notifications
Eishockey

Drittes Break: Fribourg legt im Playoff-Final dank Julien Sprunger wieder vor

Zwei Verlängerungen, viele Chancen – und am Ende trifft Sprunger. Fribourg gewinnt auswärts gegen den HC Davos und hat nun die Chance, zuhause vorentscheidend vorzulegen.
Julien Sprunger wird gefeiert.
Bild: Freshfocus / Nico Ilic

Fribourg-Gottéron liegt im Playoff-Final gegen Davos nach dem dritten Auswärtssieg im dritten Spiel wieder in Führung. Julien Sprunger entscheidet die Partie in der 9. Minute der zweiten Verlängerung.

Ausgerechnet Julien Sprunger! In der 89. Minute erzielte der Captain der Freiburger, der Ende Saison seine Karriere beendet, den Siegtreffer aus spitzem Winkel.

In der ersten Overtime hatte Davos zwar mehr vom Spiel, die besseren Chancen besass aber Gottéron - und auch ein wenig Pech. Erst traf Attilio Biasca den Pfosten, dann tat es ihm Christoph Bertschy gleich. Bereits zum Ende der regulären Spielzeit hatte Fribourgs Verteidiger Juuso Arola nur das Gehäuse getroffen. Für Diskussionen könnte noch ein übles Stockfoul von Lucas Wallmark gegen die Kniekehle von HCD-Stürmer Filip Zadina in der zweiten Verlängerung sorgen, das ungestraft blieb.

Dritter Auswärtssieg

Zum dritten Mal in dieser Finalserie gewann damit das Auswärtsteam und zum dritten Mal dasjenige, das den ersten Treffer erzielt hatte. Dieses gelang nämlich Fribourgs Marcus Sörensen in der 15. Minute. Diesmal war er aber weit davon entfernt, bereits eine Vorentscheidung zu sein. Die Führung währte nämlich gerade mal 13 Sekunden. Im ersten Finalspiel hatte Davos innert zwölf Sekunden von 0:3 auf 2:3 verkürzt, diesmal reagierte Simon Knak blitzartig auf den Rückstand. Julian Parrée hatte hinter dem Freiburger Tor den Puck erobert. Die vierte Davoser Linie zeigte sich nicht zum ersten Mal als wichtiges Element.

Unter dem hohen Tempo, das die beiden Teams wie schon in der ganzen Finalserie anschlugen, litt ein wenig die Präzision. Immer wieder schlichen sich kleine Fehler ein, die Grundordnung ging aber selten verloren. Ausnahmen waren Grosschancen des HCD-Captains Matej Stransky und erneut Sörensens, die im Mitteldrittel alleine vor Reto Berra und Sandro Aeschlimann scheiterten.

Der generell starke Davoser Keeper brillierte dann sogar in der Offensive. In Überzahl erfasste er die Situation am schnellsten, als Fribourg wechseln wollte. Aeschlimann lancierte Yannick Frehner, der sofort auf Filip Zadina weiterspielte. Der Tscheche liess Berra keine Chance und erzielte in der 29. Minute das 2:1. Ein untypisches Powerplaytor.

Fribourg wieder im Vorteil

Aber immerhin eines. Fribourg blieb in Überzahl hingegen einmal mehr harmlos. Dafür traf zwölf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit ein weiterer Schwede, Lucas Wallmark, mit einem Kabinettstück zum 2:2-Ausgleich. Das feine Pässchen kam von Sörensen, der mit Abstand sein bestes Spiel seit seiner Rückkehr von einer dreimonatigen Verletzungspause im vierten Spiel des Halbfinals gegen Servette zeigte.

Nach dem Ausgleich hatte Gottéron in der mit 6547 Zuschauern einmal mehr ausverkauften Davoser Arena für einige Minuten deutlich Aufwind, die Entscheidung hätte in der Schlussphase aber auf beiden Seiten fallen können. Bei Davos gab Nationalspieler Michael Fora nur ein kurzes Comeback, ehe er nicht mehr erschien.

Nun haben die Freiburger am Freitag die Chance, mit einem ersten Heimsieg auf 3:1 davonzuziehen und dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte bis auf einen Sieg nahe zu kommen. (sda)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)