Wirtschafts-News

Alle Schweizer Wirtschafts-News vom 16. Juli bis zum 30. September 2026

Wirtschafts-Ticker mit aktuellen Nachrichten aus der nationalen und internationalen Wirtschaftswelt.

17:06 Uhr

Mittwoch, 30. September

Mehr Wachstum für die Schweiz

Weder Donald Trumps Zollpolitik, noch die durch den Iran-Krieg befeuerten Energiepreiserhöhungen konnten die Weltwirtschaft bremsen. Sie erwies sich als ziemlich widerstandsfähig. Davon profitiert auch die Schweizer Volkswirtschaft. Sie hat sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich robuster entwickelt als erwartet. Das teilt das KOF-Institut der ETH Zürich am Mittwoch mit. In der Folge haben die Konjunkturforscher ihre Wachstumsprognose für das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) ohne internationale Sportgrossanlässe für 2026 von 0,8 Prozent auf 1,9 Prozent erhöht. Für die Jahre 2027 und 2028 erwartet das KOF‑Institut jeweils ein Plus von 1,7 Prozent.

Doch die Prognosen sind mit Vorsicht zu geniessen, wie die Experten festhalten. Denn die Unsicherheit bleibe hoch. Die Gefahrenliste ist lang: eine Eskalation im Nahost-Konflikt, neue US-Zölle oder das Abflachen der Nachfrage in den grössten Exportmärkten könnten die Aussichten trüben.

Insbesondere das zweite Quartal 2026 überraschte die Konjunkturforscher positiv, wie sie einräumen. Für das dritte Quartal erwartet das KOF-Institut eine vorübergehende Wachstumspause, bevor die Wirtschaft im vierten Quartal wieder moderat zulegt.

Als Treiber des Wachstums nennen die Forscher unter anderem die Investitionen, namentlich auch in den Wohnbau, sowie den privaten Konsum. «Die Konsumentenstimmung hat sich verbessert, die Detailhandelsumsätze haben sich erholt und auch im Gastgewerbe zeigen sich Entspannungstendenzen», heisst es beim KOF. (fv)

07:55 Uhr

Mittwoch, 30. September

Knall bei Rieter: Oetterli geht

Der frühere Schindler-Chef Thomas Oetterli war seit März 2023 Rieter-Chef, ein Jahr später übernahm er zusätzlich das Verwaltungsratspräsidium. Doch nun habe sich Oetterli entschieden, beide Funktionen per 31. Oktober 2026 abzugeben. Das teilt das Industrieunternehmen am Mittwoch mit. Der Zeitpunkt sei gekommen, «die Verantwortung in neue Hände zu übergeben», sagt Oetterli.

Rieter wiederum hält fest, dass eine «spätere Trennung der Funktionen des CEO und des Verwaltungsratspräsidenten» schon seit dem Amtsantritt von Oetterli vorgesehen gewesen sei.

Neuer CEO bei Rieter wird Daniel Lippuner. Als ehemaliger Chef der Saurer-Gruppe und zuvor als Leiter von Oerlikon Textile Components habe er «Geschäfte entlang der Wertschöpfungskette von Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten» verantwortet. Als Verwaltungsratspräsident und Mitinhaber von Heberlein Technology sei er zudem eng mit der Chemiefaserindustrie verbunden geblieben.

Bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung am 14. April 2027 übernimmt Carl Illi das Präsidium des Verwaltungsrats. Er sitzt seit 2017 im obersten strategischen Gremium von Rieter. (fv)

16:44 Uhr

Dienstag, 29. September

Lindt muss zurückbuchstabieren

Lindt & Sprüngli senkt wegen der schwachen Nachfrage den Ausblick für 2026. Statt mit einem organischen Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent rechnet der Konzern neu nur noch mit 0 bis 2 Prozent. Das teilte der Schokoladenhersteller am Dienstag mit. Das ist deutlich weniger als das eigentlich angestrebte Ziel von 6 bis 8 Prozent. Und es ist bereits die zweite Umsatzwarnung in einem Jahr. Hauptgrund für die enttäuschenden Zahlen dürften wohl die allzu aggressiven Preiserhöhungen sein, die Lindt durchgesetzt hatte. Die Folge: Die Lindor-Kugeln blieben im Regal liegen. Auch die Sommerhitze hat laut Lindt den Absatz gedrückt. (fv)

14:59 Uhr

Dienstag, 29. September

Aldi macht weiteren Laden dicht

Vor wenigen Jahren zog der Discounter Aldi in die Berner Innenstadt ein. Im Frühjahr musste er die erste Filiale schliessen, nun macht er auch den zweiten Standort wieder zu, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Der Aldi-Laden an der Spitalgasse unweit des Bahnhofes geht am 28. November zu. Auch in anderen Städten hat sich Aldi aus Verkaufsflächen an Innenstadtlagen zurückgezogen – etwa in Zürich unweit der Bahnhofstrasse. Die geplante Filiale im Basler Bahnhof hatte der Discounter erst gar nicht eröffnet. Die Nachfolge für die freigewordene Fläche in der Berner Innenstadt ist auch schon geregelt: Sie wird von der Migros übernommen. (fv)

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09:22 Uhr

Dienstag, 29. September

Erster umgebauter FV-Dosto fährt

Die SBB verzichten bei den Fernverkehrs-Doppelstockzügen (FV-Dosto) auf die sogenannte Wankkompensation, die schnelleres Fahren in Kurven hätte ermöglichen sollen. Deshalb wird diese nun ausgebaut. Mit dem Umbau soll der Fahrkomfort erhöht werden. Zudem würden die Züge durch den Wegfall der wartungsintensiven Technologie wirtschaftlicher. Über die gesamte Lebensdauer der Flotte rechnen die SBB laut einer Mitteilung vom Dienstag mit tieferen Unterhaltskosten und Einsparungen von rund 40 Millionen Franken.

Der erste umgebaute Zug ist ab dem 30. September im Einsatz. Die Bewilligung für den Umbau haben die SBB vom Bundesamt für Verkehr im August erhalten. Bis Anfang der 2030er-Jahre soll die gesamte Flotte, die aus 62 Zügen besteht, schrittweise umgebaut werden. (ehs)

07:29 Uhr

Dienstag, 29. September

Spuhler nominiert neuen Chef für Stadler

Es kommt zum Chefwechsel bei dem von Peter Spuhler kontrollierten Unternehmen Stadler: Ab 2027 übernimmt Philipp Brunner den CEO-Posten. Er folgt auf Markus Bernsteiner, der die Stadler-Gruppe seit 2023 operativ geführt hat und sich mit 60 Jahren und «nach 27 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit Peter Spuhler auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren» wolle. Das teilt Stadler am Dienstag mit. Der Wechsel sei «von langer Hand geplant» gewesen.

Dabei setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Kontinuität: Der 42-jährige Brunner arbeite seit über 16 Jahren für Stadler und leite derzeit die Division Zentraleuropa mit drei Standorten und über 2600 Stadler-Mitarbeitenden sowie seit Januar des laufenden Jahres ad interim die Division Deutschland. Brunner, der an der Universität St.Gallen Betriebswirtschaft studiert hat, ist zudem seit 2021 Mitglied der Konzernleitung.

«Ich arbeite seit Jahren hervorragend mit Philipp Brunner zusammen», sagt Spuhler. «Er hat sich in zahlreichen wichtigen Funktionen innerhalb der Stadler-Gruppe hochgearbeitet und mehrfach auch international bewiesen, dass er im operativen Geschäft exzellente Resultate erzielt.» (fv)

11:36 Uhr

Montag, 28. September

Calida erhöht Ausschüttung und kauft Aktien zurück

Der Unterwäschehersteller Calida will künftig einen grösseren Teil des Gewinns an die Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. Wie das Luzerner Unternehmen am Montagmorgen mitteilte, sollen neu 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden. Bislang waren es 20 bis 30 Prozent. Die deutlich höhere Ausschüttungsquote reflektiere «die starke Bilanz, die nachhaltige Ertragskraft des Unternehmens sowie das Vertrauen in die langfristigen Wachstumsperspektiven der Gruppe», teilt Calida am Montag mit.

Zusätzlich startet ab 2. Oktober 2026 ein öffentliches Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals. Dieses soll bis spätestens Ende Juni 2027 laufen. Die so erworbenen Namenaktien sollen mittels Kapitalherabsetzung innerhalb des Kapitalbands vernichtet werden.

Eigentlich hätte das Rückkaufprogramm bereits am 9. März starten sollen. Calida verschob den Start damals jedoch auf unbestimmte Zeit. Offizielle Erklärung: Die Vorbereitungen für das Aktienrückkaufprogramm benötigten mehr Zeit. An der Generalversammlung im April war der Antrag eines Minderheitsaktionärs für einen deutlich grösseren Rückkauf von bis zu 10 Prozent abgelehnt worden. Dies, nachdem der Verwaltungsrat im Vorfeld der Versammlung angekündigt hatte, bei einer Annahme würde die Dividende gestrichen – ansonsten drohe eine Schmälerung der Liquidität und damit des strategischen Spielraums.

Die Ankündigung vom Montag hat nun gemäss Calida das Ziel, die Aktionärinnen und Aktionäre künftig «noch stärker am Unternehmenserfolg zu beteiligen und gleichzeitig die finanzielle Flexibilität für die langfristige Weiterentwicklung der Gruppe zu bewahren». Nachdem diese 2024 verkauft worden war, hatte die Calida-Führung ebenfalls ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt. Finanziert wurde dieses damals aus dem Verkaufserlös der Gartenmöbelsparte Lafuma Mobilier.

In dieser Sache wurde Calida vor rund zwei Wochen erstinstanzlich von einem Pariser Gericht verurteilt: Die Käuferin, die Firma Peugeot Frères Industrie, habe Anspruch auf eine Schadenersatzzahlung von rund 6,4 Millionen Euro. Gegenüber der NZZ gibt Thomas Stöcklin, Chef und Verwaltungsratspräsident von Calida, weitere Details bekannt. Die Gegenpartei sei der Meinung, Calida habe beim Verkauf nicht alle relevanten Informationen offengelegt. Dabei sei es konkret um Prognosen im Rahmen des Businessplans gegangen. «Doch das sind unseres Erachtens nicht Pflichtinformationen bei einem Verkauf», so Stöcklin. Der Entscheid ist nicht rechtskräftig und kann an die nächste Instanz weitergezogen werden. (mha)

10:58 Uhr

Montag, 28. September

Rhein erreicht Rekordtiefstand in Köln

Das Niedrigwasser des Rheins hat in Köln einen neuen historischen Tiefststand erreicht. Der Pegelstand sank auf 40 Zentimeter, wie aus aktuellen Daten des Wasserstrassen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. «Mit 40 Zentimetern haben wir einen Niedrigwasser-Rekord», sagt der Kölner Aussenbezirksleiter des Amtes, Markus Neumann. Es fahren nach seiner Schilderung nur noch wenige Schiffe. «Man kann schon sagen, dass die Schifffahrt ganz stark abgenommen hat.»  (dpa)

11:28 Uhr

Montag, 28. September

Patent-Urteil: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar zahlen

Apple soll nach einem Urteil von US-Geschworenen gut 5,7 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von zwei Patenten zahlen. In dem Prozess warf das Unternehmen Taction Technology dem Konzern mit Apfellogo vor, seine Technologie in der sogenannten «Taptic Engine» zu nutzen, die zum Beispiel die Vibrationsalarme im iPhone und der Computer-Uhr Apple Watch auslöst.

Die Geschworenen sahen insgesamt drei Punkte aus den beiden Patenten verletzt. Sie sprachen Taction dafür exakt 5’721’961.75 Dollar oder umgerechnet rund 4,75 Milliarden Franken zu. Apple kündigte beim US-Sender CNBC an, man sei mit der Entscheidung nicht einverstanden und werde in Berufung gehen. Der Konzern verwende die Technologie von Taction nicht.

Dass Geschworene in Patentprozessen hohe Summen zusprechen, ist keine Seltenheit. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass die Beträge in Berufungsverfahren zum Teil deutlich reduziert werden. Die Geschworenen befanden zugleich, dass Apple die Patente nicht absichtlich verletzt hatte. Andernfalls hätte sich der Betrag noch verdreifachen können. (dpa)

16:04 Uhr

Freitag, 25. September

Nestlé stellt Teekapselsystem ein

Mit Nespresso hat Nestlé eine der grossen Erfolgsgeschichten der Lebensmittelbranche geschrieben. Die Kaffeekapseln aus der Schweiz machten aus einer simplen Idee ein weltweites Milliardengeschäft – und fanden unzählige Nachahmer. Was mit Kaffee funktioniert, sollte auch mit Tee gelingen, sagten sich wohl die findigen Köpfe bei Nestlé: Und so lancierte der Schweizer Nahrungsmittelriese 2010 Special T, ein Teekapselsystem mit spezieller Maschine und zig verschiedenen Geschmacksrichtungen. Doch die zweite Kapselgeschichte aus dem Hause Nestlé nahm einen ganz anderen Verlauf. Der Erfolg blieb aus, Detailhändler wie Coop nahmen das Produkt aus dem Regal.

Nach rund 15 Jahren zieht der Konzern nun den Stecker. Nestlé hat seine Kunden am Mittwoch über das Ende seiner Produktlinie Special T informiert, wie das Westschweizer Radio RTS als erstes berichtet hat. Die Herstellung der Kapseln am Waadtländer Standort Orbe werde schrittweise reduziert und per Ende Jahr eingestellt. Die derzeitigen Lagerbestände dürften nach aktuellen Schätzungen noch Lieferungen bis Februar ermöglichen. Nestlé begründet das Ende von Special T damit, dass der Konzern sich auf Marken konzentrieren wolle, die langfristiges Wachstum versprächen.

Der Entscheid hat Auswirkungen aufs Personal. Von den 15 Personen, die für die Produktionslinie von Special T arbeiten, kann nur knapp die Hälfte im Unternehmen weiterbeschäftigt werden. Acht Personen verlieren ihre Stelle, darunter laut den Gewerkschaften auch sieben Mitarbeitende, die älter als 58 Jahre sind. Nestlé erklärte gegenüber RTS seinerseits: «Von den acht betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben sieben Anspruch auf eine vorzeitige Pensionierung über den Nestlé-Pensionsfonds.» Falls sie sich für diese Möglichkeit entscheiden, bietet Nestlé ihnen freiwillig «finanzielle Begleitmassnahmen» an. Für jene, die weiterhin berufstätig sein möchten, gebe es zudem «individuelle Unterstützung bei der Stellensuche». (fv)

10:22 Uhr

Freitag, 25. September

Lidl-Mann wird HR-Chef bei Schindler

Beim Luzerner Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler kommt es zu einem Wechsel in der Konzernleitung: Per 1. Januar 2027 wird André Becker die Position des Chief Human Resources übernehmen, heisst es in einer Mitteilung. In seiner letzten Konzernfunktion war er als Chief Human Resources Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei Lidl tätig. Zuvor war er beim Chemiekonzern BASF in verschiedenen Führungspositionen tätig.

Becker folgt damit auf den früheren Personalchef Hugo Martinho, der vor ungefähr einem Jahr Knall auf Fall aus der Geschäftsleitung ausgeschieden ist. Mittlerweile arbeitet Martinho als Chief Transformation Officer beim Elektroautobauer Lucid Motors – wo Ex-Schindler-Chef Silvio Napoli seit kurzem CEO ist. (mim)

16:36 Uhr

Donnerstag, 24. September

Knall bei Capri-Sun: Der Chef ist weg

Beim Süssgetränkehersteller Capri-Sun mit Sitz in Baar kommt es zu einem abrupten Abgang. Am Donnerstagabend vermeldet Capri-Sun in einer kurzen Medienmitteilung, dass Geschäftsführer Roland Weening nicht mehr für das Unternehmen tätig ist. Er sei mit Wirkung per 18. September von seiner Position als CEO sowie von sämtlichen weiteren Aufgaben entbunden. Ein Grund für den Abgang wird nicht genannt. Eine Würdigung von Weening fehlt komplett. Der Niederländer stand der Firma seit 2016 vor.

Die Firma gehört dem 85-jährigen Multimilliardär Hans-Peter Wild, zählt weltweit 1100 Angestellte und verkauft jährlich rund 6 Milliarden Getränke in über 100 Ländern. Die grösste Fabrik steht in Eppelheim, Deutschland. Weening arbeitete zuvor für die Konsumkonzerne Mondelez und Unilever.

Zu seinem Verhältnis mit Inhaber Wild sagte Weening erst kürzlich im Interview mit «Schweiz heute»: «Das läuft alles sehr unkompliziert ab. Wenn ich eine Frage habe oder er etwas besprechen will, rufen wir einander an. Manchmal gehe ich persönlich bei ihm vorbei, denn wir wohnen hier im Kanton Zug nebeneinander.»

Das Unternehmen, das für seine Quetschbeutel bekannt ist, wird nun laut der Mitteilung «von den bestehenden Führungskräften und Mitarbeitenden» sowie von Eigentümer und Verwaltungsratspräsident Wild geführt. (bwe)

14:53 Uhr

Donnerstag, 24. September

Kühne+Nagel will Nazi-Vergangenheit aufarbeiten

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel mit Sitz in Schindellegi SZ will erstmals seine Vergangenheit in der NS-Zeit aufarbeiten. Das kündigt Verwaltungsratspräsident Jörg Wolle an. Der kürzlich verstorbene Mehrheitsaktionär Klaus-Michael Kühne hatte sich immer gegen diesen Schritt gewehrt, weil ein Gutachten unweigerlich den Ruf seines Vaters Alfred, damaliger Firmenchef, beschädigt hätte.

«Sicher werden wir uns dieses Themas annehmen müssen. Ich denke, das wäre in Kühnes Sinne», sagt nun aber Wolle gegenüber der «Bilanz». Im April 1933, direkt nach der Machtergreifung Adolf Hitlers, musste der jüdische Mitgesellschafter Adolf Maass seine 45-Prozent-Beteiligung an Kühne+Nagel aufgeben. Er wurde später in Auschwitz ermordet. Die Spedition transportierte im grossen Stil den Hausrat geflohener und deportierter Juden ab. (bwe)

14:48 Uhr

Donnerstag, 24. September

Valora kündigt 1000 neue Shops an

Der Kioskkonzern Valora erwirtschaftet heute schon rund die Hälfte des Umsatzes im Ausland. Der abtretende Geschäftsführer Michael Mueller rechnet künftig mit einem überproportionalen Wachstum ausserhalb der Schweiz. «In Zukunft wird Valora deutlich mehr als 50 Prozent des Umsatzes im Ausland erzielen», sagt Mueller zur «Bilanz». Deutschland ist nach der Schweiz der wichtigste Markt für das Unternehmen mit Sitz in Muttenz BL, das seit 2022 dem mexikanischen Handelsriesen Femsa gehört.

Teil der Strategie sind neue Shops. Zum Valora-Portefolio in Deutschland gehören Cigo-Kioske, Bäckereien von der Backwerk-Kette und zahlreiche Standorte der Gastrokette Frittenwerk. «Wir glauben, dass wir in Deutschland mittelfristig 500 bis 1000 Standorte eröffnen können», sagt Mueller dem Wirtschaftsmagazin. Viel Potenzial sieht er dabei für Avec. Im Nachbarland rollt Valora derzeit das Convenience-Format in einer Partnerschaft mit der Deutschen Bahn aus. (bwe)

11:04 Uhr

Donnerstag, 24. September

Hilti-Konzern liegt im Plus

Der Liechtensteiner Baugerätehersteller Hilti hat in den ersten acht Monaten 2026 gut 4,24 Milliarden Franken umgesetzt, 1,9 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. In Lokalwährungen stieg der Umsatz um 5,9 Prozent; zweistellige Wachstumsraten verzeichnete Hilti in Amerika, dem Raum Asien-Pazifik und im Gebiet Mittlerer Osten/Afrika. In Europa, wo Hilti gut die Hälfte des Konzernumsatzes erarbeitet, nahm der Umsatz in Lokalwährungen «in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld» um 0,5 Prozent zu. In Franken ging er um 1,3 Prozent zurück. Hilti-Chef Jahangir Doongaji sagt: «Wir registrieren hohe Investitionen in Energie- und Rechenzentrumsprojekte, während der traditionelle Bausektor schwach bleibt

Bei den Ergebnissen liegt Hilti deutlich im Plus. Das Betriebsergebnis nahm um 17 Prozent auf 533 Millionen Franken zu, der Reingewinn um gut ein Viertel auf 389 Millionen. Die Ausgaben für Forschung & Entwicklung wurden um 5,7 Prozent auf 280 Millionen Franken beschnitten. Die Zahl der Mitarbeitenden betrug Ende August weltweit 34'195, 229 weniger als vor Jahresfrist.

Für das Gesamtjahr rechnet Hilti neu mit einem prozentualen Umsatzwachstum in Lokalwährungen «im mittleren einstelligen Bereich». Zuvor lautete die Prognose «im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich». (T.G.)

08:00 Uhr

Donnerstag, 24. September

Cembra zügelt von Zürich in den Aargau

Der Aufschrei in Zürich war gross, als vor rund einem Monat die Bank Vontobel ihre Umzugspläne bekanntgab: Sie verlegt 2030 ihren Hauptsitz von Zürich nach Zug. Nun kehrt eine weitere Bank Zürich den Rücken. Cembra plant, ihren Hauptsitz von Zürich Altstetten nach Baden im Aargau zu verlegen, teilt die auf Kleinkredite spezialisierte Bank am Donnerstag mit. Der Umzug finde voraussichtlich im Herbst 2027 statt. Als neuer Hauptsitz von Cembra ist gemäss Mitteilung der Gebäudekomplex Konnex im ehemaligen Industriequartier Baden-Nord vorgesehen. (fv)

15:13 Uhr

Mittwoch, 23. September

Ringier streicht Jobs in der Romandie

Das Medienhaus Ringier, das unter anderem den «Blick» herausgibt, baut in der Westschweiz 14 Stellen ab. Betroffen sind auch 6 Journalistinnen und Journalisten, wie Ringier am Mittwoch bekannt gab. Für die betroffenen Mitarbeitenden kämen ein Sozialplan sowie «individuell abgestimmte Massnahmen» zur Anwendung. Die Gewerkschaft Syndicom kritisiert den Abbau scharf: Schliesslich würden 14 von insgesamt 74 Stellen wegfallen. Damit sei «fast jede fünfte Stelle» betroffen. «Diese Massenentlassung schwächt die Medienlandschaft der Westschweiz insgesamt.»

Die personellen Einsparungen will Ringier gemäss eigenen Angaben vor allem durch eine bessere Zusammenarbeit mit der Deutschschweiz erzielen. Ringier halte «unverändert» stark an seinen Westschweizer Marken fest.

Zudem teilt Ringier mit, dass es bei seinem monatlich erscheinenden Westschweizer Wirtschaftsmagazin «PME» zu einem Wechsel an der Spitze kommt. Thierry Vial, der langjährige Chefredaktor von PME, habe sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Über seine Nachfolge werde in den kommenden Wochen entschieden. (fv)

08:04 Uhr

Mittwoch, 23. September

Ex-Pharmachef wird Roche-Verwaltungsrat

Bei der Roche-Generalversammlung vom 9. März 2027 soll mit Christophe Weber der ehemalige Chef von Takeda Pharmaceuticals in den Verwaltungsrat gewählt werden. Das gab der Basler Pharmariese am Mittwoch bekannt. Der Franzose führte das japanische Pharmaunternehmen während rund 12 Jahren. Webers «fundierte Kenntnisse der Gesundheitsbranche und seine breite Führungserfahrung werden unseren Verwaltungsrat weiter stärken», sagt Roche-Verwaltungsratspräsident Severin Schwan. (fv)

13:04 Uhr

Montag, 21. September

Sunrise: Hunderte Stellen in Gefahr

Die Telekom-Firma Sunrise will sparen. Das teilt sie am Montag mit. Mittelfristig sollen «erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden». Damit einhergehen dürfte ein grösserer Stellenabbau. In einer ersten Phase wird laut der Mitteilung eine potenzielle Reduktion um bis zu 450 Vollzeitstellen evaluiert. Zudem werden Zulieferverträge systematisch geprüft.

Im vierten Quartal werde Sunrise zu einem möglichen Stellenabbau ein Konsultationsverfahren durchführen. Shop-, Vertriebs- und Kundendienst-Mitarbeitende sollen weitestgehend und Lernende gänzlich von einem allfälligen Stellenabbau ausgenommen werden.

Sunrise schreibt, mit einer «mehrjährigen, umfassenden Transformation» sollen die Ressourcen und Kompetenzen «gezielter auf Kundenerlebnis und -treue», das Netz und die Zuverlässigkeit und Qualität ausgerichtet werden. Wachstumschancen und Innovationen sollen schneller umgesetzt werden können.

Sunrise mit Sitz in Opfikon ZH ist nach der Swisscom die Nummer 2 im Schweizer Telekom-Markt. Das Unternehmen beschäftigt etwa 3'000 Mitarbeitende. Im Jahr 2025 schrieb Sunrise bei einem Umsatz von knapp 3 Milliarden Franken einen Nettoverlust von 108,5 Millionen Franken. (ehs)

12:20 Uhr

Montag, 21. September

ABB baut Geschäft mit Rechenzentren aus

Der Schweizer Industriekonzern ABB hat am Montag die Einführung eines Portfolios namens «Infinitus» für Gleichstromlösungen bekannt gegeben. Dieses soll den steigenden Energiebedarf von Rechenzentren für die Künstliche Intelligenz (KI) «effizienter adressieren». Zudem soll der Platzbedarf für die Stromversorgung reduziert werden.

Die Architektur werde den Anforderungen künftiger KI-Chips gerecht, heisst es in einer Mitteilung. Die ersten vollständig auf Gleichstrom ausgelegten Rechenzentren mit dem Infinitus-Portfolio sollen innerhalb von zwei bis drei Jahren installiert und in Betrieb genommen werden.

ABB hat in den vergangenen Monaten stark vom Boom der KI profitiert, da viele Produkte der auf Energie- und Automationstechnik spezialisierten Firma etwa in Rechenzentren eingesetzt werden können. Seit Anfang Jahr hat die Aktie um fast 35 Prozent zugelegt. (ehs)

10:32 Uhr

Montag, 21. September

Ölpreise sinken leicht

Die Ölpreise haben zum Wochenstart den vierten Handelstag in Folge nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November verlor am Montagmorgen zuletzt 1,75 Prozent auf 102,05 US-Dollar. Marktteilnehmer haben weiterhin die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran im Blick.

Trump sagte dem Fernsehsender «Fox News» am Wochenende, er sei «wahrscheinlich» zu einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian am Rande der UN-Generalversammlung in New York in dieser Woche bereit. Trump wird zudem mit Chinas Staatschef Xi Jinping zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen und könnte sich mit Vertretern von Staaten am Persischen Golf treffen.

«Der Markt geht von einer Phase mit einer sich verschlechternden Versorgungslage in eine Phase über, in der das Schlimmste der Verknappung möglicherweise vorüber ist», sagte Xuyi Zhao, leitende Ölanalystin bei Guotai Junan Futures, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Brent-Preis dürfte sich ihrer Einschätzung zufolge dennoch um die Marke von 100 US-Dollar einpendeln, da die Voraussetzungen für einen anhaltenden Abwärtstrend noch nicht gegeben seien. (dpa)

14:01 Uhr

Freitag, 18. September

Ex-Swiss-Chef verlängert Amtszeit bei Lufthansa

Von 2021 bis Mitte 2024 führte der Schweiz-Belgier Dieter Vranckx die Lufthansa-Tochter Swiss. Danach wechselte er in als Kommerzchef in die Geschäftsleitung des Mutterkonzerns in Frankfurt. Dort hat der Verwaltungsrat nun seine Amtszeit bis Mitte 2032 verlängert.
Seit Sommer präsidiert Vranckx zudem die Swiss. Er ist damit der erste nichtunabhängige Verwaltungsratspräsident in der Geschichte der Schweizer Airline, die in den vergangenen Jahren zunehmend Kompetenzen an die Zentrale in Deutschland abgeben musste. (bwe)

10:35 Uhr

Donnerstag, 17. September

CH Media kauft Radio Swiss Pop von der SRG

Die private Mediengruppe CH Media, zu der auch diese Online-Plattform gehört, übernimmt den Musiksender Radio Swiss Pop von der SRG per 5. Januar. Zum Portfolio des Aargauer Unternehmens gehören sieben regionale Radios sowie die vier Musikspartenprogramme Radio Melody, Virgin Radio Switzerland, Flashback FM und Radio Eviva.

«Mit der Übernahme stärken wir unsere führende Position im Schweizer Radiomarkt und bauen unsere digitale Reichweite weiter aus. Der Sender passt mit seinem klaren Musikprofil sehr gut zu unserer strategischen Ausrichtung», sagt Florian Wanner, Leiter Regionale Elektronische Medien bei CH Media. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

CH Media werde Radio Swiss Pop mit seiner bewährten musikalischen Ausrichtung weiterführen, heisst es in einer Mitteilung. Der Sender bleibe ohne Moderation und werde weiterhin mindestens 50 Prozent an Schweizer Musik verwenden. Der Sender wird wie bis anhin über DAB+ in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin sowie als Stream verbreitet. Eine Neuerung gibt es jedoch für die Zuhörerschaft: Der Sender beinhaltet künftig Werbeunterbrechungen. Diese würden allerdings nur «zurückhaltend» ausgespielt, wie es in der Mitteilung heisst. (bwe)

12:48 Uhr

Mittwoch, 16. September

Hoteliers fordern Regeln für Airbnb

Touristische Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb sind zu einem professionellen Wirtschaftszweig geworden. Rund 70 Prozent der Angebote in der Schweiz werden inzwischen professionell oder semiprofessionell betrieben. Das schreibt der Verband Hotelleriesuisse am Mittwoch. Noch 2019 seien es erst rund 20 Prozent gewesen.

Diese ransante Entwicklung hin zu einer stärkeren Präsenz gewerblicher Anbieter bringe Herausforderungen mit sich. Diese Anbieter müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Es brauche einerseits vollständige und vergleichbare Daten. Zu diesem Zweck brauche es eine Registrierungspflicht. Andererseits müssten die Anbieter Vorgaben etwa zu Arbeitsrecht und Sozialversicherungen einhalten. (ehs)

10:47 Uhr

Mittwoch, 16. September

Gute Noten für Produktionsstandort Schweiz

Hiesige Unternehmen bewerten den Produktionsstandort Schweiz besser als im Vorjahr. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Swiss Manufacturing Survey» der Universität St. Gallen hervor. Stabilität und Verlässlichkeit hätten unter allen Standortfaktoren am stärksten zugelegt. Von den befragten Unternehmen bewerteten 79 Prozent die eigene Stärke gegenüber bestehenden Wettbewerbern als gut oder sehr gut, ein Anstieg gegenüber 72 Prozent im Vorjahr.

Gleichzeitig belasten geopolitische Entwicklungen 42 Prozent der Unternehmen stark, ein Anstieg von 10 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Auch verliert die Innovation laut den Autoren an Tempo. Der Umsatzanteil von neuen Produkten und Dienstleistungen betrug nach 22 Prozent im Jahr 2023 nur noch 17 Prozent.

Für die Umfrage wurden von April bis Juni 404 Personen aus 388 Unternehmen befragt. Die meisten teilnehmenden Firmen sind KMU mit bis zu 249 Mitarbeitenden. (ehs)

09:00 Uhr

Mittwoch, 16. September

Revolut beantragt Schweizer Banklizenz

Die britische Neobank Revolut hat bei der Finanzmarktaufsicht (Finma) eine Schweizer Banklizenz beantragt. Das teilte sie am Mittwoch mit. Das Verfahren sei noch hängig, der Ausgang offen. In der Schweiz zählt Revolut gemäss eigenen Angaben über 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden. Derzeit werden diese von der in Litauen beheimateten Revolut Bank UAB bedient, die hierzulande über eine Vertretung verfügt. Mit einer eigenen Schweizer Banklizenz könnte Revolut das Angebot weiter ausbauen, etwa mit Schweizer IBAN-Nummern, Lohnkonten oder der Integration von eBill-Rechnungen.

Gegenüber der «Handelszeitung» sagt Länderchef Julian Biegmann, schon heute gehöre die Schweiz zu den Ländern mit mehr als 15 Prozent Marktdurchdringung. Mit einer Finma-Lizenz könne man Zahlen wie in Irland mit über 50 Prozent erreichen. Mit einer Schweizer Banklizenz soll Revolut alltagstauglicher werden. Innerschweizerische Einzahlungen müssten heute etwa über ein Verbindungskonto bei Postfinance abgewickelt werden, was eine grosse Hürde sei, weil so etwa Lohnzahlungen faktisch verunmöglicht würden. Nach Anzahl Kunden sei Revolut hierzulande nach der UBS die grösste Bank. Laut Zahlen der Zeitung hat sie andere Digitalbanken wie Yuh mit 423'000 Kundinnen und Kunden oder Neon mit 260'000 in dieser Betrachtungsweise deutlich abgehängt. Diese bieten allerdings ein grösseres Sortiment an.

In den kommenden fünf Jahren will Revolut laut eigenen Angaben mehr als 150 Millionen Franken in die Schweiz investieren. Damit einher geht ein Personalausbau. Derzeit zählt Revolut am Standort Zürich etwa 30 Vollzeitstellen. Diese Zahl soll im kommenden Jahr auf 100 steigen. (ehs)

13:35 Uhr

Dienstag, 15. September

Stadler liefert acht Lokomotiven nach Italien

Der italienische Güterverkehrsbetreiber FS Logistix hat beim Ostschweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler acht Lokomotiven des Typs Eurolight Dual bestellt. Die Loks sind für das FS-Unternehmen Mercitalia Shunting & Terminal bestimmt.

Stadler hat laut eigenen Angaben die Eurolight Dual speziell für die Anforderungen des italienischen Schienennetzes entwickelt. Sie sei mit einem Gleichstrom-Elektroantrieb und mit einem Dieselmotor ausgestattet. Das ermögliche den nahtlosen Betrieb auf elektrifizierten und auf nicht elektrifizierten Strecken,

Mercitalia Shunting & Terminal bieten Rangierdienstleistungen in italienischen Häfen, Terminals und Bahnhöfen. Die Firma hat laut den Angaben eine eigene Flotte von über 200 Lokomotiven. (T.G.)

10:56 Uhr

Dienstag, 15. September

Danone benennt seine Milch-Alternative um

Der französische Lebensmittelhersteller Danone benennt seine vegane Milch-Alternative der Marke Alpro in der Schweiz um. Neu heisst diese nicht mehr «Shhh...this is not milk», sondern «Shhh...this is tasty». Anlass für die Namensänderung ist ein Urteil des Bundesgerichts vom 27. März. Dieses kam zum Schluss, dass die Bezeichnung «Not Milk» (Deutsch: Nicht Milch) gegen das lebensmittelrechtliche Täuschungsverbot verstösst.

Nach Auffassung des Gerichts darf der Begriff «Milch» auch dann nicht verwendet werden, wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass es sich nicht um Milch handelt. Danone Schweiz hat den Entscheid laut einer Mitteilung vom Dienstag zur Kenntnis genommen und die Verpackung nun entsprechend angepasst. Allerdings: «Seit der Einführung des Produkts vor rund fünf Jahren haben wir keine einzige Beschwerde erhalten, weil jemand den Haferdrink gekauft und für Kuhmilch gehalten hat», sagt Danones Schweiz-Chefin Isabel Petit. (bwe)

17:16 Uhr

Montag, 14. September

Verleger Jürg Marquard verstorben

Jürg Marquard ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Das berichtet der «Blick» mit Verweis auf das engste Umfeld der Familie. Marquard habe an einer langen, schweren Krankheit gelitten. Marquard war ein Verleger und Investor, der verschiedene Zeitschriften im deutschsprachigen und osteuropäischen Markt gründete und herausgab. Dazu gehörten etwa «Cosmopolitan» und «Pop/Rocky».

Einer breiten Öffentlichkeit wurde er zudem bekannt als Protagonist der Sendung «Traumjob» im Schweizer Fernsehen im Jahr 2005. Dabei handelte es sich um die Schweizer Version der von Donald Trump moderierten US-Sendung «The Apprentice», bei der ein Geschäftsmann nach leitenden Mitarbeitenden sucht.

Ab 2019 war Marquard zudem als Investor in der Sendung «Die Höhle der Löwen Schweiz» zu sehen, wo er junge Unternehmerinnen und Unternehmer förderte. (ehs)

11:40 Uhr

Montag, 14. November

Zürcher Start-up schafft es ins Starbucks-Regal

Hersteller von veganen Fleischalternativen durchlaufen derzeit eine schmerzhafte Konsolidierung. Nach einer Boom-Phase vor einigen Jahren ist die Nachfrage danach gesunken. So sagte zuletzt Nestlé-Schweiz-Chef Cédric Boehm im Interview mit «Schweiz heute»: «Mittlerweile ist der Markt kompetitiver geworden. Das ist eine Realität.» Nestlé ist in den Regalen mit der Marke Garden Gourmet präsent.

Nun kann das Zürcher Start-up Planted mit Sitz in Kemptthal einen Erfolg vermelden. Auf Linkedin gibt die Firma bekannt, dass Planted-Produkte, die aus Erbsenproteinen hergestellt werden, nun in verschiedenen Filialen der US-Kaffeekette Starbucks in Deutschland verfügbar sind, in Form eines neuen Focaccia-Sandwiches mit Poulet-Ersatz. Die genaue Zahl der Starbucks-Standorte, die beliefert werden, wird nicht genannt. (bwe)

11:35 Uhr

Montag, 14. September

SRG setzt Sparprogramm für 2027 um – Programm bleibt nicht verschont

Die SRG setzt ihre angekündigten Spar- und Transformationsmassnahmen für das Jahr 2027 um. Wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung bekannt gab, sollen bis 2027 rund 80 Millionen Franken eingespart werden. Der grösste Teil der Einsparungen soll über Anpassungen bei Strukturen, Prozessen und Produktionsabläufen erfolgen. Dennoch werden laut SRG auch Auswirkungen auf das Programm nicht ausbleiben.

Im Rahmen des Transformationsprojekts «Enavant» baut die SRG zudem auf den obersten drei Führungsebenen über 20 Prozent der Führungspositionen ab. Gleichzeitig sollen die Zusammenarbeit zwischen den Sprachregionen ausgebaut und die Führungsstrukturen vereinfacht werden.

Insgesamt muss die SRG bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen. Hintergrund sind unter anderem die vom Bundesrat beschlossene Senkung der Medienabgabe sowie veränderte Nutzungsgewohnheiten. Nach Angaben der SRG sollen die konkreten Auswirkungen auf Programm und Personal in den vier Sprachregionen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. (juk)

10:59 Uhr

Montag, 14. September

Calida verliert Rechtsstreit

Rückschlag für den Wäschehersteller Calida: Ein Pariser Gericht hat am 11. September den Schadenersatzforderungen der Käuferin der Gartenmöbelsparte Lafuma Mobilier gegen die Calida-Gruppe in erster Instanz teilweise stattgegeben. Gemäss dem Entscheid wird Calida zu einer Schadenersatzzahlung von rund 6,4 Millionen Euro verpflichtet. Die Klage der Käuferin Peugeot Frères Industrie verlangte eine Zahlung in der Höhe von 39 Millionen Euro und bezog sich auf den Kaufvertrag vom Juli 2024.

Der Entscheid ist nicht rechtskräftig und kann an die nächste Instanz weitergezogen werden. Man nehme den Entscheid zur Kenntnis und werde nach Analyse des Urteils die Einlegung von Rechtsmitteln prüfen, so Calida. Die aus dem Entscheid resultierende Schadenersatzzahlung werde das Unternehmensergebnis in dieser Grössenordnung negativ beeinflussen. (mim)

10:20 Uhr

Montag, 14. September

Abschluss von Sekundarstufe II bringt mehr Lohn

Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) zeigen, dass ein Abschluss der Sekundarstufe II die finanzielle Situation deutlich verbessert. Und zwar hat das BfS eine bestimmte Gruppe von Erwachsenen angeschaut: Solche, die die Sekundarstufe II erst mit 25 Jahren abgeschlossen haben. Jährlich zählen von den rund 90'000 vergebenen Abschlüssen auf Sekundarstufe II rund 11'000 Erwachsene zu dieser Gruppe (12 Prozent).

Wie die BfS-Zahlen nun zeigen: Von dieser Gruppe haben 5 Jahre vor dem Abschluss nur 60 Prozent überhaupt ein Erwerbseinkommen. Wenn sie eines haben, ist es überdurchschnittlich häufig ein vergleichsweise niedriges Erwerbseinkommen. Doch fünf Jahre nach Erlangen des Abschlusses ist ihre Situation deutlich besser: Ihr Einkommen fällt ähnlich hoch aus wie das der gleichaltrigen Bevölkerung (5200 Franken pro Monat) und die Erwerbsbeteiligung beläuft sich auf 80 Prozent. (nav)

09:54 Uhr

Montag, 14. September

Rechenzentren: hohe Nachfrage in der Schweiz

Die Schweiz festigt ihre Position als europäischer Standort für Rechenzentren, Cloud-Anwendungen und künstliche Intelligenz. Das zeigt eine neue Analyse des «London Construction Magazine». Die Schweiz gelte mittlerweile als «grosser, etablierter Markt», heisst es im Vergleich von 45 europäischen Ländern. Diverse Bauprojekte etwa des US-Anbieters Digital Realty in Glattbrugg ZH oder der Schweizer Firma Green in Lupfig AG zeigten, dass die hiesige Projektpipeline nicht nur aus Ankündigungen bestehe, sondern in reale Bauaktivität übergehe.

Die Schweiz verbinde politische und wirtschaftliche Stabilität, hohe Sicherheits- und Compliance-Anforderungen und eine starke Forschungslandschaft mit wachsender Nachfrage nach leistungsfähiger digitaler Infrastruktur. Besonders in Zürich und Genf sei die Nachfrage gross und werde es auch bis 2030 bleiben. (ehs)

17:34 Uhr

Freitag, 11. September

Schweizer Konsumenten lassen sich von steigenden Energiepreisen nicht aufhalten

Der Schweizer Konsum habe etwas an Fahrt verloren, bleibe aber robust. Das meldete das Finanzinstitut Postfinance. Gemäss seines Konsumindikators hätten die Ausgaben im August 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und damit etwas weniger hoch als in den Monaten zuvor. Insbesondere die im Vormonat sehr hohen Reiseausgaben seien zurückgegangen. Insgesamt bleibe der Konsum jedoch stabil. Die Schweizer Shopper würden sich von den zurzeit spürbar höheren Preisen für Energieträger wie Diesel, Benzin und Heizöl wenig beeindrucken lassen. (nav)

15:32 Uhr

Freitag, 11. September

Silvan Wildhaber folgt auf Christoph Mäder

Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse hat einen neuen Präsidenten: Nach sechs Jahren an der Spitze von economiesuisse hat Christoph Mäder am Freitag offiziell das Präsidentenamt an den Unternehmer Silvan Wildhaber übergeben. Der Wechsel wurde am «Tag der Wirtschaft» vollzogen, der Jahresversammlung des Dachverbands. Wildhaber sagte laut Medienmitteilung, die Schweiz sei durch geopolitische Spannungen herausgefordert, weshalb sich der Verband unter anderem für Freihandelsabkommen einsetze sowie für neue Bilaterale Verträge mit der Europäischen Union. (nav)

10:58 Uhr

Donnerstag, 10. September

Löhne sollen um 2,5 Prozent steigen

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert generelle Lohnerhöhungen von 2.5 Prozent für 2027. Höhere Löhne seien dringend nötig, denn die Lohnentwicklung im letzten Jahrzehnt sei schwach gewesen, heisst es in einer Mitteilung. «Insbesondere vor dem Hintergrund der verbesserten Konjunktur muss es auch bei den Arbeitnehmenden aufwärts gehen», schreibt der SGB. Höhere Löhne seien notwendig, um die Kaufkraft zu verteidigen.

«Seit Jahren hinken die Reallöhne der Produktivität hinterher», sagt Unia-Präsidentin Vania Alleva. Wäre der mittlere Lohn im letzten Jahrzehnt – wie in der Vergangenheit – mit der Produktivität gewachsen, läge er heute laut dem SGB monatlich 500 Franken höher. Teilweise hätten die mageren Lohnerhöhungen nicht einmal die Teuerung ausgeglichen.

Gleichzeitigt dürften die Preise laut SGB auch in diesem Jahr im Durchschnitt um 0.6 Prozent steigen. Hinzu kommen die teurer werdenden Krankenkassenprämien. (bwe)

09:52 Uhr

Donnerstag, 10. September

Leerwohnungsziffer fällt unter 1 Prozent

Am 1. Juni 2026 wurden in der Schweiz 45'493 Leerwohnungen gezählt, wie das Bundesamt für Statistik vermeldet. Das seien 0,93 Prozent des Gesamtwohnungsbestands, einschliesslich der Einfamilienhäuser. Insgesamt standen so im Vergleich zum Vorjahr 2962 Wohnungen weniger leer, was einer Abnahme von 6,1 Prozent entspricht. Damit setzt sich laut den Statistikern der seit 2021 anhaltende Rückgang der Leerwohnungsziffer fort.

Blickt man auf die sieben verschiedenen Grossregionen der Schweiz, so sind die Leerstandsquoten in sechs der sieben Grossregionen gefallen. Am meisten ging sie in der Grossregion Ostschweiz zurück, um 0,16 Prozentpunkte auf 0,93 Prozent.

In der Nordwestschweiz und im Tessin fiel sie um je 0,14 Prozentpunkte auf 0,90 Prozent beziehungsweise auf 1,78 Prozent. Einzig in der Grossregion Zürich nahm sie leicht zu, um 0,04 Prozentpunkte auf immer noch sehr tiefe 0,52 Prozent.

Im Kantonsvergleich zeigt sich laut den Statistikern, dass der Kanton Zug die tiefste Leerwohnungsziffer aufwies mit 0,20 Prozent. Es folgen die Kantone Genf mit 0,31 Prozent und Obwalden mit 0,38 Prozent. Insgesamt blieben 15 Kantone unter der 1-Prozent-Marke.

Die höchsten Leerwohnungsziffern finden sich schweizweit in den Kantonen Jura mit 3,35 Prozent und Solothurn mit 1,91 Prozent. In 20 Kantonen hat die Quote gegenüber dem Vorjahr abgenommen, in fünf ist sie angestiegen und im Kanton Appenzell Ausserrhoden blieb sie unverändert.

Am Tag der Zählung, dem 1. Juni, wurden in der ganzen Schweiz gerade mal noch 34690 unbewohnte Wohnungen zur Miete angeboten. Das waren nochmals 2504 Wohnungen weniger als im Vorjahr, was einem Minus von 6,7 Prozent entspricht. Zugleich wurden 458 unbewohnte Wohnungen weniger als im Vorjahr zum Kauf angeboten, nämlich noch 10'803 Wohnungen.

Bei den Neubauwohnungen, die nicht älter als zwei Jahre sind, standen noch 3910 Einheiten leer und wurden zur Miete oder zum Kauf ausgeschrieben. Das waren laut den Statistikern genau 49 Einheiten beziehungsweise 1,2 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl der am Stichtag angebotenen und unbewohnten Einfamilienhäuser habe im Jahresvergleich um 301 Einheiten beziehungsweise 4,4 Prozent abgenommen. Insgesamt gab es schweizweit an Einfamilienhäusern, die  keinen Mieter oder Käufer gefunden hatten, noch 6496 Einheiten. (nav)

09:10 Uhr

Donnerstag, 10. September

Galaxus eröffnet neues Lager

Das Migros-Onlinewarenhaus Galaxus hat im zürcherischen Bülach ein neues Lager mit 9000 Quadratmetern in Betrieb genommen. Damit schaffe man zusätzliche Kapazität für Artikel wie Batterien und Kaffeekapseln, die täglich hundertfach bestellt werden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Jedes zehnte Päckli wird künftig aus Bülach verschickt. (bwe)

08:59 Uhr

Donnerstag, 10. September

Denner ernennt neuen Verkaufschef

Denner ernennt Alain Franz, den bisherigen Leiter der Transformation, zum neuen Leiter Verkauf. Er übernimmt die Funktion per Oktober und folgt auf Christian Staub, der die Migros-Discounter-Tochter auf eigenen Wunsch verlässt.

Laut Denner-Interimschef Michel Gruber stehe die Ernennung von Franz für Stabilität und Kontinuität «in einer Phase, in der wir unsere Transformation konsequent vorantreiben». Tatsächlich hatte Denner zuletzt gleich mehrere, hochrangige Abgänge zu vermelden. Und obwohl dies von der Branche längstens erwartet wird, wurde Gruber noch immer nicht zum definitiven Chef ernannt. (bwe)

17:11 Uhr

Mittwoch, 9. September

SBB und AET trauern um zwei Todesopfer

Bei einem schweren Arbeitsunfall im alten Wasserkraftwerk Ritom in Piotta haben am Mittwoch zwei Mitarbeitenden der Tessiner Elektrizitätsgesellschaft AET ihr Leben verloren. Dies geben die SBB in einer Mitteilung bekannt.

Die SBB, als Eigentümerin des Kraftwerks, und die AET, deren beiden Mitarbeitenden sich im Kraftwerk befanden, würden um die beiden Todesopfer trauern. Roberto Pronini, Direktor von AET, und Nicolas Ecoffey, Leiter Energie bei der SBB, sprechen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus uns zeigen sich tief erschüttert über den tragischen Unfall.

Laut der Mitteilung stehen die SBB und die AET mit den zuständigen Behörden im engen Kontakt. Diese würden die Ursachen und den genauen Verlauf des Ereignisses klären. Beide Unternehmen werden das Ereignis demnach aufarbeiten, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, und daraus die notwendigen Lehren zu ziehen. (bwe)

14:27 Uhr

Mittwoch, 9. September

Zimmer Biomet baut bis zu 580 ab

Der Produktionsstandort des US‑Medizinkonzerns in Winterthur soll umstrukturiert werden, wie der Tagesanzeiger berichtet. 580 der 730 Stellen könnten wegfallen, wie das Unternehmen schreibt.

Der Stellenabbau soll im Zuge einer Umstrukturierung passieren. Ziel des Unternehmens sei es, die weltweiten Produktions- und Lieferstrukturen zu vereinfachen. Zimmer Biomet erhofft sich davon eine Effizienzsteigerung, schreibt der Tagesanzeiger. (jbl)

12:40 Uhr

Mittwoch, 9. September

Mobiliar steigert den Gewinn

Die genossenschaftlich organisierte Mobiliar-Gruppe konnte ihr Prämienvolumen im ersten Semester des Geschäftsjahrs 2026 um 3,6 Prozent steigern. Der Halbjahresgewinn lag mit 446,7 Millionen Franken deutlich über dem Vorjahr (169,9 Millionen Franken), das insbesondere durch den Felssturz in Blatten VS erheblich belastet war. Neben dem versicherungstechnischen Ergebnis trug auch das finanzielle Ergebnis wesentlich zum höheren Halbjahresgewinn bei, wie die Versicherung in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. (bwe)

12:04 Uhr

Mittwoch, 9. September

Forscher warnt vor tödlicher KI-Gefahr für Menscheit

Ein Forscher der KI-Firma Anthropic ist mit einer drastischen Warnung zurückgetreten: Die grossen Entwickler Künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich «und spielen mit unseren Leben». Bald werde es Computersysteme geben, deren Fähigkeiten die von Menschen überträfen, betonte Jacob Coxon auf der Online-Plattform X. Künstliche Intelligenz würde dann «alles hacken können» und die Möglichkeit haben, sich «Zugang zu echter Macht und Ressourcen» zu verschaffen.

«Die Leute, die KI entwickeln, glauben ernsthaft, dass sie zum Ende des Jahrzehnts alle töten könnte», warnte Coxon. Dem «Wall Street Journal» sagte der 27-jährige Brite, nach den «aggressivsten Szenarien» könnten die Dinge bereits Ende kommenden Jahres ausser Kontrolle geraten. Als eine zentrale Gefahr sieht er Künstliche Intelligenz, die sich selbst weiterentwickeln kann - und damit schwerer zu kontrollieren wird.

Anthropic-Forscher Evan Hubinger, der mit dafür zuständig ist, dass KI mit den Interessen der Menschen im Einklang bleibt, bestätigte wenig später Coxons Sorgen. Er persönlich denke, die Gefahr, dass KI die Menschheit töte, liege im kommenden Jahrzehnt bei mehr als zehn Prozent, schrieb er bei X. (dpa)

10:07 Uhr

Mittwoch, 9. September

Swiss fliegt wieder nach Dubai

Ab dem 27. Oktober fliegt die Swiss wieder täglich ab Zürich nach Dubai. Die Verbindung unter der Flugnummer LX242/243 wird im Winterflugplan überwiegend mit einem Airbus A340-300 durchgeführt. Die Flüge wurden im Zuge des Kriegs im Iran ausgesetzt.

Die ursprünglich zum Start des Winterflugplans am 25. und 26. Oktober vorgesehenen Flüge können aus operativen Gründen nicht durchgeführt werden. Betroffene Passagiere werden über die Annullierung informiert und auf alternative Verbindungen umgebucht.

Man beobachte die Lage weiterhin aufmerksam und prüfe sie laufend gemeinsam mit den zuständigen Behörden in der Schweiz und vor Ort sowie in Abstimmung mit dem Lufthansa-Mutterkonzern, heisst es in einer Mitteilung der Airline. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeitenden habe jederzeit höchste Priorität. (bwe)

10:21 Uhr

Mittwoch, 9. September

Nestlé investiert Millionen in Thailand

Der Westschweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut seine Produktionskapazitäten für Tiernahrung in Thailand aus. Dafür investiert der Hersteller von Thomy-Mayonnaise und Nespresso-Kapseln über 157 Millionen Franken. Damit stärke man die Herstellung von Produkten der Marke Purina und reagiere auf die steigende Nachfrage nach hochwertiger Tierernährung. Die Investition konzentriert sich auf den Purina-Produktionsstandort in Rayong. Die dort hergestellten Produkte sind sowohl für den thailändischen Markt als auch für den Export bestimmt. Tiernahrung macht rund 21 Prozent des Nestlé-Umsatzes aus. (bwe)

09:21 Uhr

Mittwoch, 9. September

Flughafen Zürich: Robo-Shuttles nehmen Fahrt auf

Der Flughafen Zürich hat mit seinem Pilotprojekt für automatisiertes Fahren eine neue Hürde genommen. Als einer der ersten Flughäfen in Europa fahren auf dem Gelände zwei Shuttlebusse vollständig automatisiert und ohne Sicherheitsperson im Bus. Zuvor war jeweils noch ein Mensch zur Sicherheit an Bord. Die Überwachung erfolgt nun über eine Leitstelle. Die ersten vollumfänglich automatisierten Fahrten fanden Anfang September statt. Der Flughafen arbeitet beim Projekt seit März 2025 mit dem chinesischen Technologieunternehmen Weride zusammen.

Die im Rahmen des Pilotprojekts eingesetzten Fahrzeuge dienen als Mitarbeitershuttle und verkehren auf einer definierten Strecke, wie es in einem Onlinebeitrag des Flughafens heisst. Flugzeug-Rollwege werden dabei nicht gekreuzt. Die bisherigen Sicherheitsfahrer wurden für diese neue Aufgabe ausgebildet und begleiten den Betrieb künftig aus der Ferne. (bwe)

08:52 Uhr

Mittwoch, 9. September

Ölpreis steigt weiter an

Angesichts neuer gegenseitiger Angriffe am Persischen Golf haben die Ölpreise im frühen Handel weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kostete zuletzt 99,04 US-Dollar, das war ein Aufschlag von gut 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortag. In der Spitze lag der Brent-Preis am frühen Morgen bei 99,68 US-Dollar.

Brent hat sich im laufenden Jahr um mehr als 60 Prozent verteuert und nähert sich erstmals seit Ende Juli wieder der Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Raffinierte Produkte wie Diesel legten noch stärker zu, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat - zusätzlich zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die europäischen Erdgaspreise stiegen nach den jüngsten US-Angriffen den vierten Handelstag in Folge.

Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der Strasse von Hormus ist zuletzt weiter eskaliert. Die Meerenge ist bedeutend für den Transport von Öl, Flüssigerdgas und Dünger. (dpa)

15:49 Uhr

Dienstag, 8. September

Rückschläge für Novartis – Aktie stürzt ab

Novartis wurde innerhalb weniger Tage gleich drei Mal in der Medikamentenentwicklung zurückgeworfen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt. Den ersten Rückschlag gab es bei einer Studie zu einer experimentellen Zelltherapie, bei der drei Patienten gestorben waren. Den zweiten Rückschlag setzte es bei einer wichtigen Studie zum Herz-Hoffnungsträger Pelacarsen. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank formulierten kurz und trocken: «Pelacarsen funktioniert nicht.»

Und schliesslich verfehlte auch Del-Desiran sein Hauptziel in einer Zulassungsstudie. Dieses Medikament gegen seltene Muskelerkrankungen war einer der wichtigsten Gründe für die 12 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Avidity Biosciences. Der Rückschlag trifft auch Konzernchef Vas Narasimhan empfindlich. Noch im Juli hatte er Del-Desiran ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 5 Milliarden Dollar zugetraut. Die Novartis-Aktie brach deshalb am Dienstagvormittag zeitweise um 11 Prozent ein.

Ein solcher Einbruch ist für die Novartis-Titel geschichtsträchtig. Laut dem Finanzportal Cash steuern die Titel damit «gemessen an der Marktkapitalisierung auf den grössten Tagesverlust ihrer Geschichte zu». Rund 24 Milliarden Franken an Börsenwert seien bislang vernichtet worden, womit selbst die Einbrüche nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Jahr 2015 oder während des Corona-Crashs im Jahr 2020 übertroffen würden. (chm)

15:27 Uhr

Dienstag, 8. September

Swiss und Verkehrshaus planen Flugzeug-Projekt

Die Fluggesellschaft Swiss und das Verkehrshaus der Schweiz wollen gemeinsam ein Stück Schweizer Luftfahrtgeschichte bewahren: Der letzte Airbus A340-300 aus der Flotte der Lufthansa-Tochter soll nach Ende seines Betriebslebens dauerhaft ins Verkehrshaus der Schweiz nach Luzern kommen. Bis es so weit ist, sind jedoch noch umfangreiche technische, finanzielle und behördliche Fragen zu klären.

«Der Airbus A340 hat während vieler Jahre Menschen aus der Schweiz mit der Welt verbunden und ist damit selbst ein Stück Schweizer Luftfahrtgeschichte geworden», sagt Swiss-Chef Jens Fehligner. «Unser Ziel ist daher klar: Wir wollen diesen A340 anfangs 2028 nach Luzern bringen.» Seit 1975 steht im Verkehrshaus bereits eine Swissair-Coronado.

Ein rund 125 Tonnen schweres Langstreckenflugzeug ins Verkehrshaus zu bringen, sei weit mehr als ein gewöhnlicher Transport, wie es in einer Mitteilung der Airline heisst. Auch finanziell ist das Projekt anspruchsvoll. Die Swiss schenkt dem Verkehrshaus zwar das Flugzeug. Aber: Die Kosten für Überführung, bauliche Massnahmen und die Erlebnisinszenierung des Innenraums trägt das Verkehrshaus.

Die aktuellen Kostenschätzungen gehen von einem hohen einstelligen Millionenbetrag aus. Die Finanzierung muss laut der Swiss bis Ende Jahr gesichert sein und soll wesentlich über Drittmittel von Stiftungen, Mäzenen und Unternehmen erfolgen. Eine Fundraising-Gruppe unter aktiver Mitarbeit von Christoph Franz, dem Präsidenten des Vereins Verkehrshaus der Schweiz und ehemaliger Swiss-Chef, führt dazu Gespräche. Noch ist deshalb nicht entschieden, ob der A340 tatsächlich seine letzte Reise nach Luzern antreten kann. (bwe)

13:32 Uhr

Dienstag, 8. September

Rekordverzinsung bei Pensionskassen

Die Schweizer Pensionskassen haben im Jahr 2025 eine durchschnittliche Rendite von 6,3 Prozent erzielt, vor allem dank der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten. Zu diesem Ergebnis kommt der «Risiko Check-up» des Pensionskassen-Beraters Complementa. Damit sei die Durchschnittsrendite der letzten zwei Jahrzehnte von 3,6 Prozent pro Jahr deutlich übertroffen worden. Die gute Rendite würden auch die Versicherten spüren: Ihre Guthaben werden laut Complementa mit durchschnittlich mit 4,3 Prozent verzinst, was dem höchsten Wert der letzten 25 Jahre entspreche. (nav)

12:38 Uhr

Dienstag, 8. September

BLS will 40 Stellen abbauen

Das Berner Bahnunternehmen BLS will bis 2030 rund 40 Vollzeitstellen streichen. Wo immer möglich sollen die Stellen über Fluktuationen oder interne Wechsel abgebaut werden, wie das Bahnunternehmen am Dienstag bekannt gab. Zudem schliesst BLS bis Ende 2030 fünf Reisezentren und zwar in  Seftigen, Hasle-Rüegsau, Ins, Münsingen und Zollikofen. In Zweisimmen werde die Zusammenarbeit mit der Montreux Berner Oberland Bahn (MOB) überprüft. Auf zwei Linien will BLS auf die ständige Begleitung verzichten.

Nötig geworden sind die Sparmassnahmen laut BLS aufgrund der zunehmend angespannten Lage bei der öffentlichen Hand. Bund und Kantone finanzieren die ungedeckten Kosten im regionalen Personenverkehr. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Billetten und Abos würden die Kosten nur zum Teil decken. (chm)

10:13 Uhr

Dienstag, 8. September

ABB und Rolls-Royce SMR unterzeichnen Deal zu kleinen, modularen Reaktoren

ABB und Rolls-Royce SMR haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese zielt darauf ab, die Entwicklung und den Einsatz standardisierter, kleiner modularer Reaktoren (SMRs) voranzutreiben, wie die beiden Unternehmen am Dienstag bekannt gaben. Jeder dieser kleinen Atomreaktoren könne 470 MW an CO₂‑armem Strom erzeugen. Im Rahmen der Vereinbarung werden die beiden Konzerne prüfen, inwiefern sie bei der geplanten SMR-Flotte von Rolls-Royce zusammenarbeiten können. (chm)

16:55 Uhr

Montag, 7. September

Post baut bis zu 110 Stellen ab

Die Post verschärft ihren Sparkurs: Wie sie am Montag mitteilt, will sie ihre Sach- und Personalkosten weiter senken. Das wirke sich auf Mitarbeitende in Management- und Supportfunktionen aus. Dort könne es zu maximal 110 Kündigungen kommen. Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende im Betrieb seien nicht davon betroffen.

Der Abbau werde dank der Vereinfachung von Abläufen und Strukturen möglich. Zudem soll auf interne Leistungen verzichtet werden, «die über das erforderliche Mass hinausgehen». Wo erforderlich, führe die Post ein Konsultationsverfahren durch und beziehe die Betroffenen ein.

Gewerkschaften kritisieren den geplanten Abbau. Syndicom etwa schreibt in einer Mitteilung, der Abbau sei «Teil einer Serie von Restrukturierungen und Abbauprogrammen», die sich seit 2025 durch den Konzern zögen. Insgesamt seien über 430 Personen von diesem Abbau betroffen – und dies trotz Gewinn von 139 Millionen Franken im ersten Halbjahr. Das stehe im Widerspruch zur sozialen Verantwortung eines bundesnahen Unternehmens und zu den Bedürfnissen des Service Public. (ehs)

14:38 Uhr

Montag, 7. September

Danone wechselt Schweiz-Chef aus

Der langjährige Danone-Manager Jean-Yves Krummenacher übernimmt ab November 2026 die Geschäftsführung des Nahrungsmittelherstellers Danone in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er folgt auf Richard Trechman, der Danone verlassen wird, um eine neue berufliche Herausforderung ausserhalb des Unternehmens anzunehmen.

Krummenacher, der den Schweizer und den französischen Pass besitzt, verfügt laut einer Mitteilung über mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung bei Danone. Zu den bekanntesten Marken des französischen Konzern gehören Actimel, Activia und Evian. Die lokale Organisation in der Schweiz bleibt derweil unverändert: Isabel Petit wird ihre Funktion als Länderchefin von Danone Schweiz, Österreich und Slowenien weiterhin wahrnehmen. (bwe)

09:35 Uhr

Montag, 7. September

Kuoni und Hotelplan: Diese Ziele sind im Herbst gefragt

Die Buchungstrends von Dertour Suisse für die Herbstferien 2026 zeigen ein klares Bild, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Bei den Kundinnen und Kunden der Marken Kuoni und Hotelplan stehen demnach Badeferien hoch im Kurs. Besonders gefragt sind Destinationen im Mittelmeerraum sowie in Nordafrika. Auf der Langstrecke zählen Inselparadiese im Indischen Ozean zu den Favoriten.

Auf der Kurzstrecke lauten die Top-5-Ziele im Herbst: Griechenland, Zypern, Mallorca, Tunesien und Türkei. Bei der Mittelstrecke heissen die beliebtesten Destinationen Ägypten, Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Und auf der Langstrecke rangiert Mauritius vor Malediven, Dominikanische Republik, Thailand und Sansibar.

Dertour Suisse ist eine Tochterfirma der deutschen Dertour-Gruppe, die wiederum zum Rewe-Konzern gehört. In der Schweiz zählt die Firma nach der Übernahme der Migros-Tochter Hotelplan inzwischen 1600 Mitarbeitende und 120 Reisebüros. (bwe)

09:24 Uhr

Montag, 7. September

Yallo lanciert eSIM fürs Reisen

Die Sunrise-Tochter Yallo lanciert eine eSIM-Lösung für günstige Datenpakete beim Roaming. Diese steht allen Kundinnen und Kunden von allen Mobilfunkanbietern zur Verfügung, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Mit der neuen «Yallo Travel eSIM» könnten Reisende ihr Datenpaket fürs Ausland bereits vor der Abreise über eine App auswählen und bei der Ankunft im Ausland zu günstigen Tarifen im Internet surfen.

Reisende bleiben dabei unter der gewohnten Handynummer erreichbar. Laut der Mitteilung stehen lokale, regionale und globale Datenpakete für mehr als 160 Destinationen weltweit zur Auswahl. Für das Angebot kooperiere Yallo mit dem Anbieter 1Global. (ehs)

09:20 Uhr

Montag, 7. September

Mehr Arbeitslose in der Schweiz

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im August im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent auf 141'544 erhöht. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 7,1 Prozent.

Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 3,0 Prozent. Etwas gesunken ist die Zahl der älteren Arbeitslosen. Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen ist hingegen um 2'384 Personen oder 19,4 Prozent auf fast 15'000 gestiegen. Das entspricht einer Quote von 3,4 Prozent. (ehs)

09:15 Uhr

Montag, 7. September

Swiss Medical Network verbessert Ergebnis

Die zur Beteiligungsgesellschaft Aevis Victoria gehörende Privatklinikgruppe Swiss Medical Network hat im ersten Halbjahr ihre Profitabilität gesteigert. Das Ergebnis (Ebitda) stieg um 32,6 Prozent auf 46 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz des Segments Healthcare legte in den ersten sechs Monaten um 12,4 Prozent auf 563,5 Millionen Franken zu, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Swiss Medical Network betreibt Spitäler wie die Privatkliniken Bethanien in Zürich, Obach in Solothurn oder die Schmerzklinik in Basel. (ehs)

16:22 Uhr

Freitag, 4. September

Neue Drohung von US-Präsident Trump im Handelsstreit

Der amerikanische Präsident erhöht den Druck auf die Federal Reserve, den Leitzins zu senken. Sollte die US-Notenbank an der nächsten Sitzung ihres geldpolitischen Gremiums Mitte September den Leitzins nicht nach unten anpassen, werde er einen Handelsstopp verfügen, gab Donald Trump am Freitag auf dem Online-Dienst Truth Social bekannt. Von diesem Stopp wären sämtliche Länder betroffen, mit denen die USA im bilateralen Handel ein Defizit hätten.

Theoretisch wäre die Schweiz von dieser Massnahme also nicht tangiert: Gemäss den aktuellsten Zahlen der US-Regierung beläuft sich der Überschuss in der amerikanischen Handelsbilanz in diesem Jahr auf fast 18 Milliarden Dollar. Trump operiert allerdings häufig mit veralteten Zahlen. So sagte er kürzlich im Gespräch mit der Publikation «Punchbowl News», dass sich das Defizit mit der Schweiz auf 39 Milliarden Dollar belaufe. Er beschimpft die Schweiz deshalb regelmässig als «Elite-Land», das nur auf Kosten der USA reich geworden sei.

Beobachter gingen bisher davon aus, dass die Federal Reserve an ihrer nächsten Sitzung den Leitzins erhöhen und nicht senken wird. Fed-Chef Kevin Warsh hatte in den vergangenen Tagen erneut betont, dass der Kampf gegen die Inflation für die US-Notenbank Priorität habe. (rr)

16:46 Uhr

Freitag, 4. September

Dem Rabatt-Portal Deindeal droht das Aus

Das Schnäppchen-Portal Deindeal befindet sich in finanziellen Nöten. Die Firma, die zeitlich begrenzte Produkte und Dienstleistungen mit Rabatten verkauft, sah sich aus finanziellen Gründen gezwungen, eine provisorische Nachlassstundung zu beantragen. Dies berichten «20 Minuten» und «Inside Paradeplatz». Das Bezirksgericht Zürich hat die Nachlassstundung demnach bis am 7. Dezember bewilligt und eine Anwaltskanzlei als Sachwalterin eingesetzt. Ein solches Verfahren soll eine überschuldete Firma vor dem sofortigen Konkurs schützen und Zeit für eine Sanierung schaffen. (bwe)

16:51 Uhr

Freitag, 4. September

Emirates lanciert Innovation in der Kabine

Die arabische Fluggesellschaft Emirates entwickelt seine Premium-Economy-Klasse weiter. Sie führt laut einer Mitteilung den weltweit ersten, elektrisch betriebenen Premium-Economy-Class-Sitz ein, der zwischen den Sitzen über einen verstellbaren Sichtschutz über die volle Sitzhöhe verfügt. Damit soll die Privatsphäre erhöht werden. Der neue Sitz kommt erstmals in neu ausgelieferten Airbus-A350-Flugzeugen zum Einsatz. (bwe)

11:39 Uhr

Freitag, 4. September

Coop wechselt Interdiscount-Chef aus

Coop hat entschieden, die operative Führung von Interdiscount nach einer Phase der Transformation neu auszurichten, wie der Detailhändler in einer Mitteilung schreibt. Constantin Hilt, heutiger Projektleiter Omnichannel, wird zum Leiter der Elektronikkette befördert. Der bisherige Leiter Interdiscount, Pierre Wenger, wird die Coop-Gruppe im gegenseitigen Einvernehmen nach 25 Jahren Ende September verlassen. (bwe)

10:40 Uhr

Freitag, 4. September

Mehr Touristen im Juli

Schweizer Hotels haben im Juli 5,0 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 0,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die ausländischen Gäste sorgten für 2,6 Millionen Übernachtungen und damit 2,4 Prozent weniger als im Juli 2025. Die einheimischen Gäste hingegen generierten 2,3 Millionen sogenannte Logiernächte, was einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das zeigen am Freitag veröffentlichte Daten des Bundesamts für Statistik.

Wegen des Iran-Kriegs, dem damit verbundenen Abbau von Flug-Kapazitäten aus Asien und dem Mittleren Osten und gestiegenen Ticketpreisen für Flugreisen war die Zahl der Hotel-Übernachtungen zwischen März und Juni rückläufig. Dieser Trend konnte im Juli dank den Gästen aus dem eigenen Land umgekehrt werden. Zwischen Januar und Juli resultierte ein leichtes Minus von 0,5 Prozent auf 25,3 Millionen Übernachtungen in Hotels. (ehs)

16:02 Uhr

Donnerstag, 3. September

Migros setzt bei Poulets auf langsam wachsende Hühner

Die Migros stellt einen grossen Teil ihrer Schweizer Poulet-Produktion auf eine langsamer wachsende Hühnerrasse um. Die Umstellung erfolgt gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitslabel IP-Suisse und betrifft die Geflügelmarke Optigal. Das teilt die Migros am Donnerstag mit. Erste Produkte nach den neuen Vorgaben sollen ab Herbst 2026 schweizweit in den Filialen und online erhältlich sein. Bis Ende 2027 soll das gesamte Optigal-Sortiment umgestellt werden.

Die sogenannte semi-extensive Rasse wächst gemäss Migros-Angaben langsamer, ist robuster und verbringt mehr Zeit in der Mast. Dadurch würden Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere verbessert. Den beteiligten Bauern verspricht die Migros eine «faire Entlöhnung» und Planungssicherheit.

Heute stammen rund 84 Prozent des frischen Geflügelsortiments aus Schweizer Produktion. Auch in Zukunft hat die Inlandproduktion höchste Priorität, heisst es bei der Migros. (fv)

15:41 Uhr

Donnerstag, 3. September

Öffentlicher Verkehr: Wechsel an der Verbandsspitze

Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) erhält eine neue Spitze: Der amtierende Vizepräsident Fabian Schmid, Direktor Regionalverkehr Bern Solothurn (RBS), wurde an der Generalversammlung in Thun BE zum neuen VöV-Präsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident wird Serge Collaud, Generaldirektor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF). Das gibt der VöV bekannt. Weiter hat die Generalversammlung Yves Marclay, Generaldirektor der Montreux Berner Oberland-Bahn (MOB), als neues Vorstandsmitglied gewählt.

Der bisherige VöV-Präsident Renato Fasciati, der Direktor der Rhätischen Bahn (RhB), konnte wegen der Beschränkung auf zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Fasciati bleibe aber «dem VöV-Vorstand als freies Mitglied erhalten», teilt der Verband weiter mit. (fv)

15:23 Uhr

Donnerstag, 3. September

Übernahme im Immobiliengeschäft

Per 1. Januar 2027 übernimmt die Immobilienfirma Privera das Immobilienbewirtschaftungsgeschäft der Treuhandgesellschaft BDO. Damit erweitert Privera laut eigenen Angaben ihr Portfolio um rund 250 Kundenmandate und stärkt gleichzeitig ihre Präsenz im Mittelland.

Im Rahmen der Übernahme wechseln auch 23 Mitarbeitende, die sich 21 Vollzeitstellen teilen, den Arbeitgeber. Die Mitarbeitenden der bisherigen BDO‑Standorte Bern, Zürich und Wetzikon ZH werden künftig von den Privera-Niederlassungen in Gümligen BE und Wallisellen ZH aus tätig sein. Gleichzeitig mietet Privera einen Teil der BDO-Büroräumlichkeiten in Solothurn. Damit ist die Firma Privera, die zur finnischen PHM-Gruppe gehört, ab 2027 wieder mit einer eigenen Niederlassung in Solothurn vertreten. (fv)

10:23 Uhr

Donnerstag, 3. September

Inflation in der Schweiz auf höchstem Stand seit 2 Jahren

Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im August 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Das hat das Bundesamt für Statistik am Donnerstag vermeldet. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat habe die Teuerung plus 0,8 Prozent betragen. Das ist die höchste Jahresinflationsrate seit dem September 2024, als die Schweiz eine Inflation von ebenfalls 0,8 Prozent hatte.

Die gestiegenen Preise für Erdölprodukte haben stark zur höheren Jahresinflation beigetragen. Benzin wurde um 15,8 Prozent teurer, Diesel um 23,3 Prozent und Heizöl um 53 Prozent. Durchschnittlich legten die Preise von Erdölprodukten um 25,2 Prozent zu. Ohne diesen Anstieg hätte die Schweiz nur eine Jahresteuerung von 0,3 Prozent gehabt.

Der Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist laut den Bundesstatistikern auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf höhere Wohnungsmieten. Ebenfalls gestiegen seien die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und stationäre Spitalleistungen. Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie für Automiete und Carsharing seien hingegen gesunken, ebenso wie die Preise in der Parahotellerie. (chm)

17:28 Uhr

Mittwoch, 2. September

Wechsel im Präsidium der Nationalbank

Die frühere Bündner Regierungsrätin Barbara Janom Steiner muss Ende April 2027 nach 12 Jahren als Präsidentin des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank zurücktreten. Nun hat der Bundesrat ihre Nachfolge geregelt und den bisherigen Vizepräsidenten, den früheren Berner Regierungsrat Christoph Ammann, per 1. Mai 2027 zum neuen Präsidenten des Bankrats gewählt. Neues Mitglied des Bankrats wird der St. Galler Regierungsrat und Finanzdirektor Marc Mächler, der zugleich zum Vizepräsidenten des Bankrats ernannt wurde. (fv)

08:20 Uhr

Mittwoch, 2. September

Im ersten Halbjahr wurden rund 1800 LEG gegründet

Seit Anfang Jahr können Eigenheimbesitzer ihren Solarstrom an ihre erweiterte Nachbarschaft im Quartier, im Dorf oder in der Gemeinde verkaufen – an andere Hausbesitzer, aber auch an Mieter und Mieterinnen. Voraussetzung ist, dass sie sich mit den Abnehmern zu einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) zusammenschliessen.

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Doch die Schweizer Stromlandschaft ist unübersichtlich, Zahlen zu den Gründungen von LEG werden nicht national erhoben. Nun hat Swisssolar eine Umfrage gemacht: Demnach wurden im ersten Halbjahr rund 1800 solcher LEG gegründet, wie der Interessenverband am Mittwoch mitteilt. Die Verbreitung der LEG sei aber «alles andere als gleichmässig». Während in einigen Regionen schon viele LEG aktiv seien, gebe es in anderen noch gar keine umgesetzten Projekte. (fv)

13:43 Uhr

Dienstag, 1. September

Bund vergibt Mobilfunkfrequenzen

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) schreibt einen grossen Teil der heute von Swisscom, Sunrise und Salt genutzten Mobilfunkfrequenzen aus. Sie werden ab dem 1. Januar 2029 neu vergeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, seien die primären Ziele der Vergabe die Erhaltung und Entwicklung der drei «qualitativ hochstehenden Mobilunknetze» und die Förderung des Wettbewerbs.

Die Vergabe erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 mittels einer Auktion. Bietbeschränkungen sollen sicherstellen, dass einzelne Bieter nicht übermässig viele Frequenzen erwerben können, «wodurch der derzeit funktionierende Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte». Damit reagiert die Comcom auf Bedenken, dass etwa die Swisscom viele Frequenzbänder erwerben könnte, ohne diese zu benötigen mit dem Ziel, dass diese den Wettbewerbern nicht zur Verfügung stehen. (ehs)

10:16 Uhr

Dienstag, 1. September

Dormakaba erzielt weniger Umsatz

Das auf Schliesstechnik spezialisierte Industrieunternehmen Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das im Juni endete, einen Nettoumsatz von 2,79 Milliarden Franken. Das sind 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Organisch konnte die Firma, die in der breiten Bevölkerung für ihre Schlüssel bekannt ist, derweil 3 Prozent zulegen. Und bei der bereinigten Ebitda-Marge habe man mit 16,1 Prozent einen neuen Rekordwert erzielt, schreibt Dormakaba in einer Mitteilung.

Der Reingewinn betrug 185,2 Millionen Franken und damit nur minim weniger als im Vorjahr. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 0,95 Franken je Aktie vor – 3,3 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr.

Ausserdem ist eine Vereinfachung der Eigentümerstruktur geplant. Die Firma beantragt an der ordentlichen Generalversammlung vom 20. Oktober die Übernahme des 47,5-Prozent-Anteils der Familie Mankel am operativen Geschäft für 2,13 Milliarden Franken. Im Gegenzug soll die Familie Mankel 36'161'560 neue Aktien der Dormakaba Holding erhalten, sowie eine Barkomponente von 29,9 Millionen Franken. Künftig soll die Familie Mankel rund 52 Prozent der Aktien und Stimmrechte halten.

Dormakaba habe die Erwartungen erfüllt, schreibt ZKB-Analyst Martin Hüsler. Die Vereinfachung der Eigentümerstruktur sei zu begrüssen. «Sie reduziert die Komplexität und geht einher mit einer grösseren strategischen Flexibilität.» (bwe)

10:08 Uhr

Dienstag, 1. September

Swiss-Passagiere können Gericht vor Abflug wählen

Die Fluggesellschaft Swiss erweitert die Vorauswahl von Mahlzeiten in der Economy-Klasse. Gäste auf Langstreckenflügen ab der Schweiz können neu bereits vor dem Abflug zwischen einem Fleischgericht und einem vegetarischen Gericht des Restaurants Hiltl wählen, wie die Airline in einer Mitteilung schreibt. Die Auswahl ist sechs Wochen bis 24 Stunden vor Abflug möglich.

Die Vorauswahl ist auf der Swiss-Website sowie in der App der Lufthansa-Tochter möglich. Die Passagiere der Economy-Klasse erhalten somit die Option, die den gut betuchteren Gästen in der First- und Business-Klasse bereits seit 2022 zur Verfügung steht. Seit Dezember können zudem Gäste in der Premium-Economy-Klasse zwischen drei Gerichten vorauswählen. Die Nachfrage wächst laut der Swiss. Demnach gehen täglich rund 1000 Vorbestellungen ein. Der Bestseller ist das Zürcher Geschnetzelte. (bwe)

09:42 Uhr

Dienstag, 1. September

Huber+Suhner stärkt sich mit der Konstanzer Ingun-Gruppe

Der Technologiekonzern Huber+Suhner mit Hauptsitz in Herisau und Pfäffikon ZH hat die Übernahme der Konstanzer Ingun-Gruppe abgeschlossen. Diese gilt als führende Anbieterin hochpräziser Prüf- und Kontaktierlösungen, mit denen Huber+Suhner das eigene Geschäft in der Prüf- und Messtechnik ergänze und stärke. Das Angebot Inguns umfasst Kontaktstifte, Prüfadapter-Kits und Zubehör. Es ermöglicht unter anderem die Prüfung von Leiterplatten, elektronischen Geräten, Steckverbindern und Batterien.

Die familiengeführte Ingun-Gruppe wurde 1971 gegründet und zählt über 400 Mitarbeitende. Sie hat einen Produktionsstandort in Konstanz, seit vergangenem Jahr einen zweiten in Vietnam sowie ein globales Vertriebs- und Servicenetzwerk. 2025 lag Inguns Umsatz im «hohen zweistelligen Millionenbereich». Huber+Suhner beschäftigt weltweit (ohne Ingun) rund 4500 Mitarbeitende, davon 1200 in der Schweiz. Die Übernahme Inguns war im vergangenen Juli angekündigt worden. (T.G.)

08:20 Uhr

Dienstag, 1. September

Keine höheren Wohnkosten: Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent

Mieterinnen und Mieter müssen bis auf Weiteres keine höheren Wohnkosten befürchten: Der für die Wohnungsmieten relevante hypothekarische Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Dienstag mitteilte.

Wie das BWO weiter mitteilte, wird der Referenzzinssatz in Viertelprozenten publiziert. Er basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz aller inländischen Hypothekarforderungen. Der mit Stichtag 30. Juni 2026 ermittelte Durchschnittszinssatz ist gegenüber dem Vorquartal gleichgeblieben und beträgt nach wie vor 1,31 Prozent.(chm)

16:54 Uhr

Montag, 31. August

Weniger Kündigungen als befürchtet bei Skyguide

Skyguide rechnet im Rahmen ihrer Restrukturierung neu mit insgesamt 50 Kündigungen. Das gab die Flugsicherungsfirma am Montag bekannt. In einer ersten Welle seien 14 Kündigungen vorgesehen. In einer zweiten Welle im Frühling 2027 rund 35. Damit fällt die Zahl der Kündigungen tiefer aus als befürchtet: Ursprünglich war mit 220 gerechnet worden. Dies habe etwa dank Frühpensionierungen oder freiwilligen Austritten verhindert werden können. Es bleibt jedoch beim Abbau von rund 200 Stellen.

Die signifikante Reduktion der angekündigten Kündigungen sei ein wichtiger Erfolg für die Mitarbeitenden, sagt Carol Ghiggi von der Gewerkschaft Syndicom. «Sie zeigt, dass Verhandlungen und Sozialpartnerschaft konkrete Verbesserungen ermöglichen können.» (nav/bwe)

16:30 Uhr

Montag, 31. August

Höhere Preise für Flugtickets

Flugpassagiere müssen sich auf weiter steigende Ticketpreise einrichten. «Fliegen wird für alle teurer», sagte Peter Gerber, Chef der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor, bei einer Aviatik-Veranstaltung in Frankfurt. Für das kommende Jahr rechne er wegen der weiterhin angespannten Lage am Persischen Golf nicht mit sinkenden Kerosinpreisen. (dpa)

16:28 Uhr

Montag, 31. August

Deutschland  mit steigender Inflation

Hohe Energiepreise treiben die Teuerung in Deutschland erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat. Stärker gestiegen sind die Verbraucherpreise in Europas grösster Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent. Fürs Tanken und Heizen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,1 Prozent. (dpa)

09:56 Uhr

Montag, 31. August

Bank Vontobel verlegt Holding-Sitz

Die Vontobel Holding plant, ihren Hauptsitz von Zürich nach Baar (ZG) zu verlegen, wie die Bank am Montag per Medienmitteilung bekannt gegeben hat. Im steuergünstigen Baar soll 2030 ein neuer Campus eröffnet werden, wo 1500 Mitarbeitende zusammengebracht werden, die heute auf sieben Gebäude in Zürich verteilt seien. In Zürich werde das Gebäude am Bleicherweg zu einem Kunden­standort mit mehr als 300 Mitarbeitenden umgebaut. (nav)

09:42 Uhr

Montag, 31. August

Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede nehmen ab

Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern hat 2024 weiter abgenommen und setzt damit den anhaltenden Trend fort, wie das Bundesamt für Statistik am Montag bekannt gegeben hat. In der Gesamtwirtschaft – privater und öffentlicher Sektor – hätten Frauen im Jahr 2024 durchschnittlich 15,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. 2022 hatte der Unterschied 16,2 Prozent betragen; 2020 waren es 18,0 Prozent und 2018 noch 19,0 Prozent. Die Berechnungen basieren auf standardisierten Bruttomonatslöhnen, das heisst auf Löhnen, die anhand der geleisteten Arbeitszeit auf ein Vollzeitäquivalent (100 Prozent) umgerechnet wurden. (nav)

16:20 Uhr

Freitag, 28. August

Der Valora-Chef tritt ab

14 Jahre stand Michael Mueller im Sold der Valora-Gruppe, die hierzulande vor allem für ihre K‑Kioske und Avec-Läden bekannt ist, aber auch Formate wie Caffè Spettacolo oder Brezelkönig betreibt. Zuerst war er zwei Jahre Finanzchef, seit 2014 sass er auf dem Chefposten. Nach der Übernahme von Valora durch die mexikanische Femsa-Gruppe amtete Mueller zusätzlich als Europachef von Femsa. Nun tritt er per Ende Oktober ab, auf «eigenen Wunsch», wie Valora bekannt gibt.

Seine Nachfolge ist auch schon geregelt, jedenfalls vorläufig: Valora-Geschäftsleitungsmitglied Roger Vogt übernimmt Muellers Funktionen ad interim, «während die künftige Organisations- und Führungsstruktur finalisiert wird», wie es bei Valora heisst. (fv)

14:51 Uhr

Freitag, 28. August

Beyond Gravity: Der operative Chef springt schon wieder ab

Erst im Januar hatte er den Posten als Chief Operating Officer, also als operativer Chef, übernommen. Doch Ende 2026 wird Oliver Grassmann Beyond Gravity schon wieder verlassen. Das teilt das Weltraumunternehmen mit, das dem Bund gehört. Er gehe, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu widmen, heisst es. Grassmann war 2021 zu Beyond Gravity gestossen, übernahm später die Leitung des Satellitengeschäfts und dann aller operativen Einheiten. (fv)

10:03 Uhr

Freitag, 28. August

Flughafen Zürich mit Rekordergebnis

Der Flughafen Zürich hat im ersten Halbjahr einen Gewinn von 163,7 Millionen Franken geschrieben, 1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Es sei das beste Halbjahresergebnis in der Unternehmensgeschichte, teilt der Flughafen am Freitag mit.

Die Passagierzahlen stiegen in den ersten sechs Monaten um 6 Prozent auf 15,8 Millionen. Damit erhöhten sich auch die Einnahmen aus Flugbetriebsgebühren um 5 Prozent auf 296 Millionen Franken. Die Kommerz- und Parkingerträge erhöhten sich um 2 Prozent auf 134 Millionen Franken, obwohl diverse Ladenflächen wegen eines Umbaus nicht zur Verfügung standen. Insgesamt erzielte der Flughafen Zürich Umsätze in der Höhe von 674 Millionen Franken, gut 5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.

Für das ganze Jahr erwartet der Flughafen ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und einen leicht tieferen Gewinn. Dies liege an einer im Oktober in Kraft tretenden Gebührenreduktion am Flughafen Zürich sowie an Abschreibungen und Zinsaufwänden in Zusammenhang mit dem Abschluss des Baus des neuen Flughafens Noida in Indien. (ehs)

09:38 Uhr

Freitag, 28. August

AKW Beznau II ist wieder am Netz

Das AKW Beznau I produziert seit dem 21. August wieder Strom. Nun wird auch der zweite Block wieder ans Netz gebracht, teilt Axpo am Freitag mit. Beznau II werde nun schrittweise hochgefahren und «voraussichtlich innerhalb von rund zwei Tagen Volllast erreichen».

Beznau I musste abgestellt werden, weil die Aare in diesem Hitzesommer zu warm geworden war. Die zusätzliche, durch das AKW verursachte Wärme hätte den Fischen geschadet. Bei Beznau II musste zudem ein Brennelementwechsel vorgenommen werden. (fv)

08:05 Uhr

Freitag, 28. August

Jungfraubahn mit deutlich weniger Gewinn

Der Iran-Krieg hat viele Touristen aus Nahost und Indien vom Reisen abgehalten. Das spürt nun auch die Jungfraubahn-Gruppe. Sie verbuchte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 137 Millionen Franken, was einem Minus von 8,6 Prozent entspricht. Der Verkehrsertrag lag mit 97,6 Millionen Franken gar 8,9 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode. Der Gewinn brach um mehr als einen Fünftel auf 28,9 Millionen Franken ein. Unter den gegebenen Umständen bezeichnet der Jungfaubahn-Chef Oliver Hammel das Resultat als «akzeptabel». (fv)

10:46 Uhr

Donnerstag, 27. August

Migros-Tochter setzt auf KI-Gesichtserkennung

Bei Migrolino übernimmt neu künstliche Intelligenz die Altersüberprüfung beim Kauf von Alkohol, wie die «Bilanz» berichtet. Beim Self-­Check-out öffnet sich kurz ein Live-Kamerafenster, analysiert die biometrischen Merkmale des Gesichts und schätzt das Alter. Das Ergebnis liegt in Sekunden vor. Bedenken zum Datenschutz pariert die Migros. «Es werden keine Bilder gespeichert oder weitergegeben», sagt ein Sprecher gegenüber dem Wirtschaftsmagazin. Die Verarbeitung erfolge anonym und in Echtzeit. Zudem könne die Kundschaft wählen, ob KI oder ein Mitarbeiter das Alter prüft. Migrolino rollt das System laut dem Bericht nun im Rahmen der Einführung neuer Self-Check-out-Kassen aus. «Die bisherigen Erfahrungen sind positiv», sagt der Sprecher.

Auch Coop setzt zunehmend in seinen Pronto-Filialen auf die Self-Check-out-Kassen, wie «Schweiz heute» berichtete. Beide Händler betonen jeweils, dass damit keine Stellen gestrichen würden. (bwe)

09:19 Uhr

Donnerstag, 27. August

Über 100'000 Stellen mehr: Beschäftigung nimmt stark zu

Im 2. Quartal 2026 ist die Gesamtbeschäftigung (ohne Landwirtschaft) in der Schweiz im Jahresvergleich um 2,0 Prozent gestiegen. Dies entspricht einer Zunahme um 111 800 Stellen. Das hat das Bundesamt für Statistik (BfS) bekannt gegeben. Offene Stellen vermeldeten die Unternehmen rund 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Schwierigkeiten, Fachpersonen zu rekrutieren, haben laut dem BfS gegenüber dem Vorquartal zugenommen und die Beschäftigungsaussichten sind positiv. (nav)

07:11 Uhr

Donnerstag, 27. August

Alpiq macht weniger Gewinn

Alpiq hat im ersten Halbjahr 2026 weniger umgesetzt und weniger Gewinn erwirtschaftet, wie der Stromkonzern am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz fiel leicht auf 3,16 Milliarden Franken, das Betriebsergebnis (Ebit) um rund zwei Drittel auf 105 Millionen Franken. Unter dem Strich bleibt ein Reingewinn von 42 Millionen Franken, gegenüber 247 Millionen in der Vorjahresperiode. Alpiq erklärt den Rückgang mit niedrigeren Strompreisen, dem längeren Ausfall des AKW Gösgen und deutlich geringeren Wasserzuflüssen infolge ausserordentlicher Trockenheit in den Alpen.

Zudem teilt Alpiq mit, dass Johannes Teyssen als Verwaltungsratspräsident im Herbst zurücktritt. Nachfolger soll Alberto de Paoli werden, der frühere Finanzchef von Enel. (fv/has)

09:32 Uhr

Mittwoch, 26. August

SBB schreiben mehr Gewinn

Die SBB haben im ersten Halbjahr einen Gewinn von 126 Millionen Franken geschrieben. In der Vorjahresperiode waren es noch 48 Millionen Franken gewesen. Dazu beigetragen haben laut einer Mitteilung die wachsende Nachfrage im Personenverkehr, ein positives Ergebnis der Sparte Immobilien und ein besseres Ergebnis im Güterverkehr. Dieser schrieb einen Gewinn von 2 Millionen Franken nach einem Verlust von 47 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Erstmals seit vielen Jahren habe der Güterverkehr damit ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt, heisst es bei den SBB.

Die Zahl der Reisenden im Personenverkehr stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 4,0 Prozent auf 1,45 Millionen pro Tag. Die Zahl der Generalabos blieb bei 419'000 Stück, die Zahl der Halbtax-Abos stieg um 3,2 Prozent auf 3,53 Millionen. Zudem waren zuletzt 202'000 Halbtax Plus im Umlauf, über 30'000 mehr als ein Jahr zuvor. (ehs)

13:41 Uhr

Dienstag, 25. August

Parkschäden werden schnell teurer

Parkschäden würden immer mehr ins Geld gehen, schreibt Comparis in einer Mitteilung. Der Vergleichsdienst hat rund 7,3 Millionen erfasste Arbeitsvorgänge in Schweizer Schadenkalkulationen analysiert. Besonders stark hätten sich die durchschnittlichen Kosten für Reparaturarbeiten an Türen und anderen Karosserieteilen erhöht. Zum Beispiel stiegen die durchschnittlichen Reparatur-Kosten an einer Hintertür in zwei Jahren um fast 50 Prozent: von 92 Franken im Jahr 2023 auf 134 Franken im Jahr 2025. Ein Kostentreiber dürfte die zunehmend komplexe Technik sein. Das durchschnittliche Auto verfügt heute häufiger über Sensoren, Elektronik und komplexe Bauteile (nav).

09:30 Uhr

Dienstag, 25. August

Schweizer Wirtschaft wuchs 2025 um 1,6 Prozent

Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz verzeichnete 2025 einen Anstieg von 1,6 Prozent zu Preisen des Vorjahres gegenüber dem Jahr 2024. Das hat das Bundesamt für Statistik am Dienstag vermeldet. Das anhaltende Wachstum gegenüber 2024 hänge mit der hohen Binnennachfrage zusammen, welche um 2,5 Prozent gewachsen ist. Besonders die Investitionen hätten mit einer Zunahme um 3,5 Prozent massgeblich zu diesem Aufwärtstrend beigetragen. (nav)

09:16 Uhr

Dienstag, 25. August

Tourismusrekord für Österreich

Laut vorläufigen Ergebnissen der österreichischen Statistikbehörde «Statistik Austria» wurden in den Monaten Mai bis Juli – die erste Hälfte der Sommersaison 2026 – 41,87 Millionen Übernachtungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben gemeldet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 3,2 Prozent. Damit erreichen die österreichischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen einen neuen Rekord. Die Statistikbehörde beschreibt es als einen «historischen Höchstwert seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen im Jahr 1973». (nav)

07:59 Uhr

Dienstag, 25. August

Chefwechsel bei SMG

Christoph Tonini tritt per Ende Jahr als Chef des Kleinanzeigenvermarkters SMG zurück. Seine Nachfolge soll Alberto Sanz de Lama übernehmen. Das gab der SMG am Dienstag bekannt. Doch Tonini, der auch bei der Migros im Verwaltungsrat sitzt, geht nicht wirklich: Er soll an der Generalversammlung vom April 2027 zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt werden. Der amtierende Präsident, Jörn Nikolay, gibt sein Amt ab. (fv)

23:04 Uhr

Montag, 24. August

Swiss Venture Club gibt sich neuen Namen – und wählt neuen Präsidenten

Der Schweizer KMU-Verein SVC stellt sich zu seinem 25-Jahre-Jubiläum neu auf. An der Mitgliederversammlung am Montag in Bern wurde Beat Brechbühl zum neuen Präsidenten gewählt. Der Mitgründer des SVC und Senior Partner der Wirtschaftskanzlei Kellerhals Carrard folgt auf Hans Baumgartner.

Gleichzeitig gibt sich die Organisation einen neuen Namen: Aus dem «Swiss Venture Club» wird «SVC für KMU». Damit will der Verein seine Ausrichtung auf Schweizer kleine und mittlere Unternehmen stärker hervorheben. Neu lanciert wird zudem gemeinsam mit SwissSkills der «SVC Inäbnit Zukunftspreis». Er soll junge Berufsleute für besondere Leistungen während ihrer Ausbildung auszeichnen.

Höhepunkt des Jubiläumsanlasses mit rund 500 Gästen war die Verleihung eines Sonderpreises an Peter Jakob, Verwaltungsratspräsident des Emmentaler Unternehmens Jakob Rope Systems. Bundespräsident Guy Parmelin überreichte ihm den Award für sein Engagement für die Wirtschaftsregion Emmental und den Eishockeyclub SCL Tigers. Parmelin würdigte zugleich die Bedeutung der KMU für die Schweiz: «Wenn es den SVC nicht gäbe, müsste ich ihn sofort erfinden.» (chm)

10:47 Uhr

Montag, 24. August

Klaus-Michael Kühne ist tot

Logistikunternehmer und Milliardär Klaus-Michael Kühne ist tot. Er starb in der Nacht auf Montag im Alter von 89 Jahren, wie das «Manager Magazin» unter Berufung auf Kühnes familiäres Umfeld berichtet.

Kühne war Grossaktionär des Logistikkonzerns Kühne+Nagel und über seine Kühne Holding an mehreren grossen Unternehmen beteiligt. Dazu zählen die Lufthansa, aber auch das Bahn- und Busanbieter Flix.
Kühne wurde 1937 in Hamburg geboren und lebte seit vielen Jahren in Schindellegi im Kanton Schwyz. Dort bezahlt er auch seine Steuern.

Nach Angaben des «Manager Magazins» war er vor rund zehn Tagen von Mallorca dorthin zurückgekehrt und zuletzt ärztlich behandelt worden.
Gemäss «Bilanz» ist Klaus-Michael Kühne die sechstreichste Person in der Schweiz. Das Magazin schätzt sein Vermögen auf 21 bis 22 Milliarden Franken. (rem)

09:39 Uhr

Montag, 24. August

Shein will mit Börsengang einen Milliardenbetrag einsammeln

Die Onlineplattform Shein will bei ihrem geplanten Gang an die Hongkonger Börse einen Milliardenbetrag einnehmen. Der Ultra-Fast-Fashion-Verkäufer plant nach eigenen Angaben, knapp 280 Millionen Anteile zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar je Aktie anzubieten und damit bis zu 13,86 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,5 Milliarden Euro) einzusammeln. Den finalen Preis will das in China gegründete Unternehmen, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach Singapur verlegt hat, am 31. August bekanntgeben. Das Börsendebüt ist laut Mitteilung für den 1. September geplant.

Mit ihrem lange erwarteten Börsengang könnte die für besonders günstige Modeartikel bekannte Plattform nach eigenen Schätzungen eine Marktkapitalisierung von 210,2 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit 22,9 Milliarden Euro) erreichen. Das wäre deutlich weniger als in der Bewertung von fast 100 Milliarden US-Dollar (derzeit rund 85,6 Milliarden Euro) aus dem Jahr 2022, die sich Berichten von damals zufolge aus privaten Finanzierungsrunden ergeben hatte.

Asiatische Shoppingplattformen wie Shein, Temu und AliExpress haben nicht nur in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewonnen in den vergangenen Jahren. Politiker, Handelsvertreter und Verbraucherschützer monieren allerdings fragwürdige Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen.

Shein lässt seine Fracht aus China direkt von den Herstellern und in der Regel per Flugzeug in alle Welt verschicken. Die Waren werden zu besonders niedrigen Preisen angeboten. Neue Zollregelungen in den USA und Europa sowie die Folgen der Krise im Nahen Osten beeinträchtigten das Geschäft der Shoppingplattform jedoch zuletzt.

Ende Juli hatte Shein in einem Börsenprospekt einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar in den ersten drei Monaten dieses Jahres publik gemacht. Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen Stand 2025 geschätzt 273 Millionen aktive Kunden in etwa 160 Ländern. Mit dem Börsengang und dem dadurch eingenommenen Geld will Shein unter anderem seine technologische Infrastruktur verbessern und mehr in die globale Vermarktung investieren. (dpa)

08:28 Uhr

Montag, 24. August

Salt und Sunrise spannen zusammen

Die beiden Telekom-Firmen Salt und Sunrise wollen beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes zusammenarbeiten. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, haben sie eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Erweiterung der bereits bestehenden Zusammenarbeit beim Mobilfunknetz in ländlichen und weniger dicht besiedelten Gebieten zu prüfen. Ziel sei es, die Abdeckung zu verbessern sowie besseren Empfang und zuverlässigere Verbindungen zu bieten. Eine engere Zusammenarbeit könne gezieltere Investitionen ermöglichen.

Wegen der geringen Zahl von Nutzenden pro Antennen-Standort könne man auf dem Land den Ausbau bisher nicht gleich effizient gestalten wie in den Städten, wird Sunrise-Chef André Krause zitiert. Das wolle man ändern. Salt und Sunrise bleiben unabhängig voneinander und behalten ihre Kernnetze und die Kontrolle über die Nutzung ihrer Frequenzen. (ehs)

14:49 Uhr

Freitag, 21. August

Migros hilft hitzegeplagten Bauern

Handel Die Bauern leiden unter der Hitze und der Trockenheit. Deshalb stellt die Migros der Landwirtschaft 2 Millionen Franken zur Verfügung, um finanziellen Härtefällen zu helfen, heisst es in einer Mitteilung. Die Abwicklung erfolgt über die dem Schweizer Bauernverband nahestehende Bucher Gossweiler-Stiftung. Unabhängig von diesem einmaligen Solidaritätsbeitrag engagiert sich die Migros laut eigenen Angaben gemeinsam mit ihren Partnern entlang der Wertschöpfungskette für die langfristige Stärkung der Schweizer Landwirtschaft. (mpa)

12:01 Uhr

Freitag, 21. August

SBB ernennen neuen Manager

Die SBB haben einen neuen Leiter Markt Personenverkehr bestimmt. Die Funktion übernimmt per sofort Matthias Bütler. Er nimmt auch Einsitz in die Konzernleitung. Bütler leitete die Division seit dem Weggang von Véronique Stephan im April 2026. Zuvor stand Matthias Bütler als Mitglied der Geschäftsleitung von Markt Personenverkehr während drei Jahren dem Bereich Marketing und Marktentwicklung vor. Auch zwischen 2006 und 2013 hatte er bereits Leitungspositionen inne. SBB-Chef Vincent Ducrot sagt zur Personalie: «Matthias Bütler wird wichtige Zukunftsthemen entscheidend vorantreiben – beispielsweise die Ausrichtung des nationalen und internationalen Personenverkehrs sowie die Vereinfachung und Digitalisierung von Tarifsystem und Vertrieb.» (mpa)

18:23 Uhr

Donnerstag, 20. August

Schweizer Exporte nach China künftig fast komplett zollfrei

Die Schweiz hat ihre Handelsabkommen mit China deutlich ausgeweitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss von Verhandlungen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Bern teilt das Wirtschaftsministerium mit, dass künftig 99,8 Prozent der Schweizer Exporte zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen werden. China ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz, nach der EU und den USA.

Nach dem bisherigen Freihandelsabkommen von 2014 war nur die Hälfte der Schweizer Exporte in China zollfrei, während umgekehrt fast alle chinesischen Exporte zollfrei in die Schweiz gelangten. Nach Angaben des Ministeriums wird zudem der Zugang in China für Schweizer Investoren erleichtert. Ebenso sei nun unter anderem auch der Dienstleistungshandel und der digitale Handel einbezogen.

Das Abkommen soll noch in diesem Jahr formell unterzeichnet werden und dann nach den Genehmigungsverfahren in beiden Ländern stufenweise in Kraft treten. (dpa)

15:34 Uhr

Donnerstag, 20. August

Studienerfolg für Moderna im Kampf gegen Hautkrebs

Angesichts der steigenden Zahl von Hautkrebs-Fällen sorgt eine erfolgreiche Studie zu einem Melanom-Impfstoff für Aufsehen. Die Aktienkurse der beteiligten US-Unternehmen Moderna und Merck & Co stiegen sprunghaft an. Der personalisierte Krebs-Impfstoff Intismeran Autogene reduziert den Angaben zufolge kombiniert mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen. Für moderne, mRNA-basierte Therapien wäre das ein wichtiger Meilenstein.

Erstmals hat damit den Unternehmen zufolge eine personalisierte, mRNA-basierte Krebstherapie eine entscheidende Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen. In Kombination mit Mercks Immuntherapie Keytruda habe der Impfstoff das primäre Studienziel bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs erreicht.

Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker E-Toro, sieht mehr als nur den Erfolg eines einzelnen Medikaments. Die Studie liefere einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für die gesamte mRNA-Onkologieplattform. «Gelingt der Ansatz auch bei Lungenkrebs oder anderen Tumorarten, könnte sich der adressierbare Markt erheblich vergrössern», sagte Wienke. «Der Weg von einer erfolgreichen Studie zu einem profitablen Produkt bleibt allerdings lang.»

In deutschen Krankenhäusern wurden zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120'100 stationär mit Hautkrebs behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als 2004, wie das Statistische Bundesamt im Mai berichtete. Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an. (dpa)

13:20 Uhr

Donnerstag, 20. August

Bundesrat blockt bei Bankarchiven ab

SP-Nationalrätin Nadine Masshardt fordert, dass der Zugang zu Schweizer Bankarchiven verbessert wird. Dort ist unabhängige Forschung aktuell kaum möglich. Denn Banken wie die UBS sperren ihre Archive für externe Forschende, indem sie auf das Bankgeheimnis verweisen. Masshardt regt deshalb an, hier Anpassungen vorzunehmen.

Jetzt liegt die Antwort des Bundesrats auf die Interpellation vor. Er äussert sich kritisch. Zwar anerkennt die Regierung «das Interesse an der historischen Forschung zum Schweizer Bankenplatz». Allerdings sei es zweifelhaft, ob mit einer Anpassung des Bankgeheimnisses das Anliegen aufgenommen werden könnte. Denn es handle sich, anders als bei Behörden, um privatwirtschaftliche Unternehmen, die selbst entscheiden könnten, «ob und in welcher Form der Zugang zu firmeninternen Archiven mit privaten Kundendaten gewährt wird». Dabei spielten Reputationsrisiken, Haftungsfragen sowie Geschäftsgeheimnisse eine Rolle. Diese Überlegungen könnten die Banken auch nach einer Gesetzesanpassung geltend machen, hält die Regierung fest. Ein weit grösserer Eingriff wäre es laut Bundesrat, wenn man die Banken analog öffentlicher Stellen verpflichten würde, Einsicht in ihre Archive zu gewähren. Dann würden sich auch «Fragen hinsichtlich der Wirtschaftsfreiheit und der Gleichbehandlung» stellen.

Die Debatte kam auf, als die UBS 2023 die Credit Suisse übernahm. Die einzige Grossbank besitzt damit ein riesiges Archiv. Dieses ist relevant, um den Niedergang der CS weiter zu erforschen. Laut Masshardt wäre der Archivzugang auch wichtig, weil die Zeitgeschichte einen Boom erlebe. Sie nennt die in den USA neu aufgeflammte Kontroverse um die Nazi-Konten von hiesigen Banken. Hier stelle der fehlende Zugang ein Reputationsrisiko dar. (mpa)

13:07 Uhr

Donnerstag, 20. August

Erstmals seit 2022: Benzinpreis steigt auf über 2 Franken

Der Benzinpreis zieht weiter an. Am Donnerstag wurde nun die Grenze von 2 Franken erstmals seit langer Zeit geknackt, wie der TCS meldet. Er berechnet täglich einen landesweiten Durchschnittswert. Zwar hat sich der Preis für Bleifrei 95 in diesem Jahr schon einige Male der 2-Franken-Marke genähert, sie bisher aber nicht überschritten.

Momentan liegt der Preis bei 2.02 Franken, was einem Anstieg von fünf Rappen innert einer Woche entspricht. Letztmals war das Benzin während mehrerer Monate im Jahr 2022 so teuer, als Bleifrei 95 gar bis auf 2.31 Franken pro Liter kletterte. Auch der Diesel-Preis steigt an. Dieser verteuert sich auf 2.27 Franken pro Liter.

Als Gründe für den Anstieg gibt der TCS einerseits die geopolitische Lage mit Konflikten im Nahen Osten und in Russland an. Aber auch Hitze und Trockenheit tragen ihren Teil dazu bei. Sie beeinflussen den Güterverkehr und sorgen dort für höhere Kosten. (pin)

11:00 Uhr

Donnerstag, 20. August

Post schreibt im ersten Halbjahr einen Gewinn

Die Post hat im ersten Halbjahr 2026 ein Betriebsergebnis (Ebit) von 173 Millionen Franken erzielt, wie der Konzern am Donnerstag bekannt gab. Das Ergebnis bewege sich auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Der Umsatz betrug 3670 Millionen Franken, der Gewinn noch 139 Millionen Franken. Die Post erklärt das Ergebnis mit einem gestärkten Kerngeschäft, mehr versendeten Paketen und Preismassnahmen sowie auch einem besseren Anlagegeschäft von Postfinance. Weiter betont die Post, dass sie auf Gewinne angewiesen sei: Sie finanziere damit unter anderem die flächendeckende Grundversorgung, investiere in ihre Infrastruktur und passe ihr digitales und physisches Angebot den veränderten Kundenbedürfnissen an. (nav)

09:37 Uhr

Donnerstag, 20. August

SBB kontrollieren neu auf der Langstrecke in Zivil

Die SBB haben bisher nur im Regionalverkehr ihre Zivilkontrolleure eingesetzt. Doch wie das Newsportal 20 Minuten berichtet, hat die Bahn eine neue Praxis eingeführt, und zwar bereits zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember. Seither sind auch auf der Langstrecke nun Kontrolleure in Zivil im Einsatz, in der Regel in Teams von vier Personen. Laut einem Sprecher greifen die SBB allerdings nur punktuell auf die zivilen Kondukteure und Kondukteurinnen zurück. Die ÖV-Unternehmen verzeichnen jedes Jahr rund eine Millionen Fälle von Schwarzfahren und verlieren dadurch jährlich 200 Millionen Franken. (nav)

16:57 Uhr

Mittwoch, 19. August

Burckhardt Compression baut 150 Jobs in Winterthur ab

Der Kompressorenhersteller Burckhardt Compression baut bis zu 150 Jobs in Winterthur und 70 an weltweiten Standorten ab. Die Firma reagiert so gemäss eigenen Angaben auf die erwartete geringere Auslastung. Mit der Massnahme sollen jährlich 20 Millionen Franken eingespart werden. Per Ende 2025 zählte das Unternehmen gemäss Geschäftsbericht weltweit gut 3300 Mitarbeitende, am Hauptsitz in Winterthur sind es etwas über 1000. (mpa)

12:00 Uhr

Mittwoch, 19. August

Implenia steigert Profitabilität

Der Baukonzern Implenia hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,77 Milliarden Franken erzielt, 4,8 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg hingegen um 6,0 Prozent auf 60,4 Millionen Franken. Die Profitabilität habe gesteigert werden können, schreibt der Konzern. Die Ebit-Marge stieg von 3,1 auf 3,4 Prozent. Der Auftragsbestand erhöhte sich laut einer Mitteilung vom Mittwoch um 9,5 Prozent auf 8,52 Milliarden Franken. Implenia fokussiert sich auf Segmente wie Gesundheits- und Bildungsimmobilien, Datenzentren und Verkehrsinfrastruktur.

Das Unternehmen zeige «Resilienz gegenüber geopolitischen und makropolitischen Unsicherheiten», heisst es in der Mitteilung. Das Ebit-Ziel von rund 150 Millionen Franken fürs Gesamtjahr wird von Implenia bestätigt – allerdings vor Ausgaben in der Höhe von 10 bis 20 Millionen Franken für «ausserordentliche Wachstumsinvestitionen». Ab 2027 soll sich das Ergebnis weiter auf über 150 Millionen Franken verbessern. (ehs)

10:24 Uhr

Mittwoch, 19. August

BKW senkt Erwartungen

Der Berner Energiekonzern BKW verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz von 2,18 Milliarden Franken. Das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr, wie er am Mittwoch mitteilt. Das Betriebsergebnis (Ebitda) ging um 10,1 Prozent auf 388 Millionen Franken zurück. Der Reingewinn stieg hingegen dank der guten Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Mühleberg um 7,0 Prozent auf 218 Millionen Franken.

Die BKW-Gruppe begründet das Ergebnis mit einer ungünstigen Kombination aus Umweltfaktoren – wie wenig Wasser und einem tiefen Windaufkommen – und «unerwarteten Entwicklungen in der Geopolitik». Insbesondere Marktverwerfungen infolge der Situation im Nahen Osten hätten den Ertrag beeinflusst. Für das Gesamtjahr erwartet BKW nun ein Ergebnis «im unteren Bereich des Anfang Jahr genannten Zielbands von 650 bis 750 Millionen Franken». (ehs)

10:17 Uhr

Mittwoch, 19. August

Sunrise mit weniger Umsatz

Die Telekom-Firma Sunrise verzeichnete im zweiten Quartal einen sinkenden Umsatz. Er ging gegenüber der Vorjahresperiode um 2,6 Prozent auf 712,9 Millionen Franken zurück. Bei den Privatkunden resultierte ein Minus von 4,2 Prozent, bei den Geschäftskunden, dem Grosshandel sowie im Bereich Infrastruktur und Supportkunden konnte das Unternehmen zulegen. Im gesamten ersten Halbjahr erzielte Sunrise mit 1,4 Milliarden Franken 1,2 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr, der Nettoverlust betrug 61,8 Millionen Franken gegenüber 54,9 Millionen Franken im Jahr 2025.

Sunrise begründet die Entwicklungen mit wegfallenden Effekten von Preiserhöhungen aus dem Vorjahr und einem schwächeren Kundenwachstum in den vorangehenden Quartalen. Nun sei die Kundengewinnung aber verbessert worden, sagt Chef André Krause. An den Zielen für das Gesamtjahr hält Sunrise fest. Für das zweite Halbjahr erwartet Sunrise nach eigenen Angaben eine positive Entwicklung. (ehs)

10:01 Uhr

Mittwoch, 19. August

Chefwechsel bei KPT

An der Spitze der Krankenkasse KPT kommt es zu einem Wechsel. Der langjährige Chef Thomas Harnischberg gibt mit Erreichen des ordentlichen Pensionsalters im Juni 2027 die operative Leitung ab. Seine Nachfolge übernimmt sein bisheriger Stellvertreter Peter Hug. Das gibt die KPT am Mittwoch bekannt.

Hug gehört der Geschäftsleitung seit 2020 an und verantwortet den Bereich Leistungen und Produkte. Damit schaffe der Verwaltungsrat frühzeitig Klarheit und stelle die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens sicher, heisst es bei der KPT. (fv)

09:29 Uhr

Mittwoch, 19. August

Prozess gegen Meta startet

In Kalifornien hat ein wegweisender Prozess gegen den Facebook- und Instagram-Konzern Meta wegen möglicher Auswirkungen seiner Plattformen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen begonnen. Vier US-Bundesstaaten werfen dem Unternehmen vor, seine Plattformen gezielt auf die Schwächen junger Nutzer ausgerichtet zu haben.

Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey fordern Milliarden Dollar Schadenersatz sowie grundlegende Änderungen an der Funktionsweise der Plattformen. Insgesamt hatten 29 Bundesstaaten Meta 2023 wegen des Umgangs mit Kindern und deren Daten verklagt. Die Verfahren der übrigen Staaten sollen später verhandelt werden. Das Unternehmen sieht sich zudem Klagen vor Gerichten der Bundesstaaten gegenüber, darunter ein laufendes Verfahren in Tennessee.

In dem Verfahren sollen Geschworene entscheiden, ob die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten ihre Vorwürfe belegen können. (dpa)

12:51 Uhr

Montag, 17. August

Schultheks werden immer teurer

Die Ausrüstung für Primarschulkinder wird immer teurer. Das zeigt sich an Zahlen des zur Migros gehörenden Online-Warenhauses Galaxus. Wie dieses am Montag mitteilt, sei der Durchschnittspreis für einen Schultekt seit 2020 von etwas mehr als 100 Franken auf 140 Franken dieses Jahr gestiegen.

Besonders ins Geld gehen laut der Mitteilung Sets bis etwa zur dritten Klasse. Bei einer der beliebtesten Schulthek-Marken liege der Durchschnittspreis mittlerweile bei über 200 Franken. (ehs)

11:56 Uhr

Montag, 17. August

SIG trennt sich von neuem Chef

Die Verpackungsfirma SIG trennt sich bereits wieder von ihrem Chef Mikko Keto, der das Amt erst im Frühling angetreten hatte. Das teilt das Unternehmen aus Neuhausen SH am Montag mit. Der Verwaltungsrat sei zum Schluss gekommen, dass «in der aktuellen Phase der Transformation Kontinuität in der Führung und ein hohes Umsetzungstempo oberste Priorität haben». Deshalb werde Ann-Kristin Erkens, die SIG bereits von August 2025 bis Ende Februar 2026 als interimistische CEO leitete und «starke Ergebnisse erzielt» habe, per sofort zur Nachfolgerin von Keto ernannt.

Verwaltungsratspräsident Ola Rollén wird damit zitiert, Keto sei «zu einem wichtigen Zeitpunkt in der Entwicklung des Unternehmens zu SIG gestossen». Er habe in den vergangenen Monaten zu den Fortschritten beigetragen. (ehs)

10:49 Uhr

Montag, 17. August

Travailsuisse fordert 2 Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschafts-Dachorganisation Travailsuisse fordert für das Jahr 2027 generelle Lohnerhöhungen in der Höhe von 2 Prozent. Das teilte sie am Montag mit. Seit Jahren stagnierten die Reallöhne in der Schweiz weitgehend. Gleichzeitig seien die Krankenkassenprämien stark gestiegen. Deshalb  habe sich die finanzielle Situation vieler Arbeitnehmenden «anhaltend verschlechtert».

Die Kaufkraft der Arbeitnehmenden müsse auch bei wachsenden Preisen und Lebenshaltungskosten gesichert werden, sagt Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travailsuisse. Die Forderung nach einer generellen Lohnerhöhung von 2 Prozent entspreche dem Durchschnitt über alle Branchen. In einigen könnten sie auch darunter liegen, in anderen darüber. Im Gesundheitswesen fordert die Gewerkschaft Syna etwa eine Lohnerhöhung von 5 bis 6 Prozent.

Der Arbeitgeberverband reagierte kurz darauf mit einer Mitteilung auf die Forderungen. Das KOF-Institut der ETH Zürich prognostiziere für 2027 ein Nominallohnwachstum von 1,0 Prozent, während die Teuerung auf 0,6 Prozent geschätzt werde. Damit bleibe ein reales Plus von 0,4 Prozent. Der Arbeitgeberverband halte diese Grössenordnung der durchschnittlichen Lohnerhöhung für «plausibel».

Der Anstieg der Krankenkassenprämien wiederum dämpfe zwar das Wachstum des verfügbaren Einkommens um 0,3 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent. «Die Prämien belasten also spürbar, kehren das Plus beim verfügbaren Einkommen aber nicht in ein Minus». (ehs)

09:16 Uhr

Freitag, 14. August

VZ-Gruppe steigert Erträge

Die VZ Gruppe hat ihre Erträge im ersten Halbjahr um 13,9 Prozent auf 316,5 Millionen Franken gesteigert. Das teilt sie am Freitag mit. Der Reingewinn wuchs um 17,7 Prozent auf 131,9 Millionen Franken. Im zweiten Halbjahr erwartet der Vermögensverwalter ähnliche Wachstumsraten wie im ersten.

Im Vergleich zum ersten Jalbjahr 2025 habe sich die starke Nachfrage nach Beratung in einem Anstieg der Honorarerträge um 6,7 Prozent niedergeschlagen. Gleichzeitig hätten auch bestehende Kundinnen und Kunden mehr Dienstleistungen genutzt. Das Netto-Neugeld erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3 auf 3,3 Milliarden Franken. (ehs)

09:02 Uhr

Freitag, 14. August

Schweizer Wirtschaft wächst stark

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz ist laut einer Schätzung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im zweiten Quartal um 1,5 Prozent gewachsen. Der Industriesektor habe den massgeblichen Wachstumsbeitrag geliefert. Insbesondere der Bereich Chemie-Pharma habe stark zugelegt. In der Summe sei aber auch der Dienstleistungssektor gewachsen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Zunahme entspricht der höchsten in einem Quartal seit fast fünf Jahren. (ehs)

15:40 Uhr

Donnerstag, 13. August

Verbot von Datenbrillen gefordert

Die gemeinnützige Organisation Hate Aid hat juristische Schritte eingeleitet, um den Vertrieb von Datenbrillen zu stoppen, mit denen man heimlich Fotos und Videos aufnehmen kann. Die Strafanzeigen der Organisation richten sich nach eigenen Angaben gegen Vorstände und Führungskräfte des Digitalkonzerns Meta, der Brillenhersteller Ray-Ban und Oakley sowie grosser deutscher Retail- und Optikerketten wie Media-Markt-Saturn, Fielmann, Apollo-Optik und Mister Spex. Über die Aktion von Hate Aid hat der «Spiegel» zuerst berichtet. (dpa)

11:25 Uhr

Donnerstag, 13. August

Flughafen Zürich zählt mehr Passagiere

Im Juli 2026 sind 3,3 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere lag im Juli bei 2,4 Millionen. Der Anteil der Umsteigepassagiere betrug 27,3 Prozent, was rund 900'000 Passagieren entspricht.

Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent auf 26’356 Starts und Landungen. Die Sitzplatzauslastung ist derweil um 1,4 Prozentpunkte auf 82,9 Prozent gesunken. (bwe)

11:11 Uhr

Donnerstag, 13. August

Swisscom zieht bei Media Markt ein

Schweizweit betreibt das Telekomunternehmen Swisscom rund 130 eigene Shops. Doch diese Verkaufsstandorte sind der Firma, die zu 51 Prozent dem Bund gehört, nicht genug. Neu zieht die Swisscom in zehn Filialen der Elektronikkette Media Markt ein, die dem chinesischen Onlineriesen JD.com gehört.

Damit stärke man ab Freitag die Präsenz im stationären Handel, heisst es in einer Mitteilung der Swisscom. Im Zentrum stehen demnach die persönliche Beratung, direkte Vergleichsmöglichkeiten und ein direkter Zugang zu Mobile-, Internet-, TV- und Sicherheitsangeboten. (bwe)

10:41 Uhr

Donnerstag, 13. August

Ex-Disney-Chef und Trump-Verwandter schnappen sich LA Lakers

Wie US-Medien berichten, kommt es in der US-Sportbranche zu einer aufsehenerregenden Übernahme. Der ehemalige Disney-Chef Bob Iger und der Investor Josh Kushner – der Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn Jared – kaufen das Basketball-Team Los Angeles Lakers. Der schwindelerregend hohe Kaufpreis: 12,5 Milliarden Dollar. Weniger als ein Jahr zuvor hatte der Milliardär Mark Walter das Team gekauft, wie CNN schreibt. Der Deal muss noch offiziell abgesegnet werden.

Josh Kushner war zuletzt in den Schlagzeilen, weil seine Vermarktungspläne mit Fifa-Präsident Gianni Infantino scheiterten. Die LA Lakers gehören mit 17 gewonnenen Meisterschaften zu den erfolgreichsten Teams in der Geschichte der National Basketball Association (NBA). Zu den bekanntesten Fans des Teams gehören Hollywood-Stars wie Jack Nicholson, Adam Sandler, Will Ferrell und Denzel Washington. (bwe)

08:37 Uhr

Donnerstag, 13. August

Pharma spürt Trump-Druck

US-Präsident Donald Trump hat die Preise für neue Medikamente an Referenzländer gekoppelt, darunter an jene der Schweiz. Das Preisschild in der Schweiz wirkt sich also direkt auf jenes in Amerika aus, dem wichtigsten Pharmamarkt der Welt. Dementsprechend umtriebig lobbyiert der Verband Interpharma dafür, die Preise in der Schweiz anzuheben. Ansonsten müssten die Firmen hierzulande auf Neueinführungen verzichten.

Diese Entwicklung unterlegt der Verband nun mit Zahlen. Gemäss einer anonymisierten Umfrage bei seinen Mitgliedern - dazu gehören auch Roche und Novartis - haben die Firmen zwischen Januar 2025 und Juni 2026 sieben von insgesamt 22 neuen innovativen Arzneimitteln nicht zur Aufnahme in die Spezialitätenliste eingereicht. Bei drei weiteren wurde sogar darauf verzichtet, sie zur Zulassung bei Swissmedic einzureichen.

«Die Umfrage zeigt, dass sich Arzneimittelhersteller nicht mehr in der Lage sehen unter den aktuellen Rahmenbedingungen neue Therapien zeitnah in der Schweiz zu lancieren, um die Preise in den USA nicht zu gefährden», so Interpharma. (mpa)

14:03 Uhr

Mittwoch, 12. August

Swiss-Partnerairline schrumpft massiv

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic, die seit vier Jahren einen Grossteil der Swiss-Kurzstreckenflüge durchführt, muss drastisch sparen. So will die finanziell angeschlagene Airline laut dem Branchenportal «Aerotelegraph» statt wie aktuell 54 Airbus A220-300 Ende 2026 nur noch 36 betreiben – ein Drittel oder 18 Jets weniger also. Ursprünglich hatte Air Baltic ein Wachstum auf 100 Flugzeuge bis 2031 geplant.

Als Grund für die Massnahme werden die geopolitischen Entwicklungen in der Ukraine und im Nahen Osten genannt sowie die anhaltenden Probleme beim Triebwerk-Partner Pratt & Whitney. Die Kosten sollen mit diesem Schritt um 45 Millionen Euro gesenkt werden. Am so genannten Wetlease-Geschäft, wie es Air Baltic für die Swiss betreibt, will die Fluggesellschaft derweil festhalten. (bwe)

12:08 Uhr

Mittwoch, 12. August

McDonald's expandiert in Zürich

Die US-Burgerkette McDonald's will hierzulande weiter wachsen. Derzeit zählt die Firma gut 190 Standorte. Neueröffnungen sind allerdings oft umstritten: In Uznach SG haben mehrere Einwohner Einsprache gegen ein Projekt eingereicht, in Dübendorf ZH sammeln Anwohnende Unterschriften gegen ein geplantes neues Lokal, und in Windisch AG ist ein Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen entbrannt. Gegen eine vorgesehene Filiale am Zürcher Limmatquai protestierte selbst die britische Schauspielerin Emma Thompson via Unterschrift auf einem Protestbrief.

Das hält McDonald's nicht von der Expansion ab. In der Stadt Zürich will sie nun ein weiteres Lokal eröffnen, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen der Stadt hervorgeht. Das geplante Lokal an der Heinrichstrasse 267 im Kreis 5 liegt in einem Ausgehviertel mit mehreren Clubs, Gastro-Betrieben und einem Multiplex-Kino.

Derzeit betreibt McDonald's neun Lokale in der Stadt Zürich. Das jüngste kam im November beim Bahnhof Enge hinzu. Zuvor hatte der Burgerbrater während 24 Jahren im Bahnhof seine Produkte verkauft, die SBB liessen den Mietvertrag aber auslaufen und ersetzten das Lokal durch eines der zur deutschen Gustoso-Gruppe gehörenden Kette Burgermeister. Diese wurde dadurch zwischenzeitlich zur grössten Burger-Kette in Zürich - ein Titel, den sie wieder verloren hat. (ehs)

10:53 Uhr

Mittwoch, 12. August

NZZ eröffnet Bar im Hauptbahnhof

Am Donnerstag eröffnet die Neue Zürcher Zeitung ein Gastrolokal in Zürich. Aus der bestehenden «Time Lounge» im Hauptbahnhof wird die neue «NZZ Bar». Die gemeinsam mit der Firma Candrian Hospitality realisierte Bar biete morgendlichen Kaffee bis hin zu abendlichen Drinks, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Zudem erhielten die Gäste kostenlosen Zugang zu den digitalen Inhalten der NZZ. Bereits seit einigen Jahren hat die NZZ auch ein Café am Flughafen Zürich, betrieben vom Unternehmen SSP. (bwe)

10:26 Uhr

Mittwoch, 12. August

Schweizer Detailhandel steigert den Umsatz

Der Schweizer Detailhandel setzt im ersten Halbjahr 2026 seinen Wachstumskurs fort: Gemäss dem neusten «NIQ Markt Monitor» liegt der Umsatz 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zu dieser positiven Entwicklung tragen laut dem Marktforschungsunternehmen Nielsen IQ beide Hauptsegmente bei: Food legt um 2,5 Prozent zu, Nonfood wächst mit 2,7 Prozent sogar leicht stärker.

Gleichzeitig bleibt die Konsumentenstimmung tief: Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) lag sie im Juni deutlich unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig stieg die Teuerungsrate laut dem BFS im Juni um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an.

Nach wechselhaften Witterungsbedingungen im ersten Quartal war das zweite Quartal laut Nielsen IQ geprägt von weniger Regen, dafür viel Sonne. Dies habe die Nachfrage nach typischen Sommer-Produkten begünstigt.

«Insbesondere Frischprodukte, Tiefkühlwaren sowie Süsswaren und Snacks sorgen für Wachstumsimpulse», sagt Silke Volejnik, Detailhandelsexpertin von Nielsen IQ. «Die Konsumentinnen und Konsumenten kaufen weiterhin bewusst ein, sind aber bereit, für relevante Produkte gezielt Geld auszugeben.»

Laut Volejnik existierte im ersten Halbjahr eine hohen Nachfrage nach Freizeit-, Outdoor- und Technologieprodukten. «Neben dem sonnigen Frühjahr sorgten auch Grossereignisse wie die Fussball-WM für zusätzliche Kaufimpulse, die in verschiedenen Warengruppen von Sportartikeln über Fan- und Sammelprodukte bis hin zu Unterhaltungselektronik spürbar waren.» (bwe)

10:20 Uhr

Mittwoch, 12. August

BKW: Stromtarife in Grundvesorgung sinken

Die Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung der BKW werden 2027 weniger für den Strom bezahlen als 2026, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Während die Tarife für die Netznutzung steigen, sinken die Energietarife laut dem Berner Energieunternehmen deutlich. Zusammengenommen führt dies demnach für einen typischen Vierpersonenhaushalt zu 7,6 Prozent tieferen Stromkosten. (bwe)

14:09 Uhr

Dienstag, 11. August

Flugänderung: Emirates wird kulanter

Der Krieg im Iran hat die Golf-Airlines in den Krisenmodus versetzt. Viele Buchungen sind seither ausgeblieben. Nun reagiert die Fluggesellschaft Emirates mit einer Kulanz-Offensive, mit der sie wieder mehr Kundinnen und Kunden anlocken möchte. So können Fluggäste mit Reiseziel Dubai ihr Reisedatum beliebig oft und ohne Umbuchungsgebühr ändern.

Zudem senkt die Airline die Gebühren für Ticketerstattungen bei Stornierungen nach Dubai. Ausserdem biete man einen umfassenden, in der Branche einzigartigen Reiseschutz. Dazu gehört ein zusätzlicher Schutz bei Konfliktsituationen mit einer Erstattung medizinischer Kosten von bis zu 25'000 Dollar sowie einer kostenlosen Verlängerung der Reise um bis zu 30 Tage. Der Versicherungsschutz ist nicht von staatlichen Reisehinweisen abhängig. (bwe)

10:32 Uhr

Dienstag, 11. August

Alnatura Schweiz erhält neuen Chef

Der hiesige Ableger der Biokette Alnatura wird künftig von Mathias Roost geführt. Er übernimmt ab September die Geschäftsführung, wie es in einer Mitteilung heisst. Sein Vorgänger Boris Pesek hat das Unternehmen Ende Juli auf eigenen Wunsch verlassen.

Roost war zuletzt Chef des Ostschweizer Säfteherstellers Biotta. Davor amtete er als Geschäftsführer von Hefe Schweiz. «Alnatura verkörpert eine Haltung, die ich auch aus meiner bisherigen Laufbahn teile: Produkte in hochwertiger Bio-Qualität zu fairen Preisen, eine sorgsame, langfristig denkende Unternehmenskultur, Respekt vor Mensch und Natur» sagt Roost.

Die Migros löste kürzlich ihre Partnerschaft mit der deutschen Kette auf. Der orange Riese führt aber weiterhin Alnatura-Produkte im Sortiment, wie auch Volg, Müller und Rossmann. Der neue Chef will diese Partnerschaften in den kommenden Jahren ausbauen. (mpa)

16:11 Uhr

Montag, 10. August

Neue Geschäfte im Landquart Fashion Outlet

Das Landquart Fashion Outlet verkündet neue Mode-Shops. Dazu gehören die US-Sportmarke Hoka und die für ihre Nachhaltigkeitsbotschaft bekannte Schweizer Marke Nikin. Ihre Geschäfte sind bereits eröffnet. Bis Ende September folgt zudem ein Shop der österreichischen Modemarke Sportalm. (bwe)

15:19 Uhr

Montag, 10. August

Zurich Film Festival geht neue Kooperation ein

Das Zurich Film Festival (ZFF) und das ägyptische El Gouna Film Festival gehen eine strategische Partnerschaft ein. Dies gibt das ZFF in einer Mitteilung bekannt. Ab sofort werden die beiden Festivals bei der Programmgestaltung zusammenarbeiten und ihre Kräfte bündeln, um ihre Präsenz in der internationalen Filmgemeinde zu stärken und zu unterstützen. Der hierzulande bekannte Hotel-Investor Samih Sawiris ist Gründer des ägyptischen Ferienorts El Gouna und steht dem lokalen Filmfestival vor. (bwe)

11:57 Uhr

Montag, 10. August

Hitze: Milliarden-Schaden bei Ösi-Bauern

Die wochenlange Dürre mit Rekordhitze hat in Österreich in der Landwirtschaft zu einem Gesamtschaden von rund einer Milliarde Euro geführt. Das teilte die Österreichische Hagelversicherung als Agrar-Spezialversicherer mit. Der Betrag könnte noch steigen, wenn die Dürre über die Monatsmitte hinaus anhalte, hiess es. Die jetzige Situation sei einmalig, sagte der Chef der Versicherung, Kurt Weinberger. «Wir haben ein Niederschlagsdefizit wie noch nie, wir haben Hitzetage wie noch nie, und wir haben Rekordtemperaturen wie noch nie.» (dpa)

11:42 Uhr

Montag, 10. August

Migros ruft paniertes Pouletschnitzel zurück

Poulet-Panne bei der Migros: Der Detailhändler ruft das Produkt Pouletschnitzel paniert zurück. Grund ist laut einer Mitteilung ein Fehler beim Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der betroffenen Packung steht das Datum 2. Oktober 2026. Richtig ist jedoch der 28. August. Die Migros bittet Kundinnen und Kunden, das Produkt nach dem 28. August nicht mehr zu konsumieren. Ansonsten würden gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen. Das betroffene Produkt wurde in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Wer das betroffene Produkt im Supermarkt gekauft hat, kann dies zurückbringen und erhält den Verkaufspreis zurückerstattet. (bwe)

16:14 Uhr

Freitag, 7. August

Konsumentenstimmung sinkt weiter

Der Index der Konsumentenstimmung, der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) berechnet wird, lag im Juli bei -35 Punkten. Das sind 2 Punkte weniger als im Juli 2025, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Unter dem Niveau des Vorjahres lägen die Teilindizes «vergangene finanzielle Lage», «erwartete finanzielle Lage» und «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen». Kaum verändert hat sich hingegen, wie die Konsumentinnen und Konsumenten die Wirtschaftsentwicklung einschätzen. (ehs)

16:08 Uhr

Freitag, 7. August

Avolta übernimmt Penha Duty Free Group

Der Schweizer Reisebedarfs-Detailhändler Avolta übernimmt eine Mehrheit an der Penha Duty Free Group. Diese betreibt zollfreie Läden an 25 Standorten in der Karibik, etwa an Flughäfen und Häfen. Vergangenes Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 47 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst, übernimmt Avolta 51 Prozent der Firma. Später könne der Anteil auf 100 Prozent ausgebaut werden.

Avolta mit Sitz in Basel betreibt weltweit über 2000 Duty-Free-Läden sowie Gastronomie- und Retail-Konzepte an Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen. Zudem gehört der italienische Raststätten-Betreiber Autogrill zum Konzern. (ehs)

14:07 Uhr

Freitag, 7. August

Trump wettert gegen die Schweiz

Der Bundesrat verhandelt weiterhin mit den USA, um im Zollstreit endlich ein Abkommen zu finden. Derweil stichelt der US-Präsident weiter gegen die angeblichen Profiteure eines Systems, dem Trump mit seinen Zöllen ein Ende machen will. Dabei nannte er in einem Interview mit «Punchbowl News» auch die Schweiz. Er könne das milliardenschwere Handelsdefizit der Schweiz mit den USA «mit einem Strich auslöschen, und sie sind kein Elite-Land mehr». Glücklicherweise sei er aber ein netter Mensch, so der US-Präsident. Derzeit gilt für Schweizer Einfuhren in die USA ein Zollsatz von 12,5 Prozent. (chm)

09:29 Uhr

Freitag, 7. August

470 Boeing-Flugzeuge werden überprüft

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA lässt rund 470 Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max auf Risse rund um Türen prüfen. Ein Boeing-Sprecher sagte dem «Wall Street Journal», das Problem sei in den vergangenen Jahren beim Vorläufer 737 New Generation aufgetreten. Bei der Max-Flotte seien die Risse zwar bisher nicht beobachtet worden - aber da Konstruktion und Produktionsverfahren bei ihnen in diesem Bereich ähnlich seien, habe man die Inspektionen auf sie ausgeweitet.

Die FAA machte die Überprüfung einiger Flugzeuge der Max-Modelle 737-8, 737-9 und 737-8200 auf Risse an einer Ecke der vorderen Tür verpflichtend. Die Anordnung tritt am 10. September in Kraft. Risse könnten die strukturelle Integrität der Maschinen beeinträchtigen, hiess es darin. Boeing hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Qualitätsproblemen zu kämpfen, zuletzt jedoch deutliche Fortschritte erzielt. (dpa)

14:57 Uhr

Mittwoch, 5. August

Airline erfindet neue Gepäck-Gebühr

Die australische Billigairline Jetstar verlangt ab Februar von den Passagieren Gebühren für das Verstauen von Handgepäck im Deckenfach. Künftig könnten Fluggäste nur noch eine Laptoptasche oder einen kleinen Rucksack, die bestimmte Masse nicht überschreiten, kostenlos unter dem Vordersitz verstauen. Für die Nutzung der Deckenfächer werden rund 15 Franken fällig. (dpa)

14:52 Uhr

Mittwoch, 5. August

Kinderwagen: Conforama ruft Handschutz zurück

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem Kanton Waadt ruft die Möbelkette Conforama den Handschutz für Kinderwagen «Bambini» zurück. Das Produkt enthält Phthalate, die negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung haben können. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen das Produkt nicht mehr verwenden und erhalten den Kaufpreis zurückerstattet. (bwe)

11:54 Uhr

Mittwoch, 5. August

Sandoz legt deutlich zu

Der Basler Generikariese Sandoz hat im ersten Halbjahr 5,76 Milliarden Dollar umgesetzt. Das entspricht einem Plus in konstanten Wechselkursen von fünf Prozent. Der Betriebsgewinn lag bei 1,2 Milliarden (+9 Prozent). Stark zum Wachstum beigetragen haben sogenannte Biosimilars, also biotechnologisch hergestellte Nachahmerprodukte. Sie machten rekordhohe 33 Prozent der Verkäufe aus, wie es in einer Mitteilung heisst. Besonders gross war hier das Wachstum im amerikanischen Markt. Sandoz-Chef Richard Saynor betonte, man führe derzeit 36 solcher Biosimilars in der Pipeline. Im Unterschied zu chemischen Kopien von Medikamenten liegen die Margen bei Biosimilars höher. Saynor bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Sandoz rechnet mit einem Umsatzwachstum im mittel- bis hohen einstelligen Prozentbereich. (mpa)

09:29 Uhr

Mittwoch, 5. August

Prozess zur Warner-Übernahme erst im März

Die geplante Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Rivalen Paramount wird noch lange in der Schwebe bleiben. Eine Richterin setzte den Prozess zu Wettbewerbsklagen mehrerer US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft auf Anfang März kommenden Jahres an.

Für Paramount macht das den bereits rund 111 Milliarden Dollar (rund 96 Mrd. Euro) schweren Deal noch etwas teurer. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, sagte die Paramount-Spitze um Konzernchef David Ellison ihnen zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal zu, wenn die Übernahme bis Ende September nicht unter Dach und Fach sein sollte. Damit ist sehr wahrscheinlich, dass Paramount mindestens 1,3 Milliarden Dollar mehr zahlen muss. (dpa)

09:19 Uhr

Mittwoch, 5. August

Glencore wächst und plant Zweitkotierung

Im ersten Halbjahr hat der Rohstoffkonzern Glencore den Umsatz um 49 Prozent auf 174,4 Milliarden Dollar erhöht. Den bereinigten Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda konnte Glencore auf über 10 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln. Unter dem Strich verblieb nach zwei verlustreichen ersten Semestern in Folge nun wieder ein Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar.

Infolge der Eskalation des Nahost-Konflikts sei das erste Halbjahr von einer erheblichen Neubewertung der Energiemärkte geprägt gewesen, schreibt das Unternehmen. «Engpässe bei Öl, Raffinerieprodukten, Flüssigerdgas und Frachtkapazitäten führten zu erhöhter Volatilität auf den globalen Energie- und anderen Märkten», sagt Konzernchef Gary Nagle.

Der Zuger Konzern gab zudem den Plan bekannt, dass die Aktien ab Oktober zusätzlich an der australischen Börse ASX gehandelt werden sollen. «Australien verfügt über einen der weltweit grössten und am schnellsten wachsenden Pools an langfristigem Investitionskapital. Der Markt bietet zudem Zugang zu einer erfahrenen Anlegerschaft mit fundierter Expertise im globalen Rohstoffsektor», so Nagle. (mim)

08:36 Uhr

Mittwoch, 5. August

Visana kauft Simpego

Die Pax Holding verkauft ihre Mehrheitsbeteiligung an der 2016 gegründeten Online-Versicherungsfirma Simpego an die Visana-Gruppe. Die Krankenkasse mit Sitz in Bern übernimmt auch alle Anteile der Minderheitsaktionäre. Für die Kundinnen und Kunden von Simpego ändere sich nichts, teilen die Unternehmen am Mittwoch mit. Auch die rund 75 Arbeitsplätze blieben erhalten.

Die Pax-Versicherung begründet den Verkauf damit, dass sie ihr Online-Geschäft unter der eigenen Marke bündeln und sie «den Fokus auf die Weiterentwicklung von digitalen Vorsorgelösungen» legen will.

Über die Vertragskonditionen einschliesslich des Verkaufspreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Veräusserung erfolgt vorbehältlich der definitiven Genehmigung durch die Finanzmarktaufsicht (Finma). (fv)

10:49 Uhr

Dienstag, 4. August

AKW Beznau: Block 2 beginnt mit Brennelementwechsel

Das AKW Beznau wurde zum Schutz der Aare wegen der hohen Wassertemperatur bereits am Freitag abgestellt. Nun hat der Energiekonzern Axpo mit dem Brennelementwechsel in Block 2 begonnen. Dieser dauert rund zwei Wochen, wie Axpo am Dienstag mitteilt.

Die Spezialisten würden während der Abstellung 20 der insgesamt 121 Brennelemente im Reaktorkern austauschen. Ferner werden laut Axpo wiederkehrende Prüfarbeiten und Systemtests durchgeführt. Die über 560 Mitarbeitenden des AKW würden dabei von rund 150 externen Fachkräften unterstützt. (fv)

08:58 Uhr

Dienstag, 4. August

Angestellte Schweiz fordern eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 1,5 Prozent

Die Arbeitnehmer-Organisation Angestellte Schweiz eröffnet den Lohnherbst: Sie fordert Lohnerhöhungen von durchschnittlich 1,5 Prozent, wobei diese Forderung «je nach wirtschaftlicher Situation der einzelnen Branchen und Unternehmen differenziert zu betrachten ist». Das gibt Angestellte Schweiz am Dienstag bekannt.

Die Organisation erwartet nach eigenen Angaben für 2026 und 2027 eine Teuerung von rund 0,7 Prozent – neben weiteren Erhöhungen der Lebenshaltungskosten wie zum Beispiel Krankenkassenprämien. Diese Zahl sei aber kein Massstab für die Lohnrunde. «Wer nur die Erhöhung der Lebenshaltungskosten ausgeglichen bekommt, hat am Ende des Jahres gleich viel im Portemonnaie wie vorher, mehr nicht», heisst es bei Angestellte Schweiz. Eine echte Lohnerhöhung beginne erst darüber. (fv)

07:43 Uhr

Dienstag, 4. August

Die UBS hält 5 Prozent an Markus Blochers Dottikon ES

Die UBS hält kumuliert über mehrere Fonds 5,001 Prozent an Dottikon ES. Das teilt die börsenkotierte Firma mit Sitz im aargauischen Dottikon am Dienstag mit, die mehrheitlich Markus Blocher gehört. Dottikon ES ist ein Hersteller von Veredelungschemikalien, Zwischenprodukten und Exklusivwirkstoffen für die chemische und pharmazeutische Industrie. (fv)

07:15 Uhr

Dienstag, 4. August

Mässiges erstes Halbjahr: Swiss verkündet tieferen Betriebsgewinn

Die Swiss hat ein durchzogenes erstes Halbjahr hinter sich. Der Umsatz stieg um 3,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Franken. Dagegen fiel der Betriebsgewinn der Lufthansa-Tochter laut Mitteilung vom Dienstag um 3,2 Prozent auf 189,3 Millionen. (watson)

09:14 Uhr

Montag, 3. August

Postauto-Prozess soll 2027 stattfinden

Nun soll doch noch ein Gericht über den Postauto-Skandal urteilen. Die Verhandlung wird nächstes Jahr am Berner Wirtschaftsstrafgericht stattfinden. Das bestätigt Gerichtspräsidentin Barbara Lips der «Berner Zeitung». Ein Termin sei noch nicht festgelegt, der umfangreiche Prozess werde wohl in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. «Derzeit lesen wir uns in die Akten ein», sagt Lips.

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hatte im Frühjahr 2024 im grössten Schweizer Subventionsbetrug sieben Strafverfügungen erlassen. Es verurteilte fünf mittlerweile abgesetzte Postauto-Manager, den früheren Post-Finanzchef sowie einen ehemaligen Post-Verwaltungsrat wegen «vollendeten Leistungsbetrugs» respektive dafür, dass sie diesen nicht verhindert haben. Konkret verhängte das Amt bedingte Geldstrafen zwischen 56’000 und 420’000 Franken gegen die Beschuldigten.

Alle sieben Beschuldigten hatten sich gegen die Fedpol-Urteile gewehrt. Deshalb findet 2027 der Prozess statt. (fv)

12:38 Uhr

Freitag, 31. Juli

Neuer Chef für Edelweiss

Die Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss erhält einen neuen Chef. Wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst, übernimmt Edi Wolfensberger per 1. Oktober die Leitung der zum deutschen Lufthansa-Konzern gehörenden Airline. Er folgt auf Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölf Jahren an der Spitze verlässt.

Wolfensberger ist seit 2022 Operationschef der Lufthansa-Billigtochter Eurowings und Mitglied deren Geschäftsleitung. Zuvor war er etwa bei Brussels Airline und Lufthansa Aviation Training Switzerland tätig. Seine Karriere begann er 2008 bei der Edelweiss-Schwestergesellschaft Swiss.

Der abtretende Chef Bernd Bauer wurde im vergangenen Jahr 60 Jahre alt. In diesem Alter endet bei Lufthansa laut Mitteilung in der Regel die operative Arbeit von Führungskräften. Dieter Vranckx, der Kommerzchef der Lufthansa, lässt sich in einer Mitteilung damit zitieren, Bauer habe eine «aussergewöhnliche Karriere» hinter sich und die Ferienfliegerei entscheidend vorangebracht.

Edelweiss fokussiert sich auf Freizeitreisen und bedient mit 23 Flugzeugen, davon 7 Langstreckenflugzeugen, über 100 Destinationen ab dem Flughafen Zürich. Fast 1700 Menschen arbeiten für die Airline. (ehs)

11:37 Uhr

Freitag, 31. Juli

Valora expandiert in Österreich

Der Schweizer Tankstellen-Betreiber Volenergy, der hierzulande etwa die Tankstellen von Ruedi Rüssel, Miniprix und BP betreibt, hat vor kurzem die Übernahme des BP-Tankstellennetzes in Österreich mit 250 Standorten bekannt gegeben. Nun wollen Volenergy und der Händler Valora, bekannt für seine Formate K Kiosk und Avec, im Rahmen dieser Expansion das Angebot an den BP-Tankstellen in Österreich ausbauen. Das teilt Valora am Freitag mit.

Damit stärke Valora seine Präsenz in Österreich. Heute ist Valora dort mit 30 Läden der Formate Ditsch, Backwerk und Press & Books vertreten. Im Zentrum der neuen Zusammenarbeit stehe die Verbindung von Convenience-Retail, also Supermarkt-Artikel für unterwegs, und Food To Go. Valora mit Sitz in Muttenz BL gehört zum mexikanischen Konzern Femsa. (ehs)

10:35 Uhr

Freitag, 31. Juli

Nationalbank macht 25,2 Milliarden Gewinn

Das Ergebnis der Schweizerischen Nationalbank ist stark von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Das schlägt sich auch in den Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 nieder, in dem die Nationalbank stark vom Börsenhöhenflug profitieren konnte und etwas unter der Abwertung beim Gold zu leiden hatte.

Konkret weist die Nationalbank für die Periode von Januar bis Juni einen Gewinn von 25,2 Milliarden Franken aus, wie sie am Freitag mitteilte. Treiber war mit einem Plus von 31,7 Milliarden Franken der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 6,4 Milliarden Franken. Der Gewinn auf den Frankenpositionen belief sich auf 0,1 Milliarden Franken.

Ob Bund und Kantone wieder mit Milliarden-Zuschüssen von der Nationalbank rechnen können, lässt sich trotz des hohen Halbjahresgewinns derzeit noch nicht sagen. Denn Rückschlüsse auf das Jahresergebnis seien angesichts der starken Schwankungen an den Gold-, Devisen- und Kapitalmärkten «nur bedingt möglich», wie die von Martin Schlegel geleitete Nationalbank betont. (fv)

16:59 Uhr

Donnerstag, 30. Juli

Mammut ist jetzt chinesisch

Die bekannte Schweizer Outdoormarke Mammut gehört neu einer Investmentfirma aus China. Der bisherige Besitzer, Jacobs Capital, hat das Unternehmen mit Sitz im aargauischen Seon an die chinesische Investmentgesellschaft CPE verkauft, wie Mammut am Donnerstag mitteilte.

Der Sitz mit den «zentralen Bereichen Innovation, Design und Entwicklung» bleibe im Aargau, und auch Firmenchef Heiko Schäfer und sein Führungsteam würden ihre Funktionen behalten. Die Produktion freilich ist schon lange in Asien. Die Mammut-Gruppe ist laut eigenen Angaben in 51 Ländern tätig und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende. (fv)

15:37 Uhr

Donnerstag, 30. Juli

Rückschlag für die Migros in Deutschland

Ausser Millionenverlusten nichts gewesen: Die Migros Regionalgenossenschaft Zürich wollte mit der deutschen Bio-Kette Tegut endlich im nördlichen Nachbarland durchstarten. Doch die Übernahme von 2013 entwickelte sich zum teuren Flop. Vergangenen Frühling zog Migros-Zürich-Chef Patrick Pörtig die Reissleine: Tegut wird verkauft, das Deutschland-Abenteuer abgebrochen. Nach allen Abschreibern und Abwicklungskosten bleibt unter dem Strich ein Verlust von bis zu 600 Millionen Euro.

Ein Käufer für zwei Drittel der rund 300 Tegut-Filialen stand mit dem deutschen Supermarktriesen Edeka bereit. Doch nun ist die Migros mit einem Rückschlag konfrontiert. Das Bundeskartellamt, das Pendant zur Schweizer Wettbewerbskommission, wird den Verkauf von 202 Tegut-Standorten an Edeka vorerst nicht genehmigen, wie die «Lebensmittelzeitung» berichtet.

Um eine Freigabe der Behörde zu erhalten, muss Edeka demnach Zugeständnisse machen – oder vor Gericht ziehen. Teil des Deals sind auch 41 autonome Teo-Filialen der Migros in Deutschland. Die Schweizer Teo-Standorte sind davon nicht betroffen.

In 37 lokalen Absatzmärkten mit insgesamt 38 Tegut-Geschäften führe die geplante Fusion nach den Untersuchungen der zuständigen Behörde zu erheblichen Beeinträchtigungen des Wettbewerbs, schreibt die Branchenzeitung. Edeka könnte punktuell eine marktbeherrschende Stellung einnehmen.

Keine Bedenken hegt die Behörde derweil in Bezug auf die Lieferantensituation. Der Zuwachs an Nachfragemacht durch das zusätzliche Tegut-Einkaufsvolumen sei bezogen auf den Gesamtmarkt unerheblich. Auch die Teo-Übernahmen stellen kein Problem dar.

Edeka und Migros wollen sich laut der «Lebensmittelzeitung» im laufenden Verfahren nicht äussern. Der Edeka-Konkurrent Rewe will derweil 40 Tegut-Standorte übernehmen, die Kette Tante Enso 36 Filialen. (bwe)

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11:08 Uhr

Donnerstag, 30. Juli

Läderach geschäftet mit Mormonen-Kirche

Der Schweizer Schokoladenhersteller Läderach setzt seine Auslandsexpansion fort. In Salt Lake City, im US-Staat Utah, hat die Glarner Firma ein neues Geschäft eröffnet, wie Nordamerika-Chef Warren Dunkelberger auf der Online-Plattform Linkedin bekannt gibt. Die Filiale ist im City Creek Center eingemietet.

Dieses Einkaufszentrum gehört der Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, also den Mormonen. Der Shoppingtempel liegt vis-à-vis des Kirchenhauptsitzes und des Salt-Lake-Tabernakels, des Versammlungshauses der Glaubensgemeinschaft am Temple Square.

Insgesamt ist die Schweizer Schoggi-Kette, deren Inhaberfamilie hierzulande für ihre konservativen, religiösen Werte bekannt ist, in 30 Ländern präsent. Zuletzt wurde ein erster australischer Shop in Sydney eröffnet. Weltweit betreibt Läderach rund 250 Filialen. Bis Ende Jahr sollen es 300 werden. (bwe)

10:55 Uhr

Donnerstag, 30. Juli

Eisenbahn: Rekord im Personenverkehr

Im zweiten Quartal dieses Jahres haben Reisende 6,3 Milliarden Kilometer in Schweizer Zügen zurückgelegt. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und ein neuer Rekordwert, wie der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr (Litra) am Donnerstag mitteilt. Eine leichte Erholung zeigte auch der Güterverkehr: Mit 2,8 Milliarden Nettotonnenkilometern lag die Verkehrsleistung 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Eisenbahn verzeichnet im Personenverkehr seit einigen Jahren im Vergleich zur Strasse und dem Langsamverkehr (Velo und zu Fuss gehen) eine überdurchschnittliche Zunahme bei der Verkehrsleistung. Fachleute führen das auf eine stärkere Nutzung des öffentlichen Verkehrs in der Freizeit und neue Angebote wie das Halbtax Plus zurück. Die gestiegene Beliebtheit zeigt sich auch im Marktanteil. Im Jahr 2024 betrug der Marktanteil des öffentlichen Verkehrs an den zurückgelegten Kilometern 22,9 Prozent, wie neue Zahlen des Bundes zeigen. Innert fünf Jahren stieg er um 2,2 Prozentpunkte – das stärkste Wachstum seit Inbetriebnahme des Ausbauprogramms «Bahn 2000» im Jahr 2004. (ehs)

08:25 Uhr

Donnerstag, 30. Juli

Chefwechsel bei Angestellte Schweiz

Nach 18 Jahren an der Spitze von Angestellte Schweiz geht Stefan Studer diesen Herbst in Pension. Seine Nachfolge ist geregelt, wie die Arbeitnehmerorganisation am Donnerstag mitteilt: Pierre Derivaz übernimmt per 1. August die Geschäftsführung. Der 37-jährige Rechtsanwalt aus dem Wallis ist bereits seit 2017 bei Angestellte Schweiz tätig. (fv)

15:16 Uhr

Mittwoch, 29. Juli

Sandoz erhält Zulassung für Diabetes-Spritze

Der Basler Generikakonzern Sandoz hat die Zulassung für sein Medikament Owozy in Brasilien erhalten. Es basiert auf dem Wirkstoff Semaglutid, das auch in den Abnehmspritzen steckt. In Brasilien haben die Behörden das Generikum für die Behandlung von Diabetes Typ 2 zugelassen. Die Spritze soll im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen. Sandoz schätzt das Marktvolumen auf rund 1,8 Milliarden Dollar pro Jahr. Mehr als 16 Millionen Brasilianer sind an Diabetes erkrankt, das ist gemessen an der Gesamtbevölkerung ein sehr hoher Wert. «Das wird das Gesundheitssystem entlasten», sagte Sandoz-Chef Richard Saynor. (mpa)

10:09 Uhr

Mittwoch, 29. Juli

UBS-Aktie gewinnt stark

Die UBS hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Der Konzerngewinn stieg im Vorjahresvergleich um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hat sie ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Bis Mitte 2027 will die Grossbank Aktien für weitere 3 Milliarden Dollar erwerben. Schon in den nächsten drei Monaten will sie dafür 1 Milliarde Dollar aufwenden. Bereits abgeschlossen hat das Institut diesen Monat ein Rückkaufprogramm mit einem Volumen von 3 Milliarden Dollar.

Die Börse reagiert positiv auf diese Ankündigung und die vorgelegten Zahlen. Die Papiere der UBS wurden am Mittwoch um 10 Uhr für 43.50 Franken gehandelt und gewannen damit gegenüber dem Börsenschluss am Dienstag 2,6 Prozent. Seit Bekanntgabe der Übernahme der Credit Suisse haben die Titel um über 150 Prozent zugelegt. In den vergangenen fünf Jahren resultierte gar fast eine Verdreifachung des Aktienkurses. (ehs)

09:32 Uhr

Mittwoch, 29. Juli

BMW baut weltweit 8000 Jobs ab

Jetzt also auch BMW: Als letzter deutscher Autokonzern legen die Münchner ein grosses Stellenabbauprogramm auf. Weltweit sollen rund 8000 Jobs wegfallen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unternehmenskreisen erfuhr. Der Stellenabbau soll über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen.

Das Abfindungsprogramm soll von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen und sich an alle Mitarbeiter in Deutschland ausserhalb der direkten Produktion wenden. Da mehr als die Hälfte der knapp 154'000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland tätig ist – zum Halbjahr waren es gut 84'000 – und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende auch mehr als die Hälfte der betroffenen Jobs auf Deutschland entfällt. BMW äusserte sich zunächst nicht zu den Plänen. (dpa)

07:26 Uhr

Mittwoch, 29. Juli

UBS verdient im zweiten Quartal mehr

Die Grossbank UBS hat im zweiten Quartal einen um Restrukturierungskosten bereinigten Vorsteuergewinn von 3,9 Milliarden Dollar erzielt, 45 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Konzerngewinn stieg um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar.

Zwischen April und Juni steigerte die Bank die Erträge um 16 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal verzeichnete sie einen Nettoneugeldzufluss in der Vermögensverwaltung von 36 Milliarden Dollar.

Im gesamten ersten Halbjahr waren es 73 Milliarden Dollar. Damit verwaltet die UBS nun Vermögen in der Höhe von insgesamt 7,3 Billionen Dollar. Der Konzerngewinn im ersten Halbjahr betrug 5,8 Milliarden Dollar.

Bei der Integration der Credit Suisse sieht sich die UBS auf gutem Weg. Bereits mehr als 90 Prozent der alten Anwendungen würden nicht länger genutzt und rund 70 Prozent seien bereits vollständig ausser Betrieb genommen worden. Im zweiten Quartal seien zusätzliche Kosteneinsparungen von 1,1 Milliarden Dollar erzielt worden. Insgesamt beliefen sich diese nun auf 12,6 Milliarden, bis zum Jahresende sollen es 13,5 Milliarden Dollar sein. (ehs)

09:16 Uhr

Dienstag, 28. Juli

Versicherungen zu günstig verkauft: Zurich entlässt 12 Mitarbeitende

Der Versicherungskonzern Zurich stellt mehr als zwölf Angestellte frei, weil sie Policen zu niedrigen Preisen verkauft hatten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg». Zuvor hatte die Finanzmarktaufsicht (Finma) ein sogenanntes Enforcement-Verfahren eingeleitet. Zudem hat sie ein Verkaufsverbot für bestimmte Produkte im Bereich der betrieblichen Lebens- und Rentenversicherungen in der Schweiz verhängt. «Wir bedauern, dass wir das trotz unserer Kontrollen und Audits nicht selbst erkannt haben», sagte Zurich-Chef Mario Greco am Montag. (mpa)

03:56 Uhr

Dienstag, 28. Juli

USA: Der Bund gewinnt auch die zweite Runde gegen CS-Gläubiger

Ein Berufungsgericht in New York hat die Klage von Gläubigern der ehemaligen Grossbank Credit Suisse abgewiesen. Einstimmig entschieden die drei Bundesrichter, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft im Zusammenhang mit einer Schadenersatzklage, die nach der Übernahme der CS durch die UBS eingereicht worden war, Staatenimmunität geniesse. Das Berufungsgericht stützte damit das Urteil der Vorinstanz aus dem Oktober 2025.

Die Kläger fordern eine Entschädigung in dreistelliger Millionenhöhe für die finanziellen Verluste, die sie nach der Abschreibung der sogenannten AT1-Anleihen auf Null erlitten hatten. Sie können das Urteil, das bereits Mitte Juli kommentarlos publiziert worden war, nun an den Supreme Court weiterziehen. (rr)

14:44 Uhr

Montag, 27. Juli

Porsche baut weitere 5000 Stellen ab

Der Sportwagenbauer Porsche baut in der Region Stuttgart weitere 5000 Stellen ab. Die Beschäftigungssicherung wird im Gegenzug bis Ende 2035 verlängert, wie Unternehmen und Gesamtbetriebsrat mitteilten. (dpa)

13:10 Uhr

Montag, 27. Juli

Schweiz führt bei 5G-Nutzung

Bei Tests des mobilen Internets durch den Anbieter Nperf betrug der Anteil der über die Technologie 5G abgewickelt wurde, in der Schweiz 48,4 Prozent. Damit liegt das Land an der Spitze des zwischen Januar und Juli 2026 erstellten Rankings, wie es in einer Mitteilung heisst. Auf den weiteren Plätzen folgten Österreich mit 48,2 Prozent und Deutschland mit 46,8 Prozent.

Der Unterschied zwischen der erstplatzierten Schweiz und dem letztplatzierten Kroatien betrage allerdings nur 8,1 Prozentpunkte. Das zeige, dass 5G mittlerweile weit verbreitet sei. Gegenüber Vorgängertechnologien wie 4G bietet 5G mehr Geschwindigkeit, geringere Reaktionszeiten und mehr Kapazitäten. (ehs)

09:56 Uhr

Freitag, 24. Juli

Calida-Umsatz sinkt weiter

Der Umsatz des Unterwäscheherstellers Calida ist im ersten Halbjahr 2026 erneut gesunken. Wie das Luzerner Unternehmen mitteilt, fiel der Umsatz der Gruppe währungsbereinigt um 5,9 Prozent auf 93,7 Millionen Franken. Es resultierte ein negatives Betriebsergebnis von 300'000 Franken. Grund dafür seien vor allem den Struktur- und Kostenbereinigungsmassnahmen rund um den Verkauf der US-Tochter Cosabella. «Damit vereinfachen wir unser Portfolio weiter und stärken unseren Fokus auf die Kernmarken», wird CEO Thomas Stöcklin zitiert. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Das Marktumfeld sei im ersten Halbjahr 2026 weiterhin anspruchsvoll und von «einer verhaltenen Konsumentenstimmung geprägt» gewesen. Man sei jedoch zuversichtlich, dass die eingeleiteten strategischen und operativen Massnahmen Wirkung entfalteten, so Calida. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu maximal zwei Prozent des Aktienkapitals wird eingestellt. «Angesichts der operativen Fortschritte der Gruppe, sowie attraktiver Möglichkeiten zur langfristigen Wertschaffung wird die Wahrung der grösstmöglichen finanziellen Flexibilität als beste Vorgehensweise für alle Stakeholder erachtet.» (mha)

09:38 Uhr

Freitag, 24. Juli

Schweizerin wird oberste Airline-Branchenchefin

Der Airline-Verband Iata (International Air Transport Association) mit Sitz in Montreal und Genf erhält eine neue Generaldirektorin. Saadia Zahidi wurde vom Verwaltungsrat per November zur neuen Chefin der Organisation ernannt, wie es in einer Mitteilung heisst. Zahidi wird die erste Frau sein, die diese Position übernimmt. Bisher arbeitet Zahidi als Geschäftsleitungsmitglied beim Weltwirtschaftsforum, das seinen Sitz ebenfalls in Genf hat.

Die Managerin ist in Pakistan geboren, hat aber auch den Schweizer Pass. Sie studierte Wirtschaft in den USA sowie in Genf. Im Verlauf ihrer Karriere arbeitete sie auch für die UNO sowie die Europäische Weltraumorganisation ESA. 2018 publizierte die 46-Jährige ein Buch über muslimische Frauen in der Geschäftswelt. Im Gegensatz zu früheren Iata-Generaldirektoren hat Zahidi keine Fluggesellschaft geführt. Zahidi folgt auf den Iren Willie Walsh, der einst Aer Lingus und British Airways als CEO vorstand und die Iata seit 2021 leitete.

Die Luftfahrt sei entscheidend für Wirtschaftswachstum, Handel, Tourismus, Arbeitsplätze und Investitionen, sagt Zahidi. Die Iata biete der Branche in einer sich rasch verändernden Welt verlässliche Standards, unverzichtbare Dienstleistungen und Interessensvertretung. Die Organisation vertritt über 330 Airlines in rund 120 Ländern. Auch die Lufthansa-Gruppe mit Edelweiss und Swiss ist Mitglied. (bwe)

08:43 Uhr

Freitag, 24. Juli

Temu verkündet Kooperation mit Schweizer KMU

Die chinesische Onlineplattform Temu will in der Schweiz Fuss fassen. Seit letzten September können auch hiesige Händler dort ihre Ware verkaufen. Das probieren bereits einige wenige Firmen aus, etwa der Möbelhändler Beliani. Nun will Temu sein Angebot bekannter machen. Dazu strebt das Unternehmen eine Kooperation mit dem Schweizerischen KMU-Verband an.

Gemäss einer Absichtserklärung wollen Temu und der Verband den Firmen Unterstützung beim Einstieg in den Online-Verkauf anbieten. Das soll durch Austausch von Informationen und Fallstudien von Schweizer Unternehmen passieren. «Viele Schweizer KMU verfügen über hervorragende Produkte, schöpfen die Chancen des Online-Handels jedoch noch nicht vollständig aus», sagt Roland Rupp, Präsident des KMU-Verbands. «Gemeinsam mit Temu wollen wir Hemmschwellen abbauen. Diese Partnerschaft ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer KMU.»

Das dürften nicht alle Verbände so sehen. Andere Organisationen wie die Swiss Retail Federation oder der Handelsverband.swiss haben Temu beim Bund angeschwärzt und stehen dem chinesischen Akteur kritisch gegenüber. (mpa)

14:20 Uhr

Donnerstag, 23. Juli

EZB lässt Zinsen unverändert

Im Euroraum bleiben die Leitzinsen trotz anhaltender Inflationsgefahren vorerst unverändert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben hatte, entschieden sich die Euro-Währungshüter nun für eine geldpolitische Pause. Damit bleibt der für Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent.

Das hatten die meisten Analysten so erwartet. Eine Anhebung könnte es im September geben, wenn der Notenbank neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur vorliegen. Denn die Risiken für die Teuerung sind nicht gebannt, solange der Iran-Krieg andauert und es keine dauerhafte Lösung für den Konflikt im Nahen Osten gibt. «Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen», teilte die Zentralbank nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mit. (dpa)

09:51 Uhr

Donnerstag, 23. Juli

Langjähriger Swiss-Life-Manager Markus Leibundgut ist gestorben

2023 war Markus Leibundgut, der beim Versicherungskonzern Swiss Life das Schweizer Geschäft leitete, an Krebs erkrankt. 2024 teilte das Unternehmen mit, dass Leibundgut nicht mehr auf seinen alten Posten als Länderchef zurückkehren werde. Obwohl sein Genesungsprozess gut voranschreitet, habe er sich entschieden, künftig strategische Aufgaben ausserhalb des Unternehmens zu übernehmen, hiess es damals. Nun wird bekannt, dass Leibundgut am 14. Juli im Alter von 57 Jahren verstorben ist. «Seine Vielseitigkeit, seine analytischen Fähigkeiten, seine menschliche Art und sein Durchhaltewille wurden sehr geschätzt», hält Swiss Life in der Todesanzeige fest. (fv)

08:29 Uhr

Donnerstag, 23. Juli

Cembra steigert Gewinn und übernimmt Santander-Geschäft

Die Cembra Money Bank hat im ersten Halbjahr 2026 den Reingewinn um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken gesteigert, wie sie am Donnerstag bekannt gab. Ausschlaggebend dafür war vor allem ein um 9 Prozent tieferer Geschäftsaufwand. Der Nettoertrag blieb trotz gesunkener Maximalzinssätze und eines schwächeren wirtschaftlichen Umfelds mit 267,2 Millionen Franken stabil. Die Nettoforderungen gegenüber Kunden nahmen um 2 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken zu, getragen vom Wachstum im Privatkredit-, Fahrzeugfinanzierungs- und Kreditkartengeschäft.

Zugleich kündigte Cembra die Übernahme des wesentlichen Teils des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander Consumer Finance an. Davon verspricht sich das Finanzinstitut eine Stärkung seiner Position in der Fahrzeugfinanzierung. Zudem wird Cembra exklusive Schweizer Partnerin von Santander für paneuropäische Leasing- und Fahrzeugfinanzierungsprogramme. Der Abschluss wird für November 2026 erwartet. (fv)

08:10 Uhr

Donnerstag, 23. Juli

Leonteq schreibt wieder Gewinn

Leonteq ist im ersten Halbjahr 2026 in die Gewinnzone zurückgekehrt, wie der Anbieter strukturierter Finanzprodukte am Donnerstag mitteilte. Er erzielte einen Gewinn von 12,7 Millionen Franken nach einem Verlust von 43 Millionen im zweiten Halbjahr 2025. Der Betriebsertrag belief sich auf 111,6 Millionen Franken. Während die Kommissions- und Dienstleistungserträge um 10 Prozent auf 96,8 Millionen zunahmen, fiel das Handelsergebnis tiefer aus als in der Vorjahresvergleichsperiode. Gleichzeitig senkte Leonteq den Geschäftsaufwand dank des laufenden Kostenprogramms um 10 Prozent auf 99,2 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr bestätigt Leonteq die Prognose eines positiven Vorsteuergewinns bei einem Geschäftsaufwand von rund 200 Millionen Franken. Zudem hält der Verwaltungsrat an der Absicht fest, Anfang 2027 einen Aktienrückkauf zu starten. (fv)

08:04 Uhr

Donnerstag, 23. Juli

Roche spürt Gegenwind des starken Frankens

Der Basler Pharmakonzern Roche leidet unter dem starken Franken. Denn anders als der Lokalrivale Novartis weist er seine Zahlen in der Schweizer Währung aus. Im ersten Halbjahr erzielte Roche einen Umsatz von 30,3 Milliarden Franken. Das ist ein Minus von 2 Prozent. In konstanten Wechselkursen resultiert ein Plus von 6 Prozent. Der Betriebsgewinn sank in Franken ebenfalls um 1 Prozent, wobei währungsbereinigt eine Zunahme von 10 Prozent erzielt wurde.

In der Pharmasparte trieben die fünf wichtigsten Medikamente namens Xolair (Nahrungsmittelallergien), Hemlibra (Hämophilie A), Ocrevus (Multiple Sklerose), Phesgo (Brustkrebs) und Vabysmo (schwere Augenerkrankungen) weiterhin das Wachstum an. In der Diagnostiksparte konnte Roche etwas weniger zulegen. Da auf Diagnostika in den USA Zölle anfallen, stiegen für Roche dort die Kosten. Ebenfalls zu Mehraufwänden führte eine Restrukturierung des Diagnostikgeschäfts, wobei auch der Standort Rotkreuz ZG betroffen ist.

Roche-Chef Thomas Schinecker erwartet für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem wolle man die Dividende in Schweizer Franken erneut erhöhen. (mpa)

09:26 Uhr

Mittwoch, 22. Juli

Kone gewinnt SBB-Auftrag

Die SBB haben die Wartung und Instandhaltung ihrer rund 1200 Transport- und Förderanlagen neu ausgeschrieben. Der finnische Konzern Kone hat den Zuschlag für die Wartung von 60 Prozent dieser Lifte und Rolltreppen gewonnen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bisher seien es 30 Prozent gewesen. Zwei Drittel der 700 Anlagen, welche Kone für die SBB überwachen und warten werden, seien von anderen Herstellern produziert worden. (ehs)

09:15 Uhr

Mittwoch, 22. Juli

V-Zug steigert Halbjahresgewinn

Der Haushaltsapparate-Hersteller V-Zug steigerte im ersten Halbjahr den Nettoerlös um 4,9 Prozent auf 284,5 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg derweil im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3 auf 7,9 Millionen Franken. Treiber dieser Entwicklung in einem anhaltend volatilen Umfeld sei eine gute Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Schweiz gewesen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Geholfen hätten auch das internationale Geschäft sowie die Umsetzung der geschärften Strategie. (bwe)

08:58 Uhr

Mittwoch, 22. Juli

Dormakaba hilft bei schweren Türen

Schwere Türen stellen für viele Menschen ein Problem dar, sei es für ältere oder solche mit einer Behinderung. Für sie ist das Öffnen solcher Türen mit viel Energie verbunden – oder sogar unmöglich. Die auf Zutrittssysteme spezialisierte Industriefirma Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH reagiert nun und lanciert ein neues System, das das Öffnen und Schliessen der Tür erheblich erleichtern soll.

Laut einer Mitteilung handelt es sich um eine intelligente Zugangslösung namens Easy Assist, die vor allem älteren Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Kindern helfen soll. Es lasse sich beispielsweise in Seniorenheimen und Krankenhäusern unkompliziert nachrüsten.

«Der Zugang ohne Hindernisse und ohne unnötigen Kraftaufwand wird zu einer zentralen Anforderung an moderne Gebäude», sagt Dormakaba-Chef Till Reuter. Das Easy-Assist-System beinhaltet mehrere Funktionen. Es bietet eine sanfte, elektronische Unterstützung beim manuellen Öffnen, so dass weniger Kraft nötig ist. Oder es kann die Türe auch vollautomatisch öffnen und schliessen. Als mögliche Kunden sieht Dormakaba Senioren- und Pflegeheime, Spitäler, Hotels oder Verwaltungsgebäude.

In den USA wurde das System bereits im April lanciert. Als nächstes folgen Deutschland und mehrere asiatische Länder. Im Früjahr 2027 soll es auch in der Schweiz erhältlich sein.

Für die Entwicklung der Innovation hat Dormakaba mit mehreren Hochschulen in Deutschland untersucht, wie sich die zum Türöffnen nötige Kraft über die gesamte Bewegung hinweg verringern lässt. Und in einer weiteren Forschungsarbeit, gemeinsam mit dem Singapore Institute of Technology, ging das Unternehmen der Frage nach, welche Schwierigkeiten Türen älteren Menschen im Alltag konkret bereiten.

Mit der Innovation reagiere man auf den demografischen Wandel, heisst es in der Mitteilung. Denn laut Weltgesundheitsorganisation wird sich die Zahl der über 60-Jährigen bis 2050 auf rund 2,1 Milliarden Menschen verdoppeln. Barrierefreie Umgebungen würden an Bedeutung gewinnen. (bwe)

14:50 Uhr

Dienstag, 21. Juli

Lindt steigert den Umsatz

Der Zürcher Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli erzielte im ersten Halbjahr ein organisches Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 2,33 Milliarden Franken. Die Firma spricht von einem soliden Ergebnis. Allerdings: Im gesamten Vorjahr hatte das Wachstum noch 12,4 Prozent betragen. Zudem war das Wachstum nur mit Preiserhöhungen möglich.

Diesbezüglich hat es der Hersteller der Lindor-Kugeln allerdings zuletzt übertrieben. Insbesondere in Deutschland gab es Meldungen von erbosten Konsumentinnen und Konsumenten, denen die Lindt-Schokolade zu teuer wurde. Nun sollen die Preise teilweise gesenkt werden. Die Regionen Nordamerika und Rest der Welt, wie sie Lindt definiert, verzeichneten derweil ein zweistelliges Wachstum.

Der operative Gewinn (Ebit) betrug 260,2 Millionen Franken und ist damit praktisch auf dem Wert der Vorjahresperiode verharrt. Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und die weiterhin hohe Volatilität des Marktes hätten die Konsumentenstimmung gedämpft, schreibt Lindt in einer Mitteilung. Zudem wirke sich der Tourismus, insbesondere in Europa, auf die Ergebnisse aus.

ZKB-Analyst Daniel Bürki verweist in seiner Analyse auf den Rückgang des Aktienwerts von 17 Prozent in diesem Jahr. Damit habe Lindt bisher schwach abgeschnitten, was auf das geringere Verkaufsvolumen von Schokolade zurückzuführen sei. Die sei die direkte Folge der deutlichen Preiserhöhungen für den Konsumenten in den letzten Jahren.

Für Bank-Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy bleibt derweil offen, ob Lindt seine Wachstumsprognose von 6 bis 8 Prozent für das Gesamtjahr erzielen kann. (bwe)

09:03 Uhr

Dienstag, 21. Juli

Swiss-Bodenpersonal sagt Ja zu neuem GAV

Das Bodenpersonal der Fluggesellschaft Swiss haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) angenommen, der am 1. Januar in Kraft tritt. Der neue GAV verbessere die Anstellungsbedingungen für die Mitarbeitenden und schaffe gleichzeitig die Grundlage, damit die Swiss auch langfristig erfolgreich bleibe, heisst es in einer Mitteilung der Lufthansa-Tochter.

Der neue GAV sei das Ergebnis konstruktiver Verhandlungen zwischen der Swiss sowie den Sozialpartnern SEV-GATA, dem kaufmännischen Verband und VPOD Luftverkehr. Er gilt für eine Mindestdauer von fünf Jahren.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören laut der Swiss die Reduktion der vertraglichen Wochenarbeitszeit, Anpassungen bei Lohnbändern und Zulagen, Verbesserungen in der beruflichen Vorsorge sowie der Ausbau der Leistungen bei Mutterschaft und weiteren Sozialleistungen.

Die Gewerkschaft SEV-GATA verrät derweil in einer Mitteilung konkrete Verbesserungen: Der neue GAV bringe beispielsweise eine Samstagszulage, eine Arbeitszeitverkürzung um zwei auf 40 Wochenstunden und eine Erhöhung der Lohnbänder um 200 Franken. (bwe)

08:58 Uhr

Dienstag, 21. Juli

Gericht stoppt Übernahme von Warner Brothers

Nach der Klage von zwölf US-Bundesstaaten wird die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount für zunächst zwei Wochen per Gerichtsbeschluss ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden.

Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin Araceli Martínez-Olguín in Oakland bei San Francisco konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten. Dadurch sei es wahrscheinlich, dass die Übernahme als wettbewerbswidrig eingestuft werde. Dies rechtfertige eine zeitweise Aussetzung der Fusion.

Für Paramount könnte eine Verzögerung teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr kosten. (dpa)

08:33 Uhr

Dienstag, 21. Juli

Nestlé baut neue Tierfutter-Fabrik

Der Nahrungsmittelriese Nestlé kann sich auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten auf Katzen- und Tierhalter verlassen. Inzwischen setzt der Hersteller von Kitkat-Schokolade und Thomy-Mayonnaise jeden fünften Franken mit Tierfutter um. Und dabei soll es nicht bleiben.

Die Nestlé-Tierfutter-Sparte Purina plant den Bau eines neuen Werks in Mantua, Italien. Kostenpunkt: 520 Millionen Franken. Der Standort werde eine Produktionsanlage für Feuchtnahrung für Katzen und Hunde und eine Logistikplattform beinhalten, wie es in einer Mitteilung heisst.

Damit steigt die Zahl der Purina-Fabriken in Europa auf 15. Der europäische Markt für Tiernahrung wird laut Nestlé auf knapp 30 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Die Zahl der Haustiere sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, und die Menschen würden mehr für ihre Tiere ausgeben. Der Produktionsstart in Italien ist für 2029 vorgesehen. Anfang dieses Jahres hatte Nestlé bereits den Bau einer neuen Purina-Fabrik in Brasilien angekündigt. (bwe)

08:05 Uhr

Dienstag, 21. Juli

Weniger Gewinn trotz Grosserfolg mit Royal Pop

Die Swatch-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz gesteigert und nach eigenen Angaben weltweit Marktanteile gewonnen, wie sie am Dienstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen legte der Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 3,121 Milliarden Franken zu. Doch negative Währungseffekte schmälerten den Umsatz um rund 200 Millionen Franken, womit letztlich nur ein Plus von 2 Prozent übrigblieb.

Der Betriebsgewinn (Ebit) ging auf 52 Millionen Franken zurück, nach 68 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn belief sich auf 16 Millionen Franken nach 17 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2025. Als Belastungsfaktoren nennt der Schweizer Uhrenkonzern neben den Wechselkurseffekten insbesondere die Ergebnisse des Produktionsbereichs. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bewusst Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze aufrechterhalten und auf Kurzarbeit verzichtet.

Bei den Marken hebt die Swatch Group mehrere Entwicklungen hervor. Breguet profitierte nach Unternehmensangaben weiterhin von den zum 250-Jahr-Jubiläum eingeführten neuen Modellen. Harry Winston erzielte in allen Regionen starke Verkäufe, darunter ein Wachstum von nahezu 20 Prozent in China. Omega steigerte den Umsatz in den eigenen Läden um 20 Prozent; dieser Kanal macht inzwischen 42 Prozent des Markenumsatzes aus. Longines, Tissot und Hamilton verzeichneten jeweils zweistellige Wachstumsraten.

Besonders erfolgreich verlief laut Konzern die Einführung der Zusammenarbeit Audemars Piguet X Swatch. Seit dem Marktstart am 16. Mai übersteige die Nachfrage nach der bunten Taschenuhr Royal Pop das Angebot deutlich. (fv)

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Die Kampagne habe in sozialen Medien mehr als 25 Milliarden Aufrufe erzielt und zugleich die Verkäufe der Kooperationsmodelle mit Omega und Blancpain, Moonswatch und Scuba Fifty Fathoms, angekurbelt. Zudem habe die Marke Swatch dadurch zahlreiche neue, häufig junge Kunden gewonnen.

Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich die Swatch Group zuversichtlich. Die deutliche Beschleunigung der Verkäufe in den Monaten Mai und Juni habe sich in den ersten Juliwochen bestätigt. Im Mai und Juni stieg der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 13,1 Prozent, bei einer operativen Marge von 8,6 Prozent. Das Unternehmen erwartet deshalb für die zweite Jahreshälfte ein deutliches Umsatzwachstum sowie eine spürbare Verbesserung der Profitabilität. Grundlage dafür seien die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und der vertikal integrierte Produktionsapparat, der eine schnelle Reaktion auf die steigende Nachfrage ermögliche. (fv)

07:57 Uhr

Dienstag, 21. Juli

Novartis leidet unter Nachahmer-Konkurrenz

Der Basler Pharmakonzern Novartis hat im vergangenen Halbjahr weniger Umsatz erwirtschaftet. Die Verkäufe sanken in konstanten Wechselkursen um 2 Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar. Auch der Reingewinn ging zurück, er betrug 6,41 Milliarden Dollar (–17 Prozent). Für das gesamte Jahr rechnet CEO Vas Narasimhan damit, dass das Unternehmen den Umsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigern kann. Das opeartive Ergebnis soll derweil im niedrigen einstelligen Prozentbereich zurückgehen.

Der Grund für den Dämpfer sind hauptsächlich auslaufende Patente bei Medikamenten, die Novartis in der Vergangenheit Milliarden in die Kasse gespült hatten. Eines davon ist das Herzmedikament Entresto, das mittlerweile Konkurrenz durch Generika erhalten hat. Im ersten Halbjahr sanken dort die Einnahmen um 48 Prozent. Für das laufende Jahr muss Novartis einen Umsatz von 4 Milliarden Dollar ersetzen, wie der Finanzchef zu Beginn des Jahres sagte.

Der Konzern hatte deshalb im ersten halben Jahr sinkende Umsätze und Gewinne erwartet. Im kommenden Halbjahr soll es aber wieder aufwärtsgehen. Dies soll durch mehr Verkäufe von anderen Medikamenten sowie dank Lancierungen neuer Arzneimittel geschehen. Zudem dürfte der Konzern dann den milliardenschweren Zukauf der US-Firma Avidity verdaut haben. Beim Umsatz zeigte das zweite Quartal bereits wieder nach oben. (mpa)

16:14 Uhr

Montag, 20. Juli

Listerien-Alarm: Denner ruft Kebab-Sandwich zurück

Die Migros-Discounttochter Denner muss ein Kebab-Sandwich zurückrufen. Dieses stammt vom Hersteller Riva Alimentari Uniti und trägt den Namen «Tramezzino Stellato Kebab Pomodoro, Cipolla». Es wiegt 150 Gramm und kostet 3.50 Franken.

Im Rahmen einer Kontrolle seien Listerien nachgewiesen worden, schreibt Denner. Eine potenzielle Gesundheitsgefährdung durch die Bakterien könne nicht ausgeschlossen werden, weshalb das Produkt vorsorglich zurückgerufen werde. Das Produkt sollte nicht konsumiert werden und kann in jede Denner Verkaufsstelle zurückgebracht werden. Der Verkaufspreis wird erstattet. (bwe)

13:36 Uhr

Montag, 20. Juli

Über 90 Dollar: Öl-Preis legt weiter zu

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel wegen des sich weiter verschärfenden Iran-Kriegs erneut gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kletterte in der Nacht von Sonntag auf Montag um bis zu fast vier Prozent auf 91,42 US-Dollar und damit zum ersten Mal seit Anfang Juni über die Marke von 90 Dollar.

Anschliessend sank der Brent-Preis wieder etwas. Zuletzt lag er bei 90,20 Dollar. Seit Anfang Juli verteuerte sich die globale Öl-Referenzsorte um fast 30 Prozent.

Im Nahen Osten wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Strasse von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. In Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region aus. (dpa)

12:10 Uhr

Montag, 20. Juli

Milliarden-Deal für Schweizer Pharma-Firma?

Der südkoreanische Pharmakonzern Samsung Biologics will den ‌Schweizer Auftragsfertiger Polypeptide übernehmen. Dies haben beide Firmen am Montag bekannt gegeben. Samsung Biologics bietet den Aktionären 44.31 Franken je Aktie in bar. Damit hätte Polypeptide mit Sitz in Baar ZG einen Wert von 1,46 Milliarden Franken.

Derweil publizierte Polypeptide auch seine Halbjahreszahlen: Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 41,6 Prozent auf 236,6 Millionen Euro. Bereits im Frühling berichtete «Schweiz heute» über Übernahmegerüchte. Polypeptide produziert Wirkstoffe für grosse Medikamentenhersteller. Dazu gehören auch solche, die Schlankheitsmedikamente produzieren, die derzeit einen Boom erleben. (bwe)

12:01 Uhr

Montag, 20. Juli

250 Tankstellen: Schweizer Benzin-Riese kauft in Österreich zu

Volenergy, eines der führenden Schweizer Unternehmen in der Versorgung mit flüssigen Energien, hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Tankstellennetzes von BP in Österreich unterzeichnet. Mit diesem Schritt expandiert die Firma mit Sitz in Suhr AG erstmals ins Ausland.

Nach der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde werde man Möglichkeiten prüfen, das Convenience-Shop-Angebot weiterzuentwickeln, in Zusammenarbeit mit dem Partner Valora, sagt Volenergy-Chef Ramon Werner. Rund 60 Mitarbeitende der österreichischen BP-Niederlassung werden übernommen.

«Der Markt für Kraft- und Brennstoffe ist auch in Österreich rückläufig. Zusammenschlüsse und die Nutzung von Synergien sind daher ein logischer Schritt», sagt Werner. Volenergy betreibt in der Schweiz über 700 Tankstellen mit rund 140 Shops unter den Marken BP, Shell, Ruedi Rüssel und Miniprix. Mit der Übernahme in Österreich erweitert die Firma ihr Netzwerk um rund 250 Tankstellen, 115 Shops und 79 Car-Wash-Anlagen, die weiterhin unter der Marke BP geführt werden sollen. (bwe)

11:04 Uhr

Montag, 20. Juli

Teures Kerosin lässt Ryanairs Gewinn einbrechen

Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs hat dem Billigflieger Ryanair einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2026/27 sank der Überschuss im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro, wie die irische Fluggesellschaft am Montag in Dublin mitteilte. Das Unternehmen hatte zwar den Grossteil seines Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, konnte den starken Kostenanstieg aber dennoch nicht ganz auffangen.

Die Zahl der Passagiere stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 61,3 Millionen. Allerdings hatte Ryanair die Tickets im Schnitt sechs Prozent günstiger verkauft als ein Jahr zuvor. Dadurch stieg der Umsatz nur um ein Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Auch für die wichtige Reisezeit im Sommer versucht die Gesellschaft, die verunsicherte Kundschaft mit niedrigeren Ticketpreisen zu ködern. Entsprechend traut sich Ryanair-Chef Michael O'Leary weiterhin keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2027 zu. (dpa)

08:54 Uhr

Montag, 20. Juli

Neuer Finanzchef für Sunrise

Andreas Tolpeit wird per September neuer Finanzchef der Telekomfirma Sunrise. Er bringt laut einer Mitteilung vom Montag internationale Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Strategie und Transformation mit. Tolpeit folgt auf Jany Fruytier, der Sunrise Ende August 2026 verlassen wird. Zuletzt war Tolpei Finanzchef der global tätigen Privatschulgruppe Cognita. Zuvor war er unter anderem bei der Schweizer Jacobs Holding mit Sitz in Zürich tätig. Tolpeit verfügt über einen Abschluss in Betriebswirtschaft und Recht der Università Bocconi in Mailand. Er lebt mit seiner Familie in der Region Zürich. (bwe)

10:17 Uhr

Freitag, 17. Juli

Ansturm auf Hayeks neue Monduhr sorgt für Stau im Netz

Einige Uhrenfans haben Glück: «Es ist mir am Freitagmorgen tatsächlich gelungen, das ESTA-Formular von Swatch auszufüllen und einzureichen», sagt einer. «Beim Frühstück kam ich endlich durch, nachdem es am Donnerstagabend und auch nachts um 2 Uhr nicht geklappt hat.» Jetzt muss er warten, ob er zu den 1969 Glücklichen gehört, die eine neue Monduhr aus dem Hause Swatch kaufen können.

Andere kommen erst gar nicht zum Formular: «Aufgrund der hohen Anzahl an ESTA-Anträgen kommt es derzeit zu technischen Problemen», teilt das System mit. «Vielen Dank für Ihre Geduld. Bitte versuchen Sie es später erneut.» Denjenigen, die es noch nicht geschafft haben, bleibt etwa Zeit: Die Anträge können noch bis Dienstag, 21. Juli, 23.59 Uhr, eingereicht werden.

Hintergrund für die grosse Aufregung unter Uhrenfreunden: Am 16. Juli, am Jahrestag des Apollo-Starts, hat Nick Hayeks Swatch-Gruppe eine neue, auf 1969 Stück limitierte Monduhr lanciert. Doch wer dieses Modell erwerben will, muss zuerst ein ESTA-Formular ausfüllen, wie für eine Einreise in die USA. Dieses umfasst wie das offizielle Formular ebenfalls 32 Fragen.

Inhaltlich gibt es aber Unterschiede. So fragt das Swatch-ESTA zum Beispiel, ob der potenzielle Käufer schon einmal einem Staatsoberhaupt eine Golduhr geschenkt habe. Ein unmissverständlicher Seitenhieb an die Adresse der Schweizer Wirtschaftsführer, die mit einer Rolex-Golduhr und einem Goldbarren als Mitbringsel bei Donald Trump vorgesprochen haben. (fv)

13:20 Uhr

Donnerstag, 16. Juli

Capri-Sun baut Fabrik in Polen

Die Getränkefirma Capri-Sun mit Sitz in Baar ZG ist auf Expansionskurs. Die Herstellerin der bekannten Fruchtsaft-Beutel hat mit dem Bau eines neuen Produktionsstandorts im polnischen Stargard begonnen. Mit der Investition erweitere man die Produktionskapazitäten in Europa und schaffe die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum, heisst es in einer Mitteilung. Die erste Bauphase soll bis Ende 2027 abgeschlossen werden und umfasst Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro. Mit dem neuen Werk entstehen rund 120 Arbeitsplätze in der Region.

Erst kürzlich sagte Capri-Sun-Chef Roland Weening im Interview mit «Schweiz heute», dass die Firma insgesamt seit zehn Jahren im Schnitt um acht Prozent pro Jahr zulege. Man wolle aber noch stärker wachsen. «Vor allem durch zusätzliche Funktionalitäten in unseren Getränken sowie die geografische Expansion. Ein zweistelliges Wachstum ist unser Ziel.» Capri-Sun sei bereits in über 100 Ländern vertreten, aber es gebe noch immer weisse Flecken, sagte Weening. «In Asien sehen wir ebenfalls ein grosses Potenzial, zum Beispiel in Vietnam.» Der Aussenumsatz der Firma beträgt 1,4 Milliarden Dollar. (bwe)

10:21 Uhr

Donnerstag, 16. Juli

Zollstreit: US-Handelsbeauftragter Greer lobt die Schweiz

Positive Rauchzeichen aus den USA: Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer lobte in einem Interview mit «Bloomberg» die Haltung der Schweiz: «Die Schweizer machen vieles von dem, was nötig ist, um das Verhältnis zu den USA in Ordnung zu bringen», sagte Greer. «Die Verhandlungen laufen noch, deshalb kann ich nichts garantieren. Aber die Entwicklung ist positiv.»

Optimisten hierzulande sehen darin ein positives Signal für die Schweiz, sich eine dauerhafte Zollobergrenze von 15 Prozent sichern zu können. Doch Nettigkeiten hat Greer schon öfters abgesondert, viel wert waren sie jeweils nicht, weshalb Skeptiker nicht allzu viel in die neusten Interview-Aussagen hineininterpretieren wollen.

Schon im Sommer 2025 zeigte sich die Schweizer Delegation zuversichtlich, mit Greer einen guten Deal ausgehandelt zu haben. Doch US-Präsident Donald Trump war dann anderer Meinung, desavouierte Greer und verhängte Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Waren. Erst drei Monate später konnten die Schweizer Vertreter eine vorläufige Rahmenvereinbarung, die die Zölle auf 15 Prozent senkt, erreichen – auf dem gleichen Niveau wie für andere Länder der Europäischen Union.

Im Gegenzug erhalten die USA zollfreie Importkontingente für amerikanisches Fleisch, Erleichterungen bei der Einfuhr weiterer Agrarprodukte sowie Investitionszusagen von Schweizer Unternehmen in Höhe von rekordhohen 200 Milliarden Dollar.

Trumps Ärger mit der Schweiz basiert auf dem grossen Handelsbilanzüberschuss, welches diese im Handel mit den USA realisiert. «Wir waren sehr besorgt über unser Handelsdefizit mit der Schweiz. Doch in den vergangenen sechs bis sieben Monaten verzeichnen die Vereinigten Staaten im Warenhandel mit der Schweiz nun einen Überschuss», sagte Greer nun. «Das ist eine sehr positive Entwicklung.»

Was Greer nicht sagte: Die jetzt erzielte Umkehr ist nicht etwa das Resultat guter amerikanischer Wirtschaftspolitik, sondern lässt sich vor allem mit dem Goldhandel erklären. Offensichtlich fliesst viel Gold aus den USA raus, und da es oft über die Schweiz gehandelt wird, erhöht dies die amerikanischen Exporte in die Schweiz – wenigstens auf dem Papier. (fv)

10:05 Uhr

Donnerstag, 16. Juli

Uhrenindustrie verbessert Ruf der Schweizer Wirtschaft

Der Ruf der Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 erneut verbessert: Der Swiss Economy Reputation Index stieg in den Monaten Mai bis Juli um 1,7 Punkte auf 96,6 Zähler, wie die Beratungsfirma Commslab am Donnerstag bekannt gibt. Das sei der dritte Quartalsanstieg in Folge.

Grösste Gewinnerin im Reputationsindex war demnach die Uhrenindustrie. Ausschlaggebend war vor allem die Berichterstattung über die gemeinsam von Swatch und Audemars Piguet lancierte Uhr «Royal Pop». Die Taschenuhr führte weltweit zu langen Schlangen und Tumulten vor ausgewählten Uhrenboutiquen. Auch die mediale Präsenz beider Unternehmen wurde erhöht.

Ebenfalls zulegen konnten die international tätigen Banken, vor allem dank der UBS, und der Nahrungsmittelsektor, der sich vom Babymilchskandal der Vormonate erholen konnte. Auch die Maschinenindustrie hat sich verbessert.

Reputationsverluste verzeichneten hingegen die Bereiche Verkehr, insbesondere wegen der vielen technischen Störungen, und der dauernd geforderte Detailhandel. (fv)

07:56 Uhr

Donnerstag, 16. Juli

ABB legt im zweiten Quartal zu und plant Milliardenübernahme

ABB hat im zweiten Quartal 2026 Rekordaufträge verbucht. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 12,042 Milliarden Dollar, wie der Schweizer Industriekonzern am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 9,475 Milliarden Dollar zu. Das operative Betriebsergebnis (Ebita) erhöhte sich um 20 Prozent auf 1,925 Milliarden Dollar, die Marge verbesserte sich von 19,3 auf 20,2 Prozent.

ABB-Chef Morten Wierod begründet das Ergebnis mit den «Megatrends Elektrifizierung und Automatisierung». Dazu passt die ebenfalls am Donnerstag angekündigte Übernahme: ABB will den britischen Automatisierungsspezialisten Rotork übernehmen.

Der Schweizer Industriekonzern bietet 503 Pence je Rotork-Aktie in bar, was einem Unternehmenswert von rund 5,5 Milliarden Dollar entspricht. Der Verwaltungsrat von Rotork empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Rotork erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar und soll künftig rund 3 Prozent zum ABB-Umsatz beitragen. Finanziert wird die Übernahme mit vorhandenen Barmitteln, Kreditlinien sowie den erwarteten Erlösen aus dem Verkauf des Robotics-Geschäfts an Softbank.

Nach Abschluss soll Rotork als eigenständige Division Teil des ABB-Geschäftsbereichs Automation werden. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet. (fv)

19:07 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

Nach Evergreen-Turbulenzen: Mehr Geld für Partners Group

Am Mittwochabend, nach Börsenschluss, publizierte die Partners Group mit Sitz in Baar ZG Zahlen, die viele Anlegerinnen und Anleger aufatmen lassen. Die Private-Equity-Gesellschaft konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 16 Milliarden Dollar an Neugeld verbuchen. In der Vorjahresperiode waren es 12,2 Milliarden gewesen.
Die Erwartungen der Analysten konnte die Firma damit leicht übertreffen. Zudem rechnet die Partners Group für das gesamte Geschäftsjahr mit einer Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden Dollar.

Die Zahlen folgen, nachdem die Firma Anfang Juni die Rücknahme von Anteilen eines milliardenschweren «Evergreen»-Fonds drastisch begrenzen musste, da sonst Notverkäufe der entsprechenden Investitionen gedroht hätten. (bwe)

17:09 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

Coop ruft Lachs zurück

Coop ruft den Prix Garantie Rauchlachsstreifen (180 g) wegen möglicher Listerienbelastung zurück. Betroffen sind Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 15., 16., 22., 23., 29. und 30. Juli 2026. Die Ware war vom 29. Juni bis 15. Juli in Coop-Supermärkten, Coop City und auf Coop.ch erhältlich. Wie der Detailhändler mitteilt, sollen Kundinnen und Kunden das Produkt nicht konsumieren und können es gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben. (rem)

14:07 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

Switcher expandiert in die Romandie

Die 2020 wiederauferstandene Schweizer Modemarke Switcher setzt ihren Wachstumskurs fort. Nachdem die Firma mit dem gelben Wal als Logo 2016 konkurs ging, expandiert sie unter der Führung des ehemaligen Switcher-Managers Marc Joss wieder. Ende Juli eröffnet das Unternehmen seine erste Filiale in der Romandie, in Bulle FR.

Joss spricht von einer «Rückkehr mit Symbolkraft». Denn Switcher wurde vor über vierzig Jahren von Robin Cornelius in der Westschweiz, in Lausanne, gegründet. Der Laden in Bulle wird laut einer Mitteilung vom Mittwoch hauptsächlich das Switcher-Sortiment führen, mit der Möglichkeit, punktuell nachhaltige Partnermarken aufzunehmen. Eine Expansion in weitere Westschweizer Städte ist laut Joss ab 2027 angedacht.

Bisher betreibt Switcher Läden in Winterthur ZH und in Rheinfelden AG. Im September ist zudem ein zweiter Shop-in-Shop in Bern geplant. Einst betrieb die Firma rund 100 Geschäfte in der Schweiz. (bwe)

11:17 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

Migros ruft Cervelas zurück

Die Migros ruft IP-Suisse Riesen Cervelas zurück. Der Rückruf erfolgt laut einer Mitteilung des Detailhändlers vom Mittwoch aufgrund des nicht gekennzeichneten Allergens Milch (Käse). Es seien versehentlich Grillwürste mit Käse in die Verpackung der IP Suisse Riesen Cervelas abgepackt worden. Das Allergen Milch (Käse) fehlt auf dieser Verpackung. Kundinnen und Kunden mit einer Milch-Allergie oder Lactoseintoleranz werden von der Migros gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren. Für alle anderen ist der Konsum unbedenklich.

Betroffen ist das Produkt mit der Artikelnummer 230533350110 und mit einem Verbrauchsdatum bis zum 29. Juli. Die betroffenen Würste wurden in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Alle anderen Cervelat-Produkte sind nicht betroffen. (bwe)

10:21 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

Swiss und Co. wollen Service für Haustiere verbessern

Die internationale Airline-Vereinigung Iata mit Sitz in Genf hat neue Leitlinien veröffentlicht, die Fluggesellschaften dabei unterstützen sollen, Reisen mit Haustieren in der Kabine zu handhaben – von der Buchung über den Check-in und das Boarding bis hin zum Aufenthalt an Bord und der Ankunft. Zuletzt hatte die Iata auch Leitlinien zum Reisen mit Assistenzhunden veröffentlicht.

«Menschen, die mit ihren Haustieren reisen, brauchen klare Orientierung darüber, was sie in jeder Phase der Reise erwartet», schreibt die Iata, der auch die Swiss angehört. Eine Umfrage von 2025 habe ergeben, dass rund 40 Prozent der Passagiere mit Haustieren unsicher seien, was die Regeln in Bezug auf das Mitführen ihrer Vierbeiner anbelangt. In den neuen Richtlinien werden die Airlines beispielsweise angewiesen, die verschiedenen Reisemöglichkeiten und allfälligen Gebühren für Haustiere frühzeitig im Buchungsprozess anzugeben. Und das Kabinenpersonal sollte vor dem Flug einen Kontrollblick auf das Tier werfen. (bwe)

10:08 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

Richemont legt deutlich zu

Der Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in Genf konnte seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 deutlich auf 6,33 Milliarden Euro steigern. Das Plus betrug in den ersten drei Monaten satte 17 Prozent. Ohne Einfluss der Währungsschwankungen würde das Wachstum beim Schmuck- und Uhrenverkäufer sogar 20 Prozent betragen.

Zum Portfolio von Richemont gehören bekannte Luxusmarken wie Cartier, Van Cleef & Arpels, IWC, Jaeger-LeCoultre oder Montblanc. Jean-Philippe Bertschy, Analyst bei der Bank Vontobel, bezeichnet die Zahlen im ersten Quartal als «beeindruckend». Sie würden die Markterwartungen deutlich übertreffen. Die Marken seien sehr begehrt, die geographische Diversifikation überzeuge, und bei den Preiserhöhungen gehe der Konzern sehr diszipliniert vor. Von den Konkurrenten erwarte er schwächere Ergebnisse. (bwe)

10:02 Uhr

Mittwoch, 15. Juli

ABB kauft in Frankreich zu

ABB übernimmt Advantics, einen auf Lösungen zur Stromumwandlung auf Siliziumkarbid-Basis spezialisierten Anbieter mit Sitz in Frankreich. Dies gab der Technologiekonzern mit Sitz in Zürich-Oerlikon am Mittwoch bekannt. Mit der Übernahme baue man das Gleichstromportfolio (DC) aus und bringe sich in Position, um die steigende Nachfrage nach effizienten DC-Lösungen für Rechenzentren, industrielle Mikronetze, Stromerzeugung und Elektrofahrzeug-Infrastruktur zu bedienen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen.

ABB verweist auf die Einschätzung der Internationalen Energieagentur, wonach der Anteil der Elektrizität am weltweiten Endenergieverbrauch von derzeit 20 auf rund 36 Prozent im Jahr 2035 steigen wird. Durch den Einsatz moderner Halbleitertechnologie ermöglichten ABB-Gleichstromlösungen eine effizientere Nutzung elektrischer Energie. (bwe)

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