Die Schweiz hat auf wundersame Weise doch noch die Hauptrunde der Handball-EM erreicht. Das Team ist mittlerweile von Oslo nach Malmö gereist, wo es noch vier weitere Partien bestreiten wird. Die Gegner sind hochkarätig. Ist ein Halbfinal-Einzug dennoch möglich? Wir beantworten vor dem Start der Hauptrunde die wichtigsten Fragen.
Wer sind die Gegner?
Die beiden besten Teams jeder Gruppe sind in die Hauptrunde gekommen. Dort bilden die Mannschaften der Gruppe A, B und C eine Gruppe sowie die Teams der Gruppe D, E und F.
Die Schweiz, die in der Gruppe D war, trifft nun auf Co-Gastgeber Schweden, Vize-Weltmeister Kroatien, die hoch gehandelten und spielstarken Isländer sowie die körperlich robusten Ungarn. Das letzte Team in der Hauptrundengruppe II ist Slowenien. Gegen diese Mannschaft spielt die Schweiz allerdings nicht mehr, da es bereits in der Gruppenphase zu diesem Duell gekommen ist.
Wer ist sonst noch im Turnier?
In der Hauptrundengruppe I sind Dänemark, Portugal, Frankreich, Norwegen, Deutschland und Spanien.
Wie sehen die Tabellen vor dem Hauptrundenstart aus?
Warum haben gewisse Teams Punkte auf dem Konto?
Der Modus ist speziell. Die Punkte, die man in der Gruppenphase gegen das Team geholt hat, das ebenfalls in der Hauptrunde steht, werden mitgenommen. Weil die Schweiz gegen Slowenien verloren hat, steht sie nun bei null Punkten. Die Slowenen haben dagegen schon zwei Zähler.
Wie sieht der Spielplan aus?
Freitag, 23. Januar, 18:00 Uhr: Schweiz – Ungarn (live: SRF info)
Sonntag, 25. Januar, 20:30 Uhr: Schweiz – Kroatien (live: SRF zwei)
Dienstag, 27. Januar, 15:30 Uhr: Schweiz – Island (live: SRF zwei)
Mittwoch, 28. Januar, 20:30 Uhr: Schweiz – Schweden (live: www.srf.ch/sport)
Hat die Schweiz noch Chancen auf ein Weiterkommen?
Da nur die besten beiden Teams jeder Hauptrundengruppe in den Halbfinal kommen, sind die Chancen der Schweizer auf einen Platz unter den besten Vier gering. Das Team von Trainer Andy Schmid müsste alle Spiele gewinnen und wohl noch etwas Glück haben, dass es zu diesem Coup reicht.
Was darf man von der Schweiz noch erwarten?
Die Schweiz hat bewiesen, dass sie mit den Topteams mithalten kann. Gegen Slowenien, den Olympia-Vierten von 2024, führte die Schweiz in der zweiten Halbzeit mit 23:14, ehe sie den Vorsprung noch verspielte.
Gleichwohl hat dieses Spiel aufgezeigt, dass die Schweiz der Weltspitze noch ein Stück näher gekommen ist. In zwei Testspielen gegen den Vize-Weltmeister des Vorjahres, Kroatien, hat sie im November einen Sieg landen können. Das wird der Nati Mut machen und ihr den Glauben verleihen, die Gruppengegner schlagen zu können – auch wenn sie in jedes Spiel als Aussenseiterin startet.
Beim Gegner vom Freitag hat sich die Schweiz schon mal ordentlich Respekt verschafft. Ungarn-Coach José Rodriguez sagt: «Sie haben ganz klare Vorstellungen davon, wie sie spielen wollen, und sie spielen wirklich gut. Es wird sehr schwer werden für uns – wie in jedem Spiel an diesem Turnier.»




Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.