Die «Velo Punks» sind unangepasst, rebellisch und solidarisch. Der Kurierdienst um eine ehemalige Öko-Aktivistin kämpft für faire Arbeitsbedingungen und gegen das Vorfahrtsrecht von SUV’s im Stadtdschungel Ludwigshafens, dem persönlichen Sherwood Forest der Gruppe.
Doch das Velo, Symbol der Freiheit, bekommt einen Lackschaden, als ein junger Kurier bei Johanna Stern (Lisa Bitter) auf dem Präsidium ein Geständnis ablegen will. Liefern die Velopunks wirklich nur schlechtes Sushi?, fragen sich Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und ihre Kollegin Stern, die das Image der streberhaften, perfekten Kriminalistin noch nicht ganz abgelegt hat.
Stern ist begeistert von der Energie der Velopunks. Sie rebelliert, verlässt den Dienstweg und heuert bei der Gruppe ohne Antrag auf verdeckte Ermittlung spontan an. Und so löst sich die Solidarität, die der neue Polizeipräsident und frühere Endgegner Odenthals, Kurt Breising (Bernd Hölscher) bei seiner Dienstrückkehr beschwört, schnell wieder in Luft auf.
Regisseurin Franziska Margarete Hoenisch inszeniert dieses vordergründig etwas schulmeisterliche Thema Velo gegen Auto temporeich, mit vielen Kamerafahrten durch die Strassenschluchten Ludwigshafens. Vor allem gelingt es der Folge, das Misstrauen unter Polizisten und Velokurieren immer wieder neu zu schüren über Blicke und Handlungen, die von der Kamera wie beiläufig eingefangen werden und den Zuschauer auf falsche Fährten locken.
«Tatort» aus Ludwigshafen - «Sashimi Spezial». So, 1.3., 20.05 Uhr, SRF1. Drei Sterne.





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