Fussball-WM 2026

Fifa verkauft Fan-Grüsse auf WM-Anzeigetafeln für 79 Dollar

Heiratsantrag im WM-Stadion? Die Fifa ermöglicht Fans gegen Bezahlung, kurze Botschaften auf den Anzeigetafeln zu platzieren. Was der Spass kostet – und welche Regeln gelten.
Die Fifa ermöglicht Fans gegen Bezahlung, kurze Botschaften auf den Anzeigetafeln zu platzieren.
Bild: Tony Gutierrez

Kurioses Angebot der Fifa kurz vor dem WM-Start: Der Fussball-Weltverband bietet Fans an, ihren Namen oder einen kleinen Gruss bei WM-Spielen auf der Anzeigetafel im Stadion anzeigen zu lassen. Der Spass ist wie so viele Dinge bei dieser WM nicht kostenlos: 79 Dollar werden für einen sogenannten Super Shoutout aufgerufen, umgerechnet also knapp 63 Franken.

Fans können für jedes Spiel mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf einen solchen Shoutout auf der Anzeigetafel reservieren. Dazu hat die Fifa eine eigene Website eingerichtet.

Was auf der Anzeigetafel zu sehen sein wird, ist natürlich nicht ganz frei wählbar. «Shoutouts mit beleidigender, missbräuchlicher, diskriminierender, politischer oder anderweitig unangemessener Sprache werden nicht akzeptiert», heisst es beim Weltverband. «Shoutouts dürfen keine kommerziellen, werblichen oder Marketinginhalte, persönlichen Kontaktdaten oder Verweise auf Spieler, Mannschaften, Offizielle oder Spielergebnisse enthalten. Die Fifa behält sich das Recht vor, jeden Shoutout nach eigenem Ermessen zu bearbeiten, zu kürzen oder abzulehnen.»

Keine Emojis, aber ein kurzer Heiratsantrag dürfte möglich sein

Ausserdem dürfen die Botschaften unter anderem keine Emojis enthalten und müssen die vorgegebene Zeichenbegrenzung von 30 Zeichen einhalten. Immerhin, ein kurzer Heiratsantrag dürfte in diesem Rahmen möglich sein.

Ob ihn allerdings jemand mitbekommt, ist eine andere Frage. Zur Anzeige der Botschaften heisst es: «Super Shoutouts werden vor dem Spiel angezeigt; der genaue Zeitpunkt kann je nach Spieltagsbetrieb variieren. Während des laufenden Spiels werden keine Shoutouts angezeigt. Zeitpunkt, Dauer und Platzierung der Anzeige werden nicht garantiert.» (dpa)

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