
Am Dienstag im olympischen Sprintrennen hiess der Sieger einmal mehr Johannes Kläbo. Der Norweger gewann vor dem US-Amerikaner Ben Ogden und Norwegens Oskar Opstad Vike. Aus den Medaillenrängen fiel ein Finne: Lauri Vuorinen wurde Vierter.
Gegen dieses Ergebnis hat nun der finnische Skiverband Protest bei der FIS eingelegt. Er moniert gemäss Berichten finnischer Medien zwei Dinge: Zum einen soll das US-Serviceteam während der Rennen eine verbotene Flüssigkeit im Servicebereich verwendet haben. Gemäss dem finnischen Olympiaverband handelte es sich um einen Wachsentferner, dessen Gebrauch während des Wettkampfs gemäss FIS-Regularien untersagt sei. Der US-Servicechef erklärte, die Flüssigkeit sei nur zum Händewaschen benutzt worden.
Zum anderen soll das norwegische Serviceteam von der FIS eine Sonderbewilligung erhalten haben, während der Sprint-Vorläufe einen elektrischen Wachskessel im Servicebereich zu nutzen, der gemäss FIS-Richtlinien verboten wäre. Andere Nationen seien über diese Sonderbewilligung nicht informiert worden.
«Zwei Länder haben einen ungerechtfertigten Vorteil erhalten, ohne dass andere davon wussten», heisst es vom finnischen Skiverband in einer Stellungnahme. Eine Entschuldigung – und die soll es von Seiten der FIS gegeben haben – sei nicht ausreichend, sagte die finnische Verbandschefin Marleena Valtasola.
Der Protest hat wohl nur kleine Chancen, auch weil er nicht in der vorgegebenen 48-Stunden-Frist eingereicht wurde. Der finnische Verband moniert, er habe erst am Donnerstag von den Vorkommnissen erfahren und dann den Protest vorbereitet.


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