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Ski alpin

Corinne Suter gewinnt erstmals seit Olympia 2022 wieder in der Abfahrt – Janine Schmitt stürzt

Corinne Suter feiert in Andorra ihren vierten Weltcupsieg in der Abfahrt. Die 31-Jährige zeigt eine markante Steigerung im Vergleich zum Auftritt bei den Olympischen Spielen.
Corinne Suter rast ihrem ersten Sieg seit vier Jahren entgegen.
Bild: Gabriele Facciotti

Ein wenig Glück gehörte beim Sieges-Revival von Corinne Suter dazu. Die Startnummern-Auslosung bescherte der 31-Jährigen die frühe Nummer 4. Bei frühlingshaften Temperaturen und einer intensiv von der Sonne bestrahlten Piste in Andorra die perfekte Voraussetzung für einen Exploit. Am Schluss standen mit Suter, Nina Ortlieb und Sofia Goggia die Nummern 4, 3 und 6 in Soldeu auf dem Podest.

Mit Startnummer 19 – was aufgrund von Suters Position in der Weltrangliste ebenfalls möglich gewesen wäre – hätte die Schwyzerin das Rennen kaum gewonnen. Wäre Suter aber nicht auch eine beinahe perfekte Fahrt gelungen, hätte es ebenfalls nicht für einen Podestrang gereicht.

Ihren letzten Abfahrtssieg feierte Corinne Suter vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Peking. Vor drei Wochen in Cortina enttäuschte die Abfahrts-Weltmeisterin von 2021 hingegen. Nach einem Trainingssturz im Dezember in St. Moritz und einem Muskelfaserriss stieg die die neu sechsfache Weltcupsiegerin erst Mitte Januar in die Saison ein, tat sich aber auf dem Weg zurück an die Weltspitze schwer und konnte die von ihr oft schon gesehene eklatante Steigerung auf wichtige Rennen hin bei den Winterspielen nicht im Ansatz zeigen.

Auch die Art und Weise der nun erlebten Steigerung seit ihrem missglückten Olympia-Auftritt kommt überraschend. Suter begründet ihren Exploit in Andorra mit der Fähigkeit, «dass ich mich auf mich selbst konzentrieren konnte und seit einigen Tagen ein wirklich gutes Gefühl hatte. Ich habe mich viel wohler gefühlt als zuletzt.». Daraus resultierte eine viel offensivere Fahrweise und endlich wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sie habe derzeit einfach «mega Freude am Skifahren», sei aber dennoch vor dem Rennen aufgrund der gelungenen Trainings mit Platz 2 am Donnerstag doch ziemlich nervös gewesen.

Für das zuletzt arg gebeutelte Schweizer Speedteam der Frauen war es der allererste Podestplatz der Saison. Den letzten Abfahrtssieg feierte die Schweiz vor zwei Jahren in Crans-Montana dank Lara Gut-Behrami. Hinter Corinne Suter klaffte aber auch in Andorra, wo die 31-jährige übrigens am 9. März 2011 im Rahmen eines Europacup-Riesenslaloms ihren ersten rennmässigen Auftritt hatte, ein grosses Loch. Zweitbeste Schweizerin war Malorie Blanc auf Position 17.

Dennoch hatte neben Suter eine zweite Schweizerin Grund zum Jubeln. Die 21-jährige Nidwaldnerin Jasmin Mathis fuhr bei ihrem allerersten Weltcup-Einsatz auf Anhieb in die Punkteränge. Platz 23 deutet das grosse Potenzial der letztjährigen Junioren-Weltmeisterin im Super-G an. Ebenfalls Erleichterung war im Zielraum aus dem Gesicht von Janine Schmitt zu lesen. Die St. Gallerin konnte nach ihrem Sturz punkto Verletzung Entwarnung geben. Schmitts grösste Sorge nach dem Ausfall betraf nicht etwa das Knie, sondern den Brustkorb. Durch den geöffneten Airbag fiel der St. Gallerin das Atmen schwer, so dass sie sich noch an der Unfallstelle möglichst rasch davon befreien wollte. Ein etwas anderer Druckabfall als bei Siegerin Corinne Suter.

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