American Football

NFL-Wahnsinn: Dieser Rentner verdient 30 Millionen Dollar pro Jahr und streitet vor Gericht wegen einer Bulldogge

In der Nacht zum Donnerstag startet die NFL in ihre neue Saison. Mittendrin ist ein Spieler, der vom Rücktritt zurückgetreten ist – und nun mehr verdient als die Football-Lichtgestalt Tom Brady bei deren Comeback.

Die Geschichte ist nicht frei von Ironie. Weil ausgerechnet einer der bissigsten Verteidiger der National Football League gerichtlich gegen eine französische Bulldogge vorging. Aaron Donald stritt mit seiner Ex-Ehefrau vor Gericht um das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder. Dabei ging es auch um die Bulldogge, die Donald aus dem Haushalt seiner Ex entfernt wissen wollte – weil sie gefährlich sei für die beiden Kinder im Teenager-Alter.

Gerichtsprozesse, verglühte Liebschaften, gefährdete Kinder und bissige Tiere. Die USA lieben solche Gossip-Storys. Gross wurde diese Geschichte aber vor allem deshalb, weil Donald in den letzten Wochen die meist diskutierte Personalie der NFL war. Vor zwei Jahren trat der Verteidiger der Los Angeles Rams zurück. Hochdekoriert als Super-Bowl-Sieger, dreifach ausgezeichnet als bester Verteidiger der Liga, einst der erste Nicht-Quarterback, der pro Saison mehr als 30 Millionen Dollar verdiente.

Als Rückkehrer verdient Donald mehr als Tom Brady

Jetzt kehrt der 35-Jährige aus dem Rentnerdasein zurück. Die Rams statteten ihn mit einem Einjahresvertrag aus. Dieser soll Donald im Erfolgsfall 32 Millionen Dollar einbringen. Zum Vergleich: Im europäischen Fussball verdienen gemäss «Forbes» nur Kylian Mbappé (50 Mio. Dollar/Schätzung) und Erling Haaland (36,9 Mio.) mehr als Donald.

Damit setzen die Rams finanziell den Ton. So viel Geld wurde noch nie für eine Rückholaktion aufgeworfen. Sogar der NFL-Super-Superstar Tom Brady, als Quarterback siebenfacher Super-Bowl-Gewinner, erhielt nach seinem Kurz-Ruhestand beim Comeback für die Tampa Bay Buccaneers 2022 nur halb so viel wie jetzt Donald.

Die Rams können sich solche (Un-)Summen leisten. Sie setzen mit jedem ihrer rund zehn Heimspiele in ihrem wunderbaren SoFi-Stadium in Inglewood bei Los Angeles, wo die Schweizer Fussball-Nati diesen Sommer das WM-Spiel gegen Bosnien bestritt, rund 18 Millionen Dollar um. Und das allein mit Ticketverkauf sowie dem Verzehr von Hotdogs und Hamburger, Bier und Cola der Fans.

Die NFL expandiert nun nach Australien

Dazu muss man wissen: Die Rams gehen zwar als Top-Favorit in die in dieser Woche beginnende NFL-Saison. Doch der Liga-Krösus sind die Südkalifornier nicht. Die Dallas Cowboys, landesweit die populärste Franchise, setzten in ihrer hochmodernen Hightech-Arena in der letzten Saison pro Heimspiel fast 40 Millionen Dollar um.

Aber zurück zu Aaron Donald. Der hat mittlerweile den Prozess gewonnen. Die Ex-Frau musste die Bulldogge abgeben, das gemeinsame Sorgerecht bleibt. Gerade ist Donald aber ziemlich weit weg von seinen Kindern. Die Rams starten nämlich in der Nacht auf Freitag in Melbourne, 26'000 Flugkilometer von Kalifornien entfernt, mit dem Spiel gegen die San Francisco 49ers in die Saison.

Ja, in Down Under! Nach Brasilien, Mexiko und Europa expandiert die NFL nun auch nach Australien. Das nächste Kapitel im NFL-Wahnsinn.

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