsteht.

Das führt uns zu den Top 3 der monotonsten Aufgaben an diesen Olympischen Spielen:

Platz 3: Der Weg-Anstarrer. Weil sich der Hintereingang des Pressezentrums nicht verschliessen lässt, muss dort jemand sitzen. Jeden Tag, von früh bis spät. Es könnte sich ja jemand hereinschleichen. Seine Aussicht: ein Holzschnitzelweg und eine Hausfassade.

Platz 2: Der Türöffner. Man fühlt sich wie im Luxushotel. Auf jeden Fall fühlt man sich unwohl. Aber offenbar trauen es die Organisatoren den Journalisten nicht zu, eine Tür selbst zu öffnen. Und so steht einer vor dem Medienzelt und übernimmt diese Aufgabe.

Platz 1: Die Zitronenschnitzerin. Weil es der offizielle Biersponsor dieser Spiele vorsieht, dass in die Flasche eine Zitrone gehört, schnitzt die Helferin die Zitrusfrüchte im Akkord. Die Regeln sind streng: Ein Bier ohne Zitrone darf nicht über den Tresen. Sonst schimpft der Sponsor.

Das führt zum Fazit: Der fleissige Läufer sieht immerhin die Rennen. Und ein Dank an alle Helferinnen und Helfer!

In der Kolumne «In Pista!» blicken unsere Reporter vor Ort hinter die Olympia-Kulissen.

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