Rudolf Stüssi hat eine eigenartige Sichtweise. Er selber spricht von der «5. Perspektive». Seine Bilder trotzen der berechenbaren Geradlinigkeit und feiern eine tanzende Dynamik. So wirken sie humoristisch, widerspiegeln aber auch unsere krumme moderne Welt. So wird Architektur zum Produkt des Menschen mit all dessen Charakteristiken, Schwächen und Alterserscheinungen.
Wenn man Stüssis Bilder betrachtet, etwa mit den Luzerner Sujets, wird klar: Er malt im Grunde gegenständlich, aber natürlich nicht realistisch. Er will, dass die Zuschauer das Sujet erkennen, aber noch nie so gesehen haben. Daneben ist auch eine opulente Farbgebung sein Markenzeichen.
Der 79-jährige gebürtige Zürcher hat schon in den USA, Italien, den Philippinen, der Dominikanischen Republik oder Mexiko gearbeitet. Er hat eine Kunstschule in Kanada geleitet und war lange auch in der Trickfilmbranche tätig. Er hat Bücher für Erwachsene und Kinder veröffentlicht, seine Artikel über Kunst erschienen in Zeitschriften mehrerer Länder. Heute lebt er im Kanton Graubünden und in Berlin.
«Dynamisch verzerrt» von Rudolf Stüssi; Vernissage Sa 24. Oktober, 15 Uhr, Ausstellung bis 18.11.; Galerie Müller; Haldenstrasse 7, Luzern; Do/Fr 14 – 18 Uhr, Sa 13 – 17 Uhr.




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