Dass Italien drei Mal in Folge die WM-Endrunde verpasste, ist für die Tifosi genug schlimm. Doch dieses Mal gibt die «Nazionale» auch abseits des Rasens ein schlechtes Bild ab. Die Suche nach einem Nachfolger von Gennaro Gattuso verkam in den letzten 48 Stunden nämlich zur Posse.

Zunächst schien die Wahl auf Andrea Pirlo zu fallen. Doch weil der frühere Mittelfeldspieler von Milan und Juventus Turin sowie aktuelle Trainer von Dubai United als globaler Markenbotschafter Geld vom russischen Wettanbieter «Fonbet» kassiert, war er für den neuen Verbandschef Giovanni Malagò nicht tragbar.
Pirlo selbst gab am Montag Mittag auf Instagram bekannt, dass er «als Kandidat nicht mehr im Gespräch» sei. Darauf trat am Abend auch der neue Technische Direktor des Verbandes, der 126-fache Ex-Internationale und frühere Milan-Sportdirektor Paolo Maldini, von seinem Posten nach nur 16 Tagen bereits wieder zurück. Pirlo und Maldini verbindet seit gemeinsamen und erfolgreichen Zeiten bei Milan eine enge Freundschaft.
Statt Pirlo/Maldini könnte das neue, starke sportliche Duo beim Verband von Giorgio Chiellini und Roberto Mancini gebildet werden. Chiellini soll nun Nachfolger Maldinis werden – und Mancini als seinen Wunschkandidaten auserkoren haben. Die beiden waren zusammen vor fünf Jahren der Kopf der italienischen Nationalmannschaft, die 2021 überraschend Europameister wurde. Mancini als Coach, Chiellini als charismatischer Abwehrchef.

Mancini war übrigens nicht nur der Trainer, der Italien 2021 zum EM-Titel führte, sondern auch derjenige, der das Scheitern in der WM-Qualifikation 2022 zu verantworten hatte. Nun winkt ihm eine zweite Amtszeit als Nationalcoach.


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